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BGH fällt verbraucherfreundliches Urteil im Diesel-Abgasskandal / VW muss Kläger Finanzierungskosten erstatten / EA189-Klagen lohnen sich auch 2021

Nachrichtenagentur: news aktuell
13.04.2021, 16:45  |  228   |   |   

Lahr (ots) - Der erste Diesel-Abgasskandal bei Volkswagen um den Motor EA189 ist
noch längst nicht zu Ende. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 13. April 2020 ein
verbraucherfreundliches Urteil zur Erstattung von Finanzierungskosten beim
Autokauf verkündet ( Az. VI ZR 274/20 (https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDo
cs/Pressemitteilungen/DE/2021/2021080.html;jsessionid=1CC97439FD4EE219CEA3D88495
C86C85.2_cid368?nn=10690868) ). Nach Ansicht des BGH sind die Kosten der
Finanzierung wie etwa Zinsen und Gebühren dem Verbraucher zu erstatten, wenn
seine Klage im Abgasskandal erfolgreich war. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer
Rechtsanwaltsgesellschaft mbH wertet das Urteil als Meilenstein im Kampf für
mehr Verbraucherschutz.

Für VW ist der erste Dieselskandal nicht ausgestanden. Erstens ist nichts
verjährt. Zweitens gibt es Indizien, wonach das Software-Update zum EA189
unzulässig ist. Dr. Stoll & Sauer empfiehlt Verbrauchern die kostenlose Beratung
im kanzleieigenen Online-Check
(https://www.dr-stoll-kollegen.de/abgasskandal/klageweg-pruefen) . Die Kanzlei
gehört zu den führenden im Dieselskandal. Die Inhaber haben in der
VW-Musterfeststellungsklage für 260.000 Verbraucher einen 830-Millionen-Euro-
Vergleich (https://www.dr-stoll-kollegen.de/news-urteile/abgasskandal/diesel-abg
asskandal-vw-zahlt-teilnehmer-der-musterfeststellungsklage) ausverhandelt.

Deutliches Signal für mehr Verbraucherschutz durch den BGH

Für Kunden von Autobauern hat der BGH mit seinem vorliegenden Urteil ein
verbraucherfreundliches Signal gesetzt. Sind Verbraucher sittenwidrig und
vorsätzlich geschädigt worden, haben sie nicht nur ein Anrecht auf
Rückabwicklung des Kaufvertrags, sondern auch auf die Erstattung der
Finanzierungskosten für das Auto. Rund 65 Prozent der Neuwagen in Deutschland
werden von Banken finanziert. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer fasst die
wichtigsten Eckdaten zum BGH-Urteil kurz zusammen:

- Die Klägerin erwarb im Februar 2013 von einem Autohaus einen gebrauchten VW
Golf. Den Kaufpreis bezahlte sie zum Teil in bar, den Rest finanzierte sie mit
einem Darlehen der Volkswagen Bank. Das Fahrzeug ist mit einem Dieselmotor des
Typs EA189, Schadstoffnorm Euro 5 ausgestattet.
- Die Vorinstanzen haben VW aufgrund vorsätzlicher und sittenwidriger Schädigung
nach §826 BGB zu Schadensersatz verurteilt. Strittig war zum Schluss noch die
Frage, ob VW auch die Finanzierungskosten des Fahrzeugs in Höhe von 3.275,55
EUR (Darlehenszinsen und Kreditausfallversicherung) ersetzen muss.
- Der sechste Zivilsenat urteilte, dass die Klägerin so zu stellen sei, als wäre
es nicht zu dem Autokauf gekommen. "Hätte die Klägerin das Fahrzeug nicht
gekauft, hätte sie den Kaufpreis nicht mit einem Darlehen der Volkswagen Bank
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BGH fällt verbraucherfreundliches Urteil im Diesel-Abgasskandal / VW muss Kläger Finanzierungskosten erstatten / EA189-Klagen lohnen sich auch 2021 Der erste Diesel-Abgasskandal bei Volkswagen um den Motor EA189 ist noch längst nicht zu Ende. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 13. April 2020 ein verbraucherfreundliches Urteil zur Erstattung von Finanzierungskosten beim Autokauf verkündet ( Az. …

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