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Megawachstum am Fahrradmarkt Drahtesel-Boom: Top-Rendite mit Fahrrad-Aktien – Platows Brune: „Das beste aber ist der Ausblick“

22.03.2021, 15:09  |  18766   |   |   

Der E-Bike- und Fahrradmarkt boomt schon seit Jahren. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind die Verkaufszahlen nochmals durch die Decke geschossen. Das macht sich auch an den Kursen von Fahrrad-Aktien bemerkbar.

Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr laut dem Branchenverband ZIV E-Bikes und Fahrräder im Wert von 6,44 Milliarden Euro verkauft. Das entspricht einem Umsatzplus von 60,9 Prozent gegenüber 2019. Auch die Zahl der verkauften neuen Räder lag mit 5,04 Millionen Einheiten um 16,9 Prozent über dem Vorjahr. Einschließlich Zubehör schätzt der Verband den Umsatz der Radbranche hierzulande sogar auf zehn Milliarden Euro – eine Verdoppelung innerhalb von zwei Jahren.

Zwar ist der Fahrradmarkt nach wie vor von einer Vielzahl an kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt, trotzdem gibt es auch einige große börsennotierte Fahrradkonzerne wie die niederländische Accell Group oder den japanischen Radkomponenten-Hersteller Shimano. Beide Unternehmen gehören zu den Profiteuren des jüngsten Fahrradbooms: Die Shimano-Aktie stieg innerhalb eines Jahres um fast 55 Prozent, die Accell-Aktie gewann im selben Zeitraum sogar mehr als 209 Prozent hinzu.

Shimano

Accell Group

Mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent dominiert Shimano den globalen Markt für Fahrradkomponenten. Fast an jedem Fahrrad, vom Tour De France-Rennrad bis zum Billig-Rad aus dem Baumarkt, findet man Komponenten des japanischen Herstellers. Zudem ist Shimano auch noch erfolgreich auf dem Markt für Angelzubehör (Ruten und Rollen) vertreten.

Klaus Brune, Leiter des Börsen-Ressorts bei PLATOW, sieht Shimano als „Gewinner der Corona-Krise. Klar – Fahrradzubehör und Angelausrüstung, beides Individualsportarten, die auch von den schlimmsten Pandemieeinschränkungen nicht beeinträchtigt wurden.“ Der Umsatz des gesamten Konzerns stieg 2020 um 4,1 Prozent auf umgerechnet fast drei Milliarden Euro. Der operative Gewinn kletterte auf 650 Millionen Euro, ein Anstieg von 21,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Das beste aber ist der Ausblick. Nachdem es im Vorjahr noch Schwierigkeiten in der Lieferkette gab und damit die Nachfrage nicht voll bedient werden konnte, sollten die Japaner dieses Problem 2021 besser in den Griff bekommen. Die Ziele sind jedenfalls schon einmal hochgesteckt: Umsatz und Nettogewinn sollen in diesem Jahr um jeweils ein Fünftel zulegen können, die Dividende wieder die üblichen 155 Yen je Aktie (Rendite: 0,8 Prozent) betragen – letzteres halten wir für ein konservatives Mindestversprechen,“ so Brune im Gespräch mit wallstreet:online.

Die Accell Group, zu der bekannte Fahrradmarken wie Winora, Haibike, Ghost und die beliebte Lastenradmarke Babboe gehören, sei ebenfalls mitten im Fahrradboom, meint Peter Thilo Hasler, Gründer und Analyst von Sphene Capital.

Der Jahresabschluss 2020 habe die Analystenprognosen sogar deutlich übertroffen: „So lag der Gewinn von 2,42 Euro je Aktie um nicht weniger als 69 Prozent über den letzten Analystenschätzungen. Wenig verwunderlich, dass diese nun ihre Prognosen für das laufende und die kommenden beiden Jahre deutlich nach oben angepasst haben. Ein Gewinn von 3,74 Euro je Aktie steht nun für 2023 auf der Prognoseliste, die in den letzten Jahren von Accell stets überboten werden konnte. Denn Accell ist nicht erst seit der Pandemie ein überragendes Unternehmen. Was sich auch in Übernahmeangeboten niedergeschlagen hat, die der Vorstand stets als unzufriedenstellend zurückgewiesen hat. Mit Recht“, so die Einschätzung von Analyst Hasler.

Fahrräder gewinnen als Verkehrsmittel in deutschen Großstädten zunehmend an Bedeutung. Das Umweltbundesamt schreibt in einer Anfang März veröffentlichen Studie: „Fahrradfahren ist schnell, gesund, umweltfreundlich, klimaschonend, günstig, angesagt und förderungswürdig“. Bei Strecken unter fünf Kilometern sei das Fahrrad in Ballungsgebieten sogar das schnellste Verkehrsmittel. Damit könnten bis zu 30 Prozent der Autofahrten durch das Fahrrad ersetzt werden.

Autor: Ferdinand Hammer, wallstreet:online Zentralredaktion


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