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OHB-Chef Marco Fuchs begrüßt neues Selbstbewusstsein in der Raumfahrt / "Agenda 2025" des neuen ESA-Chefs Aschbacher bringt Europa wieder auf Augenhöhe mit China und USA (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
07.04.2021, 18:19  |  213   |   |   

Bremen (ots) - Marco Fuchs, CEO des Raumfahrtunternehmens OHB SE, hat die heute
vorgestellte "Agenda 2025" des neuen Generaldirektors der Europäischen
Raumfahrtagentur ESA, Josef Aschbacher, als Ausdruck neuen Selbstbewusstseins
begrüßt. "Die ESA unter Josef Aschbacher wird Europa unter der neuen Strategie
wieder auf Augenhöhe mit China und den USA bringen", schreibt Fuchs in seiner
Kolumne "Space Encounter", die im Digitalmagazin der OHB-Firmenwebseite
veröffentlicht wurde. Es gehe ihm dabei m Kern vor allem um drei Themen, die er
in der europäischen Raumfahrtstruktur neu ordnen wolle: Talent, Geld und
Geschwindigkeit.

"Talent meint, dass wir Europäer die besten Köpfe für neue, disruptive Lösungen
und die nötigen Innovationen benötigen", schreibt Fuchs. "Damit diese Talente
auch bei europäischen Raumfahrtunternehmen bleiben und nicht nach kurzer Zeit
den Rufen des Silicon Valley erliegen, muss auch mehr Geld für Startups und gute
Ideen fließen." Dass Aschbacher ankündigt, die ESA künftig auch als Ankerkunde
bzw. -investor auftreten zu lassen, hält der Bremer Raumfahrtunternehmer für
einen sehr wichtigen Schritt: "Denn leider fehlen uns in Europa große Geldgeber
wie Elon Musk oder Jeff Bezos, die Milliarden ihres eigenen Vermögens in
Raumfahrtfirmen investieren", so Fuchs. Schließlich komme es aber auch noch auf
Geschwindigkeit an. Und auch da habe Aschbacher die richtigen Schlüsse gezogen:
"Nur wenn es gelingt, jungen, aufstrebenden Firmen unbürokratisch die nötige
Unterstützung zu ermöglichen, können sie mit den Wettbewerben in China und den
USA mithalten".

Diese Maßnahmen seien jedoch nicht nur wichtig, um Europa wieder
wettbewerbsfähig mit den Amerikanern und Chinesen zu machen. Sie bereiteten die
gesamte Raumfahrtbranche in Europa auch auf die umwälzende Veränderung in
Richtung Kommerzialisierung vor. Diese Entwicklung habe in den USA schon vor
rund 20 Jahren eingesetzt - und so den Aufstieg von Unternehmen wie Space X oder
Blue Origin ermöglicht. "Es muss uns Europäern unbedingt gelingen, auch ein
solches Umfeld zu schaffen", fordert Fuchs. Als Beispiel nennt er das
Microlauncher-Startup Rocket Factory Augsburg. "Dort arbeiten rund 90 jungen
Talente, hochqualifizierte Ingenieur:Innen", schreibt Fuchs. "Das sind die
Talente, von denen Josef Aschbacher gesprochen hat. Sie arbeiten in einem
Unternehmen, das 2018 als Startup aus dem OHB-Konzern ausgegründet wurde und
deren Belegschaft wild entschlossen ist, den ersten deutschen Microlauncher zu
starten. Wir müssen zusehen, dass diese großartigen jungen Experten ihre Zukunft
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