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Immobilieneigentümer Übergangsregelung zum Energieausweis bis 30. April 2021 nutzen / Verbrauchsausweise werden teurer / Immobilieneigentümer können jetzt Kosten sparen

Nachrichtenagentur: news aktuell
19.04.2021, 12:30  |  273   |   |   

Leinfelden-Echterdingen (ots) - Immobilieneigentümer ohne gültigen
Energieausweis für ihr Bestandsgebäude können bis Ende April eine Übergangsfrist
nutzen. Diese ermöglicht es ihnen, einen für zehn Jahre gültigen Nachweis nach
den bisherigen Vorgaben der alten EnEV zu beschaffen - und so Kosten zu sparen.
Denn: Anfang November 2020 ist das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft
getreten und hat die Energieeinsparverordnung (EnEV) abgelöst.
"Immobilieneigentümer, die keinen gültigen Energieausweis besitzen, können von
einer Übergangsregelung profitieren. Dabei gibt es jedoch Unterschiede, welcher
Typ für welches Gebäude Pflicht ist", sagt Samina Julevic, COO des
Immobilienmaklernetzwerks Remax Germany.

Ein gültiger Energieausweis ist seit 2008 Pflicht für fast alle Wohn- und
Nichtwohngebäude, die verkauft oder vermietet werden sollen. Verschiedene
Gesetzesnovellen haben seitdem nachjustiert, um mögliche Schlupflöcher zu
schließen und Energiewerte transparenter auszuweisen. "Dass der Gesetzgeber
jetzt die Daumenschrauben ordentlich anzieht, bedeutet für Immobilieneigentümer,
dass sie an einem gültigen Energieausweis nicht mehr vorbeikommen. Ausnahmen
sind selten und gelten nur für Gebäude, die nicht regelmäßig bewohnt und beheizt
werden", erklärt Julevic und rät verunsicherten Eigentümern, gegebenenfalls
einen Makler hinzuzuziehen.

Verbrauchs- oder Bedarfsausweis: Kosten variieren und steigen

Wer einen Energieausweis für seine bestehende Immobilie beschaffen will, kann
