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Egbert Prior HanseYachts: Nach Ebbe folgt die Flut

Gastautor: Egbert Prior
12.04.2021, 12:53  |  1277   |   |   

Am 4. November rieten wir Mutigen bei 3,70 Euro zum Einstieg.

Am 4. November rieten wir Mutigen bei 3,70 Euro zum Einstieg. Die Pandemie hatte HanseYachts in eine Schieflage gebracht. Lieferketten funktionierten nicht mehr, in manchen Bereichen der Produktion gab es Coronausbrüche unter der Belegschaft. Im Shutdown wurden die Häfen für Sportboote geschlossen, wichtige Branchenmessen fanden nicht mehr statt. Der Aktienkurs stürzte von 11 Euro auf im Tief 2,30 Euro. Seither geht es wieder aufwärts! Aktuell mehr als eine Verdoppelung auf 5,35 Euro. Der Umsatz schrumpfte im Geschäftsjahr 2019/20 (per 30.6.) um 16% auf 128 Millionen. Das Nettoergebnis fiel mit minus 16 Millionen tiefrot aus. Die Eigenkapitalquote rutschte auf nur noch 7% ab. Ende September meldeten die Greifswalder den Verlust der Hälfte des Grundkapitals. Hintergrund war eine Abschreibung auf einen  Katamaranhersteller, den sich die Nordlichter vor gar nicht allzu langer Zeit einverleibt hatten. Doch es gelang, HanseYachts vor dem Untergang zu retten: Der Mehrheitsaktionär, die Beteiligungsgesellschaft Aurelius, wandelte ihre Darlehen in Aktien um. Basis für Kreditzusagen von Banken war eine Bürgschaft von Mecklenburg-Vorpommern. Anteilseigner steuerten über eine Kapitalerhöhung frisches Eigenkapital bei. Mittlerweile gibt es Anzeichen für einen bevorstehenden turnaround. Per Ende Dezember verzeichneten die Hanseaten einen Rekordauftragsbestand in sämtlichen Segmenten – Segel-, Motoryachten und Katamarane. Gegenüber dem Vorjahr kletterte das Orderbuch um 64% auf 154 Millionen. Der Vorstand berichtet, daß sich Boote einer so großen Beliebtheit erfreuen wie in den vergangenen 15 Jahren nicht. Bis zum Ende des Geschäftsjahres (30.6.) sind sämtliche Bootsmarken komplett ausverkauft. Während das Virus Kreuzfahrten, Reisen und die Hotellerie ausbremst, sieht Hanse-Yachts das eigene Boot als Alternative. Jetzt gehen die Greifswalder in die Offensive. Sie bestellen einen neuen Vorstandschef. Hanjo Runde ist derzeit CEO des Küchenherstellers SieMatic und wird zum 1. Dezember beim Bootsbauer anheuern. Die bisherigen Vorstände Jens Gerhardt und Sven Göbel bleiben an Bord. Der neue Kapitän soll Kurs auf „weitere Wachstumsphasen“ nehmen und die Digitalisierung vorantreiben. Schließlich soll der Bootsverkauf auch über das Internet möglich sein. Der Mehrheitsaktionär Aurelius (80%) sieht für Hanse-Yachts ganz offenbar eine glänzende Zukunft. Schon heute ist das Unternehmen einer der weltweit größten Hersteller hochseetauglicher Segel- und Motoryachten sowie von luxuriösen Katamaranen. Aktueller Börsenwert rund 85 Millionen. Ungefähr der halbe Jahresumsatz. Das ist billig. Fazit: Der Mehrheitsaktionär läßt HanseYachts nicht fallen. Der starke Auftragseingang ist mehr als ein Silberstreif am Horizont. Die Aktie ist ein spekulativer Kauf.



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