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ROUNDUP Zweitimpfung nach Astra mit anderem Präparat - Debatte über Impftempo

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
14.04.2021, 13:08  |  641   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Unter 60-Jährige, die bereits einmal mit Astrazeneca geimpft wurden, sollen für ihre Zweitimpfung in der Regel die Präparate von Biontech oder Moderna erhalten. Auf diese Empfehlung haben sich die Gesundheitsminister der Länder einstimmig geeinigt und folgen damit dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Im Einzelfall soll aber auch eine Zweitimpfung mit Astrazeneca möglich sein.

Diskutiert wird unterdessen darüber, welche Folgen der Impfstopp mit dem Präparat von Johnson & Johnson in den USA und die Verzögerungen des Marktstartes mit dem Vakzin für das Impftempo in Deutschland haben könnten. Zudem kommt Kritik von den Kassenärzten an der Verteilung der Impfstoffe zwischen Impfzentren und Arztpraxen. Sie warnen davor, dass dadurch die Impfkampagne "massiv ins Stocken geraten" könnte.

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Für die mehr als zwei Millionen Menschen unter 60, die laut Gesundheitsministerium eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben, gibt es nun Klarheit: "Zwölf Wochen nach der Erstimpfung erfolgt die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech oder Moderna)". Wie es weiter im gemeinsamen Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern heißt, können aber "übergangsweise" auch schon ab der neunten Woche nach der ersten Impfung Zweitimpfungen stattfinden, wenn bereits entsprechend frühere Termine vereinbart sind. Wer möchte, kann "im Einzelfall" nach Rücksprache mit dem Arzt auch seine Zweitimpfung mit Astrazeneca bekommen.

Hintergrund der Empfehlung sind Fälle von Hirnvenen-Thrombosen nach einer Impfung mit Astrazeneca. Experten vermuten, dass das sehr geringe Risiko vor allem jüngere Menschen betrifft. Johnson & Johnson hatte am Dienstag wegen Berichten über solche Thrombosen nach der Impfung den Marktstart seines Präparats in Europa aufgeschoben. Die Behörden in den USA hatten zuvor ein vorübergehendes Aussetzen der Impfungen empfohlen, nachdem im Land sechs Fälle erfasst worden waren. In der EU ist der Impfstoff von Johnson & Johnson am 11. März zugelassen worden.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte am Mittwoch im Deutschlandfunk: "Ich glaube nicht, dass es ein permanenter Rückschlag ist, die Sinusvenenthrombosen waren auch bei Johnson & Johnson zu erwarten." Die Komplikationen seien so rar, "dass der Impfstoff nach einiger Zeit wieder verimpft wird, in den Vereinigten Staaten, und der Impfstart in Europa dann auch beginnen wird", sagte Lauterbach. "Man wird wahrscheinlich auch hier wieder darüber nachdenken müssen, ob man den Impfstoff bei den über 60-Jährigen spezifisch einsetzt."


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