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Experteninterview "Status Quo der IT-Sicherheit in Deutschland" mit Jens Albrecht, Geschäftsführer der concentrade GmbH

Gastautor: Seyit Binbir
19.04.2021, 13:27  |  2683   |   |   

Jens Albrecht, Geschäftsführer der concentrade GmbH spricht exklusiv über den Status Que der IT-Sicherheit in Deutschland.

Herr Albrecht, gerade die Corona-Krise hat viele Unternehmen unterschiedlichster Branchen vor große Herausforderungen in puncto IT-Sicherheit gestellt. Wie bewerten Sie nach einem Jahr Pandemie die aktuelle Situation im Allgemeinen?

Nach einer turbulentem Anfangsphase ist mittlerweile Alltag eingekehrt. In den IT-Abteilungen unserer Kunden wird professionell und routiniert an der IT-Sicherheit gearbeitet. In den ersten Monaten der Pandemie war die Situation natürlich von der breiten Verlagerung von Mitarbeitern ins Home Office geprägt. Dabei haben wir lange nicht mehr gesehene Engpässe erlebt, darunter Notebooks, Webcams und anderes. Zudem verfügten einige Mitarbeiter auf Seiten der Kunden nicht über die notwendige Internetanbindung – zumal die Bandbreite für das Home Office mit dem für das Home Schooling in Konkurrenz trat. Dies hatte sich aber bei unseren Kunden bereits im Herbst letzten Jahres deutlich verbessert. Und so sind auch die IT-Abteilungen allerorts wieder aus dem Krisenmodus herausgekommen.

Allerdings haben wir auch im Bereich IT-Sicherheit eine Zwei-Klassen-Gesellschaft erlebt. Es gab diejenigen Unternehmen, die über gute Sicherheitskonzepte verfügten – darunter die meisten unserer Kunden - und diejenigen Unternehmen, die der IT-Sicherheit bereits vor der Pandemie nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Bei Letzteren haben die IT-Abteilungen wirklich eine harte Zeit hinter sich gebracht und haben sich immer nur von Tag zu Tag beholfen. Dort wurden in der Anfangszeit auch Systeme ohne jede Absicherung ins Home Office verlagert. Die Schere zwischen gut geschützten und weniger gut abgesicherten Unternehmen ist mit der Pandemie also eher weiter auseinander gegangen. Die Unternehmen mit einer strukturierten Herangehensweise an die Sicherheit ihrer Infrastruktur waren besser vorbereitet.

Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen aktuell?

Aktuell sehen sich Unternehmen einer wachsenden Zahl von Ransomware-Angriffen gegenüber. Hier spielen die kurzfristige Verlagerung der Arbeitsplätze ins Home-Office ebenso wie die teils nicht vollständig abgeschlossenen Migrationen auf Microsoft Office 365 in die Cloud eine große Rolle. Zumindest wollen Angreifer hier der IT-Sicherheit in Unternehmen auf den Zahn fühlen. Das Stichwort lautet Identitätsdiebstahl. Mit Sorge haben Unternehmen die verheerenden Auswirkungen erfolgreicher Angriffe registriert. Denken Sie an den Angriff auf das Universitätsklinikum Düsseldorf, wo der Krankenhausbetrieb mehrere Tage unterbrochen war. Es wäre noch schlimmer gekommen, hätten die Angreifer die Ransomware-Attacke nicht freiwillig abgebrochen. Die Angreifer hatten es auf die Universität Düsseldorf statt des Universitätsklinikum abgesehen. Es gehört nicht viel Vorstellungsvermögen dazu, sich das volle Ausmaß des Angriffs auszumalen. Nur die wenigsten Unternehmen sind tatsächlich in der Lage, aus Datensicherungen wirklich hundert Prozent ihrer Systeme und Anwendungen wiederherzustellen. Daher ist natürlich die größte Herausforderung, es gar nicht so weit kommen zu lassen.

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