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Alles zu seiner Zeit - Seite 2

Gastautor: Sven Weisenhaus
09.03.2021, 10:14  |  2603   |   |   

Jede Zeit hat ihre Zinsen, aber die Reaktionen bleiben gleich

Aber wie schon oben erwähnt, jede Zeit hat ihre Zinsen und nachhaltige Abweichungen davon machen die Anleger immer nervös – und ihre Reaktionen bleiben stets die gleichen. Das ist auch der Fall, wenn das Zinsniveau generell viel höher liegt. So gab es bereits 1994 zwei kräftige Korrekturen am Aktienmarkt, als die Renditen zehnjähriger US-Anleihen innerhalb weniger Monate zunächst von rund 5,5 auf 7,5 % und später nochmals von gut 7 auf 8 % stiegen.

Im Jahr 2003 machte ein Zinsanstieg von 3,1 auf 4,6 % die Anleger nervös und etwas später ging es mit den Zinsen von 3,7 auf fast 4,9 % hinauf. Und als die Fed 2013 ihren Rückzug aus der ultralockeren Geldpolitik nach der Finanzkrise ankündigte, sprangen die Zinsen von rund 1,6 auf 3,0 % nach oben.

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All diese Phasen gingen mit mehr oder weniger starken Korrekturen einher, mindestens aber kräftigen Turbulenzen an den Aktienmärkten. Und, ist Ihnen noch eine dieser Phasen in nachhaltiger Erinnerung geblieben, sofern Sie damals bereits an den Börsen aktiv waren? Sicherlich nicht. Woran Sie sich jedoch vielleicht erinnern, sind die ausgeprägten Seitwärtsbewegungen, die 1994 und 2004 für lange Zeit die Börsen prägten.

Warum nun eine Seitwärtsbewegung wahrscheinlich ist

Diese Seitwärtsbewegungen sind eine unmittelbare Folge der damaligen Renditeanstiege an den Anleihemärkten. Solche längeren Seitwärtsbewegungen sind eher zu erwarten, wenn es zu abrupten Zinsanstiegen kommt – und die Anleger erwarten, dass dieses neue, höhere Zinsniveau nachhaltig ist. Der Grund dafür ist einfach: Hohe bzw. niedrige Zinsen sind nicht per se gut oder schlecht für Aktien. Es gibt Branchen und Unternehmen, die von steigenden/hohen Zinsen profitieren (z.B. Banken und Versicherungen) und andere, die bei fallenden/niedrigen Zinsen besser dran sind (z.B. Immobilienunternehmen und Versorger).

Ein Crash ist also bei Zinsänderungen unwahrscheinlich, weil es sowohl Gewinner als auch Verlierer gibt. Unter dem Strich werden also die Kursverluste der einen durch die Kursgewinne der anderen kompensiert. Zu Turbulenzen, eventuell einer merklichen Korrektur, kommt es in der Anfangsphase deshalb, weil die Anleger gleichsam aus ihrer Ruhe aufgeschreckt werden. Ein paar Gründe dafür hatte ich oben genannt. Genau das erleben wir gerade.

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Alles zu seiner Zeit - Seite 2 Sehr verehrte Leserinnen und Leser, als ich vor rund 30 Jahren meine ersten Börsengeschäfte begann, liefen diese noch über die Zweigstelle meiner Bank in einer Kreisstadt in Norddeutschland. Der Chef ....

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