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Deutschland verliert auf dem weltweiten Arbeitsmarkt an Beliebtheit

Nachrichtenagentur: news aktuell
04.03.2021, 12:45  |  784   |   |   

München/Düsseldorf (ots) -

- In Europa verteidigt Deutschland seine Spitzenposition als attraktivstes Land
unter internationalen Arbeitskräften
- Coronavirus-Pandemie verstärkt Trend: Immer weniger Menschen wollen im Ausland
arbeiten
- Kanada verdrängt USA von der Spitze des Ländervergleichs - Australien und
asiatische Staaten gewinnen

Deutschland hat als Arbeitgeberdestination im internationalen Vergleich an
Beliebtheit verloren, bleibt aber das angesehenste Land Europas. Das zeigt die
Studie Decoding Global Talent der Managementberatung Boston Consulting Group
(BCG), der Online-Jobplattform StepStone und The Network, für die 208.000
Arbeitnehmer aus 190 Ländern befragt wurden. Die Bundesrepublik erreichte in der
jüngsten Erhebung Platz vier und verlor damit zwei Ränge im Vergleich zur
Vorgängerstudie 2018.

"Auch wenn Deutschland hinter den USA, Kanada und Australien den vierten Rang
belegt, sind wir immer noch die Nummer eins unter den nicht-englischsprachigen
Ländern. Das zeigt, dass der deutsche Arbeitsmarkt international noch immer eine
sehr hohe Anziehungskraft hat. Diese sollte die deutsche Wirtschaft für sich
nutzen", sagt Dr. Sebastian Dettmers, CEO von StepStone. "Um den
Fachkräftemangel zu bewältigen, braucht es Zuwanderung aus anderen Ländern.
Deutsche Unternehmen, die gestärkt aus der Krise hervorgehen wollen, sollten die
Attraktivität des Standorts als Vorteil begreifen und auch verstärkt im Ausland
nach Talenten suchen", sagt Rainer Strack, Senior Partner bei BCG und Co-Autor
der Studie.

Internationale Mobilität nimmt ab

Immer weniger Arbeitnehmer sind dazu bereit, außerhalb ihres Heimatlands zu
arbeiten. Die weltweite Coronavirus-Pandemie hat diesen Trend verstärkt: 2018
hatten noch 57 Prozent der Befragten angegeben, für den Job ins Ausland gehen zu
wollen, mittlerweile sind dazu nur noch knapp 50 Prozent der Arbeitnehmer
bereit. 2014 waren es 64 Prozent, der Zeitraum zwischen den ersten beiden
Erhebungen betrug jedoch vier Jahre. In Deutschland möchten sogar nur 45 Prozent
der Arbeitnehmer im Ausland arbeiten - gegenüber der vorherigen Erhebung sank
die Bereitschaft um zehn Prozentpunkte. Die beliebtesten Zielländer der
Deutschen sind die Schweiz, Österreich, USA und Kanada. In den Top 10 der
bevorzugten Länder sind fünf direkte Nachbarländer.

Besonders attraktiv ist der Standort Deutschland für Österreich, Osteuropa und
die Türkei. Fernere Länder wie Iran, Marokko, Tunesien, Mexiko und Ghana sind
nicht mehr unter den Top 10. "Die Attraktivität auf dem internationalen
Arbeitsmarkt regionalisiert sich - ein Trend, der sich vor allem durch Corona
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