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Volkswagen wirbt mit Falschbehauptungen - Verbraucheranwaltskanzlei verlangt Unterlassungserklärung (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
08.03.2021, 09:15  |  129   |   |   

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Weitere Informationen
https://ots.de/yeWLBE
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Köln (ots) - Die auf den Dieselskandal spezialisierte Anwaltskanzlei KRAUS
GHENDLER RUVINSKIJ hat die Volkswagen AG aufgefordert, unwahre Aussagen über den
Motor EA288 auf einer durch die VW AG betriebenen Internetseite zu unterlassen.

Der Konzern gerät im Angesicht einer neuen Klagewelle beim EA288 anscheinend in
Panik. Anders lässt sich die hilflos anmutende Werbeaktion nicht erklären, mit
der die Volkswagen AG versucht, betroffene Kunden mit dem Motor EA288 von Klagen
abzuhalten.

Die Internetseite unter dem Titel "Warum sich EA288-Klagen nicht lohnen",
gepaart mit teuren Werbeanzeigen bei großen Suchmaschinen, soll die eigenen
Kunden verunsichern - und davon abhalten, sich anwaltlich beraten zu lassen.

Auf diese plumpe Aktion der Volkswagen AG reagierte Rechtsanwalt Ilja Ruvinskij,
Partner bei KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ, jetzt mit einer Abmahnung in Verbindung
mit einer Unterlassungserklärung:

VW muss es unterlassen, zu behaupten, die Oberlandesgerichte weisen Klagen zu
Fahrzeugen mit Motoren des Typs EA288 daher ab und/oder Klägeranwälte verlieren
ihre Prozesse zu 99 %.

Die Abmahnung hatte bereits zur Folge, dass die Volkswagen AG die Behauptung,
Klägeranwälte verlieren ihre Prozesse zu 99 %, zurückgenommen hat. Hier zeigt
sich, dass die Abmahnung nicht nur unter dem Gesichtspunkt des
Verbraucherschutzes konsequent, sondern auch nach Auffassung der Volkswagen AG
berechtigt war.

"Volkswagen stellt Behauptungen in den Raum, die nicht der Wahrheit
entsprechen." Rechtsanwalt Ilja Ruvinskij erklärt, was hinter der
Unterlassungserklärung steckt: So wird auf der Webseite etwa behauptet, dass
Klagen wegen des Motors EA288 vor Oberlandesgerichten stets abgewiesen würden.
Im Gegenteil kassierte die Volkswagen AG am 19.02.2021 vor dem OLG Köln zum
Aktenzeichen 19 U 151/20 eine Niederlage. "Die Anwälte von VW sind zum Prozess
nicht erschienen, vermutlich aus taktischen Gründen", so Ilja Ruvinskij. "Diese
Klage wurde definitiv nicht abgewiesen, damit ist die Aussage von VW
nachweislich falsch."

Da die Werbeaktion unzählige betroffene Kunden der Volkswagen AG davon abhalten
könnte, ihr Recht auf Schadensersatz anwaltlich prüfen zu lassen und ggf. auf
dem Klageweg geltend zu machen, forderte er die Volkswagen AG auf, die unwahren
Aussagen zu unterlassen - spätestens bis zum 5. März 12:00 Uhr.

Sollte die Volkswagen AG sich hinsichtlich der weiteren unwahren Aussagen
weigern, die Werbemaßnahme zu unterlassen, drohen weitere rechtliche Schritte,
im Interesse des Verbraucherschutzes.

"Schwerwiegender als jede Geldsumme ist bereits das Eingeständnis seitens VW,
dass man schlichtweg unwahre Aussagen verbreitet hat", so Ilja Ruvinskij.

Warum sich EA288-Klagen doch lohnen

Die gesamte Werbemaßnahme beruht auf der Aussage, der Motor EA288 als Nachfolger
des "Skandalmotors" EA189 habe keine illegale Abschalteinrichtung. Doch vor
etlichen Landgerichten häufen sich mittlerweile die Urteile, die entweder VW
genau deswegen verurteilen oder weitere Aufklärung in Form von sogenannten
Beweisbeschlüssen verlangen.

Denn immer mehr spricht dafür, dass der EA288 eine gezielt zur Manipulation des
Standard-Abgastests NEFZ entwickelte Abschalteinrichtung enthält. Dies geht aus
einer VW-internen "Applikationsrichtline" für den Motor EA288 hervor.

VW behilft sich weiterhin mit dem Argument, es handele sich zwar um
Abschalteinrichtungen, diese seien jedoch zum Schutz des Motors notwendig und
daher legal. Auch dieses Argument verfängt nicht, denn wie der Europäische
Gerichtshof kürzlich entschied, kann dies keine Rechtfertigung dafür sein, dass
die Abgasreinigung die meiste Zeit deaktiviert ist. "Aus dem Fiasko um den Motor
EA189 scheint VW nicht gelernt zu haben.", folgert Ilja Ruvinskij.

Das können VW-Kunden tun

"Bereits beim Motor EA189 hat VW versucht, die Karte der Verjährung zu spielen.
Hinzu kommt: je länger ein Kunde mit der Klage wartet, desto geringer könnte
sein Anspruch ausfallen - aufgrund einer Nutzungsentschädigung für gefahrene
Kilometer.", so Ilja Ruvinskij. Genau diese Strategie könnte auch hinter der
Werbemaßnahme der Volkswagen AG zum EA288 stecken.

Daher sollten VW-Kunden nicht abwarten, sondern ihre Ansprüche anwaltlich prüfen
lassen. Viele Kanzleien wie etwa KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ bieten eine kostenlose
Erstberatung an, so dass man schnell Klarheit über seine Erfolgsaussichten beim
EA288 bekommt.

Pressekontakt:

Ilja Ruvinskij, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Telefon: 0221 / 986 584 83
E-Mail: mailto:presse@anwalt-kg.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/127230/4857356
OTS: KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ Anwaltskanzlei


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