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Stabilität im Portfolio Das Investmentphänomen Edelmetalle

In turbulenten Zeiten wie diesen, in denen es an den globalen Märkten auf und ab geht, sehnen sich viele Investoren nach mehr Stabilität in ihrem Portfolio.

Beim Stichwort stabile Geldanlage stößt man zwangsläufig früher oder später auf die mögliche Investition in Edelmetalle, vor allem in Gold. Doch es muss nicht nur Gold sein, damit das Portfolio mit Renditen glänzt. Dass haben auch Anleger erkannt und setzten in der Vergangenheit auch auf Silber, Platin, Palladium oder weniger bekannte wie Rhodium. Welche Chancen und Risiken bei der Portfoliodiversifikation mit Edelmetallen entstehen, wird in den folgenden Zeilen erläutert.

Vorteile und Nachteile von Edelmetallen und Aktien

Der entscheidende Vorteil sämtlicher Edelmetalle oder generell Rohstoffe gegenüber Aktien ist, dass Edelmetalle im Gegensatz zu Buch- oder Papiergeld nicht beliebig vermehrt werden können. Die Ressourcen sind begrenzt. Somit unterliegen Edelmetalle keiner Inflation wie es bei sämtlichen Währungen der Fall ist.
Geldscheine können beliebig gedruckt werden, aber das Vorkommen von Rohstoffen in der Erde ist begrenzt.
Viele Anleger haben die Schwachstelle im weltweiten Währungssystem erkannt: das Geld wird immer weniger wert, weil zur Zeit immer mehr davon gedruckt und in die Kapitalmärkte gepumpt wird. Das führt jedoch auf kurz oder lang dazu, dass die Währung entwertet wird: man bekommt immer weniger im Austausch gegen einen bestimmten Geldschein.
In den 1920ern- und 1930ern-Jahren kam es zu einer Hyperinflation, bei der die Währung plötzlich komplett wertlos war. Alles, was man zu jenem Zeitpunkt auf dem Konto liegen hatte, war damit entwertet.

In einem solchen Szenario sind auch sämtliche Anlagewerte, die man an der Börse hat, nichts mehr wert.
Daher suchen immer mehr Anleger nach einer krisensicheren Währung oder Anlageform, weil das Vertrauen in das Geld- und Währungssystem verloren geht. Edelmetalle erscheinen daher besonders attraktiv, da sie nichts an intrinsischem Wert verlieren können.
Investiert man also einen Teil seines Geldes in physische Edelmetalle hat man in einer Krisenzeit ein wertvolles Tauschmittel.

Wer Edelmetalle nicht als Krisenwährung betrachtet, sondern sich vor allem für die Rendite interessiert (und das ist wohl die größte Anzahl der Anleger), muss beachten, dass es sich bei der Investition in Edelmetalle meist um eine langfristige Anlage handelt, da sich die Kurse nicht so rapide wie an der Börse entwickeln – weder nach oben oder unten, wodurch die Investition in Edelmetalle jedoch eine langfristig stabile Rendite generieren kann.
Größter Nachteil dabei ist, dass man in den Genuss der Rendite erst kommt, wenn man seine Edelmetallbestände wieder verkauft. Im Gegensatz zu Aktien oder Fonds, bei denen regelmäßig Dividenden ausgeschüttet werden, muss man bei der Investition in physische Edelmetalle vorerst Geduld beweisen.

 

Investition in physische Edelmetalle

Bei der Investition in physische Edelmetalle wird vor allem in kleine Stückelungen oder in Münzen investiert.
Nachteilig dabei ist jedoch, dass das mit einem höheren Kaufpreis verbunden ist, da insbesondere das Prägen von Münzen aufwändiger in der Produktion ist als die Herstellung eines Barrens. Bei Investitionen in kleine Stückelungen oder Münzen muss man sich daher im Klaren darüber sein, dass der Kaufpreis sich ungefähr 10 bis 20 Prozent über dem aktuellen Materialwert bewegt.

Wer sich keine Ersatzwährung aufbauen möchte, sondern lediglich an der Rendite interessiert ist, sollte in größere Stückelungen investieren, da der Kaufpreis dort eher dem Materialwert entspricht.

