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Digitalisierung ist Chefsache Experte Eser im Interview: Mehr Mut zu einer ausnahmslosen "Null-Bullshit-Toleranz"

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Gastautor: IR-News
24.03.2021, 08:20  |  5047   |   

Nur die allerwenigsten Unternehmen erreichen ihre Ziele hinsichtlich der Digitalisierung. Im Interview erklärt Unternehmensberater Matthias Walter Eser, wie Führungskräfte den Wandel gezielt und erfolgreich vorantreiben.

Digitalisierung steht bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda. In Zeiten fundamentaler Veränderungen gilt es, die eigene Position in der Branche zumindest zu halten, noch besser aber zum digitalen Gewinner zu werden und dadurch mehr Wert für Kunden, Belegschaft und ggf. Anteilseigner zu schaffen.

Trotz der ambitionierten Ziele wird Digitalisierung bis heute massiv unterschätzt. Oftmals wird das Thema Digitalisierung an Leuchtturmprojekten aufgehängt, welche keinen Rückschluss auf den allgemeinen Status Quo zulassen. Die im internationalen Vergleich rasant wichtiger werdende digitale Transformation wird in vielen Fällen nur halbherzig angegangen. Oftmals berufen sich Firmenlenker unterschiedlicher Unternehmensgrößen auf die Erfolge der Vergangenheit, welche heute weniger denn je für die Zukunft des Unternehmens stehen.

Wenn Digitalisierung als gesellschaftliches Projekt funktionieren soll, braucht es einen Kulturwandel in den Führungsetagen der Unternehmen. Als Experte für Digitalisierung und Berater des deutschen und österreichischen internationalen Mittelstandes beschäftigt sich Matthias Walter Eser im Rahmen seines Unternehmens, der Matthias Walter Eser Unternehmensberatungsgesellschaft mbH, mit Herausforderungen der Digitalisierung von KMUs und tritt mit dem erklärten Ziel an, bis zum Jahr 2035 mehr als 10.000 Dienstleister in Deutschland und Österreich im Rahmen seines eigens entwickelten 7-Stufen Katalogs kosteneffizient zu digitalisieren. Im Rahmen der nachfolgenden Fragen wollen wir aufzeigen, warum Zeit ist zu handeln - und zwar jetzt!

Hallo Herr Eser, vielen Dank für Ihre Zeit und die Bereitschaft, unseren Leserinnen und Lesern von Ihren praktischen Erfahrungen zum Thema Digitalisierung von KMUs zu berichten. Allem voran stellt sich die Frage, wie Sie die Wahrnehmung verantwortlicher Unternehmer und Manager hinsichtlich des Themas einschätzen?

Eser: Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihr Interesse an meiner Person und meinem Unternehmen. Ich muss im täglichen Geschäft tatsächlich feststellen, dass viele Mandanten die Dringlichkeit des Themas noch immer nicht durchdringen. Wir reden schließlich von einem strukturellen Wandel, der vor keinem Unternehmen und keinem Arbeitsplatz Halt machen wird. Wir beobachten zwar durchaus, dass die Digitalisierung als wichtiger Trend begriffen wird, doch spätestens bei der Umsetzung in Form von konkreten Investitionen zögern viele der Markteilnehmer nach wie vor sehr.

Wie wird Digitalisierung in KMUs Ihrer Erfahrung nach gelebt? Die damit initiierte Transformation findet auf allen Ebenen des Unternehmens statt, sodass sich dadurch ein erheblicher Managementaufwand ergibt. Wie schaffen Sie die erfolgreiche Implementierung ohne dabei auf unternehmenseigene Ressourcen zurückgreifen zu müssen?

Eser: Nun, allem voran widmen wir uns der klaren Analyse des Status Quo und einer damit einhergehenden Maßnahmenstrukturierung. Dieser integrative Arbeitsprozess mündet in einer engen Zusammenarbeit zwischen Beratungshäusern wie dem unseren und den konsultierenden Mandatsgebern.

Selbstverständlich lastet auf beiden Parteien ein entsprechender Erwartungsdruck, denn auch und insbesondere heute wird Digitalisierung in den Köpfen vieler Firmenlenker als finanzielles Fass ohne Boden erachtet. Mit unserem Grundsatz des “aus dem Mittelstand für den Mittelstand” verfolgen wir eine fundamentalwirtschaftliche Realisierbarkeit auf allen Ebenen. Große Beratungsgesellschaften rufen maximierte Honorare für theoretische Konzepte auf, wohingegen wir praktische Konzepte zu realistischen Konditionen offerieren.

