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Egbert Prior Amalphi: Vom Mauerblümchen zur Kursrakete?

Gastautor: Egbert Prior
07.04.2021, 12:02  |  640   |   |   

An der Börse führte die Amalphi AG ein Mauerblümchendasein, kaum jemand hatte sie auf dem Zettel.

An der Börse führte die Amalphi AG ein Mauerblümchendasein, kaum jemand hatte sie auf dem Zettel. Das Geschäftsmodell war wenig sexy: Wartung von IT-Hardware (Third Party Maintenance). Seit dem IPO 2011 schrumpften die Umsätze und unter dem Strich blieb ein Verlust. So dürften schätzungsweise 2020 lediglich 2,9 Millionen durch die Bücher gegangen sein, bei einem Nettoverlust von ungefähr 1 Million. Der Aktienkurs dümpelte jahrelang tief im Keller. Vor diesem Hintergrund beschloß der Vorstand, der Aktie neues Leben einzuhauchen. Letztes Jahr übernahmen die Münchener die Firma Medondo, die eine Software aus der Cloud für Ärzte entwickelt. Man könnte sagen: Eine kleine, auf den Gesundheitssektor spezialisierte SAP. Im Gespräch mit der Prior Börse sieht Amalphi-CEO Peter Biewald Parallelen zu Reverse-IPOs, die sich zur Zeit beträchtlicher Beliebtheit erfreuen. Dabei schlüpfen Unternehmen in einen bereits notierten Börsenmantel und sparen so Zeit und Geld. Der Unternehmenslenker sieht ein großes Potential für Medondo. 350.000 Arztpraxen gibt es in Deutschland mit viel Nachholpotential bei der Digitalisierung. Medondo möchte in den kommenden Jahren zu einer der führenden Softwarelösungen avancieren. Im Moment sei der Markt noch stark fragmentiert, die börsennotierte CompuGroup zählt zu den Marktführern. Zwecks Finanzierung der Übernahme und der Investitionen in die Weiterentwicklung der Software sowie den Vertrieb führte Amalphi eine Reihe von Bar- und Sachkapitalerhöhungen und die Plazierung einer Wandelanleihe durch. Der Aktienkurs hat sich seit November nahezu verdoppelt auf aktuell 4,54 Euro. Laut einer Studie von Sphene Capital hat die Aktie weiteres Potential. Die Analysten glauben, daß die Erlöse dank Medondo durch die Decke gehen werden. Von 5 Millionen im laufenden Turnus auf 33 Millionen 2024. Geht es so weiter, könnte der Umsatz 2026 sogar die Marke von 100 Millionen knacken. Das Schöne: Wenn man’s richtig macht, lassen sich mit Software schöne Margen einfahren. Ein durchaus branchentypisches Ebit von 25% unterstellt, blieben 2026 in diesem optimistischen Szenario 25 Millionen operativer Gewinn. Bedenken Sie, daß die aktuelle Marktkapitalisierung lediglich 47 Millionen erreicht. Zumal Amalphi möglicherweise demnächst zu einem „pure play“ avanciert. Eine Trennung vom margenschwachen Geschäft als IT-Dienstleister erschiene nur logisch. Auch für eine Umfirmierung in Medondo müßte man kein Marketinggenie sein. Fazit: Mauerblümchen mutiert zur Kursrakete. Die Aktie ist ein spekulativer Kauf.



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