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FREENET IM FOKUS Eher maue Leistung, hohe Dividende

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.04.2021, 08:35  |  3272   |   |   

BÜDELSDORF (dpa-AFX) - Mit einem schwachen Schlussquartal hat der Telekommunikationsanbieter Freenet das Corona-Jahr 2020 abgeschlossen und traut sich auch im laufenden Jahr noch nicht wirklich viel zu. Darüber hinweg sehen aber wohl die Aktionäre, die es vor allem auf die hohen Dividenden abgesehen haben. Was bei Freenet los ist, was die Analysten sagen und was die Aktie macht.

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Der Freenet-Konzern hat sich mit leichten Schrammen vom Corona-Jahr 2020 verabschiedet. Entsprechend vorsichtig geht das Unternehmen nun an das laufende Jahr heran: So will es sein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Durchschnitt halten und beim bereinigten Mittelzufluss eine Schippe drauflegen. Analysten werteten den Ausblick als enttäuschend.

Der Mobilfunk-Anbieter ohne eigenes Netz peilt für 2021 ein Ebitda von 415 bis 435 Millionen Euro an. Der Vorjahreswert lag in etwa in der Mitte der genannten Zahlen. Dabei vertraut das Management darauf, dass der Umsatz aus dem Segment TV und Medien weiterhin wächst und sich die Mobilfunkerlöse zumindest "stabil" entwickeln. Beim um Sondereffekte bereinigten Mittelzufluss will Freenet etwas besser werden und strebt nach 201,3 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr nun einen Wert zwischen 200 und 220 Millionen Euro an. Warum der Ausblick so verhalten ist, dazu äußerte sich Freenet bislang nicht.

Ohnehin hatten die Erlöse aus dem Mobilfunksegment im Corona-Jahr leicht abgenommen. Besonders stark war der Einschnitt in den letzten drei Monaten des Jahres, als der Umsatz um fast fünf Prozent einknickte. Dennoch meint das Management, die Pandemie "erfolgreich überstanden" zu haben.

Im Vertragskundengeschäft fehlen allerdings Erlöse, etwa weil Menschen nach wie vor weniger Reisen und somit Einnahmen aus dem internationalen Roaming-Geschäft fehlen. Dadurch fiel auch der durchschnittliche Umsatz pro Kunde. Zudem belasten immer wieder verordnete Lockdowns das Geschäft vor Ort, weil dadurch schwieriger Hardware vertrieben werden kann.

Deutlich erfreulicher lief es dagegen im Segment TV und Medien, bei dem Freenet nicht nur bei Umsatz und Ebitda punkten konnte: Die Streamingplattform waipu.tv konnte um starke 40 Prozent zulegen, während die Zahl der Abonnenten von Freenet TV um gut ein Zehntel einbrach.

Von den neuesten Zahlen will sich der Vorstand allerdings nicht irritieren lassen: Stattdessen will er die Unternehmensaktionäre mit einer attraktiven Ausschüttungspolitik bei Laune halten. Für das vergangene Jahr will Freenet 1,50 Euro als reguläre Dividende sowie eine Sonderdividende von 15 Cent auszahlen. Das ist eine immense Steigerung, nachdem das Unternehmen im Corona-Jahr nur 4 Cent als verpflichtende Mindestdividende ausgeschüttet hatte. Die übliche Dividende hatte Freenet wegen befürchteter Refinanzierungsprobleme durch die Corona-Krise damals gestrichen.


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