In vielen KMUs, aber auch der Industrie zugehörigen Unternehmen wird die Dynamik und Vielschichtigkeit der Digitalisierung noch immer unterschätzt. Es ist indiskutabel, dass es sich bei der Digitalisierung und einen globalen Megatrend handelt, der alle Unternehmensgrößen betrifft. Wie kommunizieren Sie diese allumfassenden Wandel mit Führungskräften, Belegschaft und Stakeholdern?

Eser: Wir verstehen und als Partner mit Handschlag-Qualität. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der direkte persönliche Kontakt mit Mandanten, sowie deren Arbeitnehmern ausschlaggebend ist. Wir versuchen stets allen Parteien ein realistisches Bild ihrer individuellen Situation zu vermitteln, auch wenn das bedeuten kann, dass auf der einen Seite Mehraufwand entsteht und auf der anderen Seite Arbeitsplätze obsolet werden. Ehrlichkeit und Direktheit in der Kommunikation sind ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Mandate, denn in letzter Konsequenz handelt es sich beim digitalen Wandel um eine Maßnahme des Umbruchs, mit Betonung auf Bruch.

Wo liegt Ihrer Meinung nach die größte Chance in Bezug auf das weit gefasste Thema der Digitalisierung? Gibt es ein Pauschalrezept, um Maßnahmen der Digitalisierung zu einem nachhaltigen Erfolg zu machen?

Eser: Ja und Nein. Pauschal zu nennen ist die Automatisierung von replizierbaren Prozessen innerhalb des Unternehmens. Als regelmäßig wiederkehrend präsentiert sich die (Teil-)Automatisierung des Akquise- und Verkaufsprozesses, wobei dies in absoluter Unabhängigkeit zum adressierten Markt (B2B oder B2C) ist. Beispielhaft hierfür ist die strukturierte Verwaltung von Kampagnen, die CRM-Implementierung und ein darauf abgestimmtes einhergehendes Re-Targeting. In der Praxis problematisch präsentiert sich die strukturierte und aufeinander abgestimmte Implementierung der Lösungen. Also, das Verbinden der relevanten Punkte nach einem roten Faden. Digitale Lösungen sind nur dann von Erfolg, wenn sie in ihrer Logik ineinandergreifend und aufeinander abgestimmt sind.

Häufig werden Begriffe wie Digitalisierung oder Performance Marketing als Buzz-Words geführt, deren echter Wert nur selten zutage tritt. Welches Selbstverständnis und welchen Qualitätsanspruch haben Sie und Ihr Unternehmen bei der aktiven Mitgestaltung des deutschen und österreichischen Mittelstands?

Eser: Als vertrauensvoller Unternehmenspartner verfolgen wir den steten Anspruch nach höchster Qualität in allen tangierten Bereichen. Dabei spielt das Volumen des Mandates eine wesentlich geringere Rolle als das persönliche Verhältnis zum Verantwortlichen des mandatsgebenden Unternehmens. Wir erachten Komponenten, die von anderen Branchenvertretern als exklusive und gesondert honorierte Extraleistungen verkauft werden, als absolute Selbstverständlichkeit gemäß unserem unternehmensinternen Wertprinzip. Ein jeder Arbeitsschritt wird dem themenübergreifenden Anspruch des “Wir machen es möglich!” unterworfen.

Die Digitalisierung verändert und bedroht möglicherweise das Kerngeschäft von Unternehmen. Was würden Sie einer für das Unternehmen und deren Fortführung verantwortlichen Person raten, um die richtigen Bereiche ins Visier zu nehmen?

Eser: Eine ausnahmslose Null-Bullshit-Toleranz mit einem klaren Blick für die wesentlichen Bestandteile des Unternehmens aus wirtschaftlicher Perspektive! Ein hierfür adäquates und gern genutztes Werkzeug ist die ABC-Analyse mit dem vordefinierten Ziel, die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung bzw. einzelner Abteilungen und Produktsegmente genauestens unter die Lupe zu nehmen.

