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Vielfalt der Reisebranche erhalten - Mittelständische Reiseunternehmen fordern gerechte Neuregelung der Insolvenzabsicherung (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
07.03.2021, 13:15  |  165   |   |   

Berlin (ots) - Der Unternehmensverbund mittelständischer Reiseveranstalter und
Reisebüros (AER) fordert massive Änderungen an der im Gesetzgebungsverfahren
befindlichen Novelle des Gesetzes über die Insolvenzabsicherung von
Reiseveranstaltern.

"Die Insolvenzabsicherung für Reisen darf nicht einseitig zu Lasten der
Unternehmen gehen, sonst geraten gerade kleine und mittelständische
Reiseveranstalter in wirtschaftliche Probleme und die Vielfalt in der
Reisebranche wird gefährdet", kommentierte der Vorstand der AER Kooperation AG,
Rainer Hageloch am Sonntag (07.03.) in Berlin.

In der vom Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzesnovelle ist der Vorschlag zur
Gründung eines Fonds zur Insolvenzabsicherung der Reiseveranstalter verankert,
den die Unternehmen mit jeweils sieben Prozent ihres Jahresumsatzes finanzieren
sollen. "Sieben Prozent des Umsatzes zur Insolvenzsicherung entzieht den
Unternehmen erhebliche Liquidität, die gerade in der schwierigen Pandemie-Lage
dringend an anderer Stelle benötigt wird. Eine solche Regelung wäre für das Gros
der mittelständischen Reiseveranstalter wirtschaftlich nicht darstellbar und
gefährdete Existenzen, Arbeitsplätze und die für den Kunden wichtige Vielfalt
der Branche", so Rainer Hageloch. Schon die heutige Praxis von einem bis zwei
Prozent Sicherungsleistung stelle für viele Mitgliedsunternehmen der AER
Kooperation eine erhebliche Belastung dar.

Grundsätzlich steht die AER Kooperation der Gründung eines Fonds zur
Insolvenzabsicherung sehr positiv gegenüber. Zur Finanzierung eines solchen
Fonds schlägt der Unternehmensverbund vorübergehend eine Mischkalkulation des
Jahresumsatzes mit einer Prämie pro durchgeführter Reise vor, die auf den Kunden
umgelegt werden könne. "Eine solche zeitlich befristete Umlagefinanzierung
könnte das vom Gesetzgeber gewünschte Ziel, schnell eine ausreichende
Finanzausstattung des Insolvenzsicherungsfonds zu gewährleisten sicherstellen,
ohne die kleinen und mittleren Unternehmen einerseits oder die Kunden
andererseits über Gebühr zu belasten", so Rainer Hageloch. Mit einer solchen
übergangsweise paritätischen Finanzierung des Insolvenzsicherungsfonds könnte
dieser laut AER Kooperation innerhalb von drei Jahren mit 750 Millionen Euro und
damit ausreichend ausgestattet werden.

AER Kooperation

Die AER Kooperation AG (Arbeitsgemeinschaft Europäischer Reiseunternehmen) ist
ein Zusammenschluss von meist inhabergeführten Reisebüros und
Reiseveranstaltern. Mit seinen über 1000 touristischen Wirtschaftseinheiten,
davon 420 Spezial- und Individualreiseveranstalter mit einem Umsatzvolumen von
3,3, Mrd. Euro, vertritt der AER als größter Unternehmensverbund für
Reiseveranstalter in Deutschland, den touristischen Mittelstand. Die
Kernkompetenz des AER ist im Flugbereich manifestiert, wo der Ursprung der
Kooperation bereits im Jahr 1987 in der Gründung des AER e.V. als
Interessenvertretung selbständiger Reiseunternehmen zu finden ist. Zielsetzungen
des AER liegen in der Ausstattung der Mitglieder für eine optimale
Marktpositionierung, deren Vorbereitung auf Entwicklungen in der Branche sowie
die übergreifende Interessenvertretung gegenüber Politik und Wirtschaft.

Pressekontakt:

Michaela Pinkenburg
Kommunikation
AER Kooperation AG
Tel: 05206 / 9150-931
E-Mail: mailto:pinkenburg@aer.coop

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/145558/4857140
OTS: aer Kooperation


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