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EZB könnte noch vor der Fed ihre Anleihekäufe zurückfahren

Gastautor: Sven Weisenhaus
08.04.2021, 10:03  |  1704   |   |   

Das nenne ich mal eine überraschende Bestätigung: Vorgestern hatte ich geschrieben, „dass die US-Notenbank bald genötigt sein wird, ein Abrücke von ihrer extrem expansiven Geldpolitik anzukündigen“. Und gestern ......

Das nenne ich mal eine überraschende Bestätigung: Vorgestern hatte ich geschrieben, „dass die US-Notenbank bald genötigt sein wird, ein Abrücke von ihrer extrem expansiven Geldpolitik anzukündigen“. Und gestern meldete sich der niederländische Notenbankchef Klaas Knot zu Wort. Nach seiner Einschätzung ist die Euro-Zone nach wie vor auf Kurs für eine robuste Erholung im späteren Jahresverlauf. Und dies könne es der Europäischen Zentralbank (EZB) möglich machen, ab dem 3. Quartal 2021 langsam ihre Notfall-Anleihenkäufe des PEPP-Programms herunterzufahren und auslaufen zulassen und sie wie vorgesehen im März 2022 zu beenden.

Zwar vermische ich hier auf den ersten Blick zwei Welten, weil ich mich vorgestern auf die US-Notenbank bezog und heute über die Europäischen Zentralbank schreibe, doch auf den zweiten Blick steckt hier folgende Überlegung hinter:

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Theoretisch müsste die Fed vor der EZB die Anleihekäufe reduzieren

Die Euro-Zone hinkt bei der wirtschaftlichen Erholung den USA deutlich hinterher. Wenn nun aber die EZB für die zweite Jahreshälfte deutlich optimistisch ist und sie schon ab dem 3. Quartal ihre Anleihekäufe reduzieren könnte, ja wann wird dann wohl die US-Notenbank damit beginnen?! Rein theoretisch müsste sie damit vor der EZB starten.

Und so sehe ich mich in meiner Einschätzung bestätigt, dass die Fed die Märkte bald auf einen Entzug vorbereiten wird, ähnlich wie es die EZB durch Klaas Knot gestern in einem ersten kleinen Schritt getan hat.

Denn eins ist sicher: Notenbankmitglieder tätigen solche Aussagen nie unüberlegt. Stattdessen sind solche vermeintlich nur aufgrund eines Interviews ausgesprochenen Ankündigungen meist als Testballons zu werten. Die Notenbank will sehen, wie die Märkte auf solche Aussagen reagieren. Im Zweifelsfall kann man diese dann im Nachgang relativieren und damit wieder einfangen.

Ein Gleichlauf von Inflation und Renditen gilt als harmlos

Knot äußerte sich auch zum Anstieg der Renditen in einer interessanten Art und Weise. „In dem Ausmaß, in dem die höheren nominalen Renditen von besseren Inflations- und Wachstumsraten getrieben sind, ist das für mich völlig harmlos“, sagte er. Steigen die Renditen im gleichen Tempo wie die Inflation, bedeutet dies konstante reale Renditen. Und damit könne er gut leben, so Knot.

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