Als Unternehmensberater erweckt man häufig den Anschein des kühlen und distanzierten Arbeitsplatz-Vernichters, wobei es tatsächlich um die Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Stärkung der betroffenen Unternehmen geht. Selbstverständlich zählt zu unserem täglichen Aufgabengebiet die Reduktion etwaiger Kostenstellen im steten Interesse des Überlebens der Unternehmung, aber das ist nicht der Sinn und Zweck unseres Tuns.

Die Covid-19 Pandemie zeigte uns nachdrücklich, dass die Wichtigkeit der Digitalisierung (Remote-Work, vollständiges Online-Geschäft) präsenter ist denn je. Hat Covid-19 auch neue Trends hervorgebracht oder müssen wir die derzeitige Situation eher als Brandbeschleuniger begreifen?

Eser: Wir stellen fest, dass Covid-19 bereits zuvor bestehende Trends weiter antreibt. Remote-Work oder der Online-Handel waren bereits wichtige Themen und wurden durch die Pandemie nur noch mehr verstärkt. Bei allem Leid, das die Pandemie verursacht hat, muss aber auch gesagt werden: Unternehmer und Entscheidungsträger begreifen den Strukturwandel und sind aufgrund der brisanten Lage zu konkreten Handlungen gezwungen. Dies könnte sich in ein paar Jahren als die weniger schmerzhafte Konsequenz herausstellen, wenn man sich vor Augen führt, wie inkonsequent mit dem Thema vor Covid-19 umgegangen wurde.

Vor allem Industriebetriebe stehen mit der Industrie 4.0 und damit einhergehenden Digitalisierungsprozessen vor einem strukturellen Wandel. Besonders die Thematik wegfallender Arbeitsplätze ist viel diskutiert. Schadet uns die Digitalisierung schlussendlich sogar?

Eser: Ich glaube, dass wir überhaupt keine andere Wahl haben und es im Leben immer um Fortschritt geht. Dass Arbeitsplätze durch die Digitalisierung allgemein, doch vor allem durch die Industrie 4.0 obsolet werden, ist heute kein Geheimnis mehr. Wir sehen uns permanent mit unangenehmen Situationen konfrontiert, in welchen wir Entscheidungsträgern, aber auch der Belegschaft beibringen müssen, dass bestimmte Berufe schlichtweg auslaufen. Zwar differenzieren sich die konkreten Auswirkungen stark je nach Branche, doch vor allem Arbeitnehmer*innen in Industriebetrieben raten wir: Eine solide Aus- und Weiterbildung ist heute das A und O.

Wie würden Sie die zentrale Aufgabe der Firmenlenker im Hinblick auf Digitalisierung in einem Satz beschreiben?

Eser: Ich bin der Meinung, dass Unternehmen die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung nur dann gewinnen bzw. in vollem Umfang für sich nutzen können, wenn ein Verständnis dafür geschaffen wird, dass der Wandel von jedem einzelnen aktiv mitzugestalten ist. Im Chinesischen beutetet “Krise” zugleich “Chance” und wer das für sich und seinen Verantwortungsbereich akzeptiert, wird ohne größere Rückschläge oder sogar mit merklichem Wachstum aus dieser speziellen Phase hervortreten.

Weitere Informationen zu Matthias Walter Eser und seiner Unternehmensberatungsgesellschaft:
Der Ansatz von Matthias Walter Eser und seinem Unternehmen zur digitalen Transformation beginnt mit dem Definieren einer langfristigen digitalen Ambition. Diese mündet in einer entsprechenden Roadmap mit konkreten Projektzielen, Meilensteinen und Verantwortlichen. Wenn Sie Ihr Unternehmen nachhaltig an die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung heranführen möchten, bedarf es der klaren Zielsetzung und dem Engagement kompetenter Mitarbeiter, Berater und Partner. Mit der Matthias Walter Eser Unternehmensberatungsgesellschaft mbH finden Sie einen international vertretenen Berater, der Ihnen und Ihrem Unternehmen mit Empathie und der notwendigen Durchsetzungskraft die Möglichkeiten des digitalen Wandels nahebringt und gemeinsam mit seinem Team implementiert. Weitere Informationen finden Sie unter www.eser-consult.de oder per Mail an change@eser-consult.de.



Disclaimer

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