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Kommt der Fed eine Marktkorrektur gelegen?

Gastautor: Sven Weisenhaus
06.03.2021, 10:01  |  2397   |   |   

Vorgestern wurden von den Anlegern Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell bei einer Online-Veranstaltung des „Wall Street Journal“ mit höchster Aufmerksamkeit verfolgt. Die Marktteilnehmer .....

Vorgestern wurden von den Anlegern Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell bei einer Online-Veranstaltung des „Wall Street Journal“ mit höchster Aufmerksamkeit verfolgt. Die Marktteilnehmer hatten sich Antworten auf die Frage erhofft, wie die Notenbank mit dem Anstieg der Anleiherenditen umgehen würde. Doch konkrete Informationen lieferte Powell dazu nicht.

Fed setzt eingeschlagenen Kurs unbeirrt fort

Er sagte mit Blick auf den Arbeitsmarkt lediglich, die Fed sei noch weit entfernt vom Erreichen ihrer Ziele. Da hat er natürlich Recht, was auch die gestern veröffentlichten Daten noch einmal bestätigt haben. Demnach ging die Arbeitslosenquote von 6,3 % im Januar auf 6,2 % im Februar nur noch sehr moderat nach.

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Arbeitslosenquote der USA

Die Zahl der neu geschaffenen Stellen lag mit 379.000 zwar deutlich über den Erwartungen von nur rund 200.000, doch wird es bei diesem Stellenwachstum noch sehr lange dauern, bis die durch die Corona-Pandemie verlorenen gegangenen Jobs wieder aufgebaut sind.

Neu geschaffene Stellen in den USA

In Sachen Inflation sagte Powell, es sei zwar im Zuge einer einsetzenden Konsumwelle nach Abebben der Pandemie mit einem Anziehen der Preise zu rechnen, aber es werde sehr wahrscheinlich bei einem Einmal-Effekt bleiben. Er rechne nicht damit, dass sich der Preisauftrieb verfestigen werde. Sollte es anders kommen, werde die Fed laut Powell allerdings nicht denselben Fehler begehen wie in den 1960er und 1970er Jahren, als sie zu spät auf den sich aufbauenden Inflationsdruck reagiert habe.

Den Anstieg der Anleihen bezeichnete er zwar als „bemerkenswert“, doch sehe er darin keine „ungeordnete“ Bewegung. Daher gebe es keine Notwendigkeit für die Fed, stärker am Markt zu intervenieren – etwa indem die Wertpapierkäufe forciert würden.

Die Fed kann noch einige Zeit abwarten

Im Grunde hat Jerome Powell damit zum Ausdruck gebracht, dass sich die Erwartungen der Notenbank nicht geändert haben und sie daher unbeirrt ihren geldpolitischen Pfad fortsetzen wird. Änderungen wird es erst geben, wenn sich abzeichnet, dass die Preisanstiege doch stärker und nachhaltiger ausfallen, als es die Fed derzeit erwartet. Doch das wird sich erst in einigen Monaten abzeichnen.

Powell konnte die Märkte nicht einfangen

Aus Sicht des Marktes ist dies eigentlich eine positive Nachricht, weil damit Kontinuität vermittelt wurde und die Angst vor einer steigenden Inflation eigentlich beruhigt worden sein sollte. Doch die Märkte sehen die Inflationsgefahr derzeit scheinbar anders als die Fed. Und so schraubte sich die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen wieder nach oben und steuerte die 1,6 % an, welche jüngst im Hoch erreicht worden waren. Zeitgleich gaben die Aktien insbesondere in den USA wieder kräftig nach.

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