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Coinbase – hier startet der Handel

Gastautor: Daniel Saurenz
14.04.2021, 16:17  |  2065   |   |   

Ausblick_Symbol_SchweizSeit 15.30 Uhr haben die großen Börsenplätze in den USA geöffnet, bis zur Coinbase-”Eröffnung” dauert es jedoch noch ein paar Minuten. Wir erwarten eine erste Taxe an der Nasdaq gegen 16.30 Uhr. Dann sollte auch bald der Handel in Deutschland beginnen. Gettex ist in München direkt am Start und stellt zeitnah nach dem Handelsstart in New York einen Kurs. Hier findet ihr die Aktie.  

Am Mittwoch geht Coinbase in den USA an die Börse, genauer gesagt via Direkt-Listing an die Nasdaq. Der Börsengang dürfte eine Duftmarke setzen. Gemessen an der Aufmerksamkeit muss man davon ausgehen, dass Coinbase zum Referenzpreis von 250 Dollar um mehr als 100 Prozent zulegen wird. Wir rechnen derzeit mit einem Kurs von bis zu 600 Dollar. In unserem Börsendienst haben wir uns ausführlich mit Coinbase beschäftigt. Hier könnt ihr unseren Dienst testen.  Ohnehin stellen wir wir immer wieder vor, wo man wie Kryptowährungen handeln kann. Früher hat man Gold als Absicherung im Depot empfohlen, aktuell geht der Trend zum “digitalen Gold”, also Bitcoin. Natürlich verbunden mit ungleich höherer Volatilität.

Der Referenzpreis wurde am Dienstag auf 250 Dollar festgelegt. Das entspricht einer Marktkapitalisierung von 64 Milliarden Dollar, womit die Aktie bei 100 Milliarden-Marktkapitalisierung bei rund 380 Dollar notieren würde. Aktuell gibt es eine Pre-Taxe auf Token-Basis – hier bei ftx.com zu finden.

Mit dem Bitcoin-Boom seit Sommer 2020 ist auch das Geschäft bei Coinbase explodiert. Vom ersten Quartal 2020 bis zum ersten Quartal 2021 konnte man den Umsatz von 190 Millionen auf 1,8 Milliarden steigern. Für die kommenden Jahre wird ebenfalls ein hohes Wachstum erwartet, was sich eben in der Bewertung niederschlägt. Man muss natürlich darauf verweisen, das Coinbase sehr profitabel ist, was bei größeren Börsengängen keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Die traditionelle Börsen-Konkurrenz ist deutlich günstiger bewertet. Die Nasdaq bringt 25 Milliarden Dollar auf die Waage, bei der ICE; die hinter der NYSE steht, sind es 65 Milliarden. Bei Coinbase stehen sehr viel geringere Umsätze, gegen eine deutlich höhere Marge. Coinbase verdient an jeder Transaktion 0,46 Prozent. An regulären Handelsplätzen sind die Erlöse mit 0,01 Prozent nahezu verschwunden. Zwar ist davon auszugehen, dass sich das Handelsvolumen in den kommenden Jahren weiter stark ausweiten wird, ebenso dürften aber auch die Gebühren schrumpfen. Mit zahlreichen neuen Anbietern wird es für Coinbase schwierig das Gebührenmodell aufrecht zu erhalten. Im ersten Quartal 2021 hatte man einen Marktanteil im kompletten Krypto-Kosmos von 11,6 Prozent. Dabei waren 56 Millionen Nutzer auf der Plattform registriert.

Bei Coinbase entfielen im Jahr 2020 56 Prozent der Umsätze auf Bitcoin und Ethereum. Die Aktie wird ohne Frage ein „Bitcoin-Play“ und mittelfristig eine sehr hohe Korrelation zum Bitcoin aufweisen. Das birgt natürlich auch hohe Risiken. Neben der ohnehin schon hohen Bewertung von Coinbase, ist der Bitcoin mit über 60.000 Dollar auf ein sehr hohes Niveau gestiegen. Eine Korrektur um 30 oder 40 Prozent wäre jederzeit möglich, was bei Coinbase entsprechende Kursturbulenzen mit sich bringen würde.

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