Beim Erwerb eines Barrens sollte darauf geachtet werden, dass dieser von der Rohstoffbörse LBMA (London Bullion Market Association) zertifiziert ist, da man bei einem Verkauf ansonsten eventuell einen Abschlag hinnehmen muss.
Gut zu wissen ist auch, dass beim Erwerb von Gold und Silber keine Mehrwertsteuer fällig wird, da es sich dabei um Währungen handelt.

Was die Lagerung betrifft, hat man völlig freies Spiel. Entweder lagert man die Barren in einem Bankschließfach bei einer deutschen Bank oder im Ausland.

Nicht-physische Investition in Edelmetalle

Wer keine Gold- oder Silberbarren erwerben möchte, hat dennoch die Möglichkeit, an der Wertentwicklung von Edelmetallen zu partizipieren. Zum Beispiel kann man in Aktien von Minengesellschaften investieren, oder breiter gestreut in einen Rohstoff-Fonds.

Über ETCs (Exchange Traded Commodities) kann man indirekt in Edelmetalle investieren. Die Verwalter der ETCs haben die entsprechenden Edelmetalle physisch hinterlegt. Bei Erwerb von Anteilen eines ETCs erhält man bei manchen Anbietern einen Anspruch auf Lieferung, wenn man seine Anteile wieder veräußern möchte.

Die Investition in einen ETF (Exchange Traded Fund) ist auch für Edelmetalle möglich. Sie bilden die Wertentwicklung eines bestimmten Index nach, zum Beispiel den Kursverlauf von Aktien bestimmter Unternehmen, die in der Edelmetallbranche tätig sind.
In reinen Gold-ETFs oder anderen Fonds, die nur in einen einzigen Rohstoff oder Unternehmen investieren, kann man in Deutschland sein Geld nicht anlegen, da das Kapitalgesetzbuch vorschreibt, dass die Fonds-Betreiber das Geld diversifiziert, also breit gestreut, anlegen müssen.
Der Begriff Gold-ETF ist daher irreführend, da hier nicht nur in Gold investiert wird, sondern auch in Unternehmen, die beispielsweise Gold abbauen oder verarbeiten.

 

Bild: Geschäftsführer Alexander Walleczek und Generalbevollmächtigter Bernd Walleczek von der Multi-Invest Gesellschaft für Vermögensbildung mbH. Quelle: Fotograf Benno Leinen

Eine weitere Variante der indirekten Investition in Edelmetalle ist in Form von Fonds-Sparplänen.
Darauf hat sich zum Beispiel die Multi-Invest Gruppe spezialisiert. Das Unternehmen war Vorreiter im Bereich Gold-Sparplan und der erste Anbieter in Deutschland, der 2006 ein solches Finanzprodukt am Start hatte. Geschäftsführer, Alexander Walleczek, erklärt, was sein Unternehmen im Bereich Sparpläne alles anbietet: „Unser Angebot richtet sich konsequent an der Nachfrage unserer Kunden aus, und entspricht deren Wunsch nach Investitionen in physische Real- und Sachwerte. Neben unserem Spezialbereich Edelmetalle bieten wir unseren Kunden außerdem weitere Produkte an. Dazu gehören Angebote zu vermögenswirksamen Leistungen, fondsgebundene Riester-Sparpläne und ETF- und Investmentsparpläne.“
Bei Fonds-Sparplänen legt man monatlich einen bestimmten Betrag in einem Fonds an. Im Gegensatz zu einer einmaligen Investition hat man so den Vorteil, dass man auch in Zeiten, in denen sich die Kurse negativ entwickeln, mehr Fonds-Anteile für sein Geld bekommt. Wenn es dann wieder aufwärts geht, hat man mehr Anteile in seinem Depot und profitiert dann umso mehr von einer positiven Entwicklung. Dadurch lassen sich auf Dauer Kursschwankungen sehr gut ausgleichen.

Wer sein Geld lieber etwas spekulativer in Edelmetallen anlegen möchte, sollte sich zum Thema Zertifikate beraten lassen. Diese verhelfen Investoren immer wieder in kurzen Zeiträumen zu hohen Renditen, doch – wie bei allen Spekulationsobjekten – können damit auch hohe Verluste verbunden sein.

Für alle Varianten sind Experten, wie die Multi-Invest Gruppe, die richtigen Ansprechpartner für die Auswahl der passenden Anlageform.



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Gastautor: Seyit Binbir
05.03.2021, 12:22  |  4095   |   |   

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