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Es begann schon unter Helmut Kohl: Die Selbstzerstörung der CDU

Gastautor: Rainer Zitelmann
08.04.2021, 08:33  |  1149   |   |   

Die Ergebnisse der Sondierungen zwischen Grünen und CDU in Baden-Württemberg sind der letzte Akt eines Prozesses, der schon unter Helmut Kohl begonnen hat: Die CDU unterwirft sich bedingungslos den Grünen.

Die taz ist begeistert und jubelt über das Sondierungsergebnis zwischen CDU und Grünen in Baden-Württemberg. Am 7. April heißt es in dem linken Blatt: „Der bisherige Fahrplan macht jedenfalls Hoffnung, dass die kommenden fünf Jahre wesentlich grüner werden als in der Erstauflage dieser Koalition. Bis zu tausend neue Windräder in Staatswäldern sollen entstehen und Solarpanele auf den Dächern der Häuslebauer Pflicht werden… Auf ein neues Wahlrecht haben sich die künftigen Koalitionäre geeinigt, und das Wahlalter wollen sie auf 16 Jahre senken. Gut integrierte Geflüchtete sollen ein Bleiberecht erhalten, und auch die vor fünf Jahren von Grün-Rot verschobene Kennzeichnungspflicht für die Polizei soll nun kommen. All das haben die Koalitionäre in den Sondierungen vereinbart.“

taz: „Konservative Akzente sucht man sowieso vergeblich“

Das, so die taz, klinge „zu schön, als dass man es gleich glauben möchte“. Aber „dass sich die Union querstellt“ sei „zumindest für's Erste nicht zu erwarten.“ Treffender als die taz könnte man die Situation nicht analysieren: „Konservative inhaltliche Akzente sucht man in dem Fahrplan sowieso vergeblich. Der schwer angeschlagenen ehemaligen Staatspartei von Lothar Späth und Erwin Teufel reicht es offenbar, wieder mit am Kabinettstisch zu sitzen. Mancher in der Führungsspitze der Union ist froh, damit seine politische Zukunft gesichert zu haben.“

Das Ergebnis weise deutlich über Baden-Württemberg hinaus, so die taz, denn die Koalitionsbildung im Südwesten könne Einfluss auf den Bundestagswahlkampf im Herbst haben. „Denn wenn sich selbst die strukturkonservative Union in Baden-Württemberg, und sei es nur um des Machterhalts willen, zu Windrädern und Radwegen bekennt, kann das für die gesamte Union, egal ob von Söder oder Laschet geführt nicht so schwer sein. CDU-Wählern, denen diese Richtung nicht passt, bliebe dann ja noch die FDP.“

Einem Top-Manager platzt der Kragen

Lange Zeit haben große Teile der Wirtschaft und der bürgerlichen Medien die verhängnisvolle Entwicklung unter Angela Merkel gestützt – sei es durch beflissenen Opportunismus und Anbiederung an den grünen Zeitgeist, sei es durch Schweigen. Jetzt ist einem der Kragen geplatzt. Die „Welt am Sonntag“ veröffentlichte vergangenen Sonntag ein großes Interview mit Wolfgang Reitzle. Das Blatt nennt ihn „Maestro und Kultfigur der Autoindustrie (BMW, Ford, Conti), dazu Architekt des Weltkonzerns Linde“. Unter dem Interview wird darauf aufmerksam gemacht: „Wolfgang Reitzle ist Mitglied im Aufsichtsrat der Axel Springer SE… Das Interview fand unabhängig davon statt.“ Doch der Axel Springer Verlag, der Angela Merkel lange unterstützt hat, hat sich vor einiger Zeit von ihr losgesagt. Ob BILD oder Welt: Der Axel Springer-Verlag ist auf Anti-Merkel Kurs.

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1 Kommentare

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Kommentare

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08.04.21 10:31:03
Man kann es auch in einem Satz sagen: CDU/CSU verraten Deutschland

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Es begann schon unter Helmut Kohl: Die Selbstzerstörung der CDU Die Ergebnisse der Sondierungen zwischen Grünen und CDU in Baden-Württemberg sind der letzte Akt eines Prozesses, der schon unter Helmut Kohl begonnen hat: Die CDU unterwirft sich bedingungslos den Grünen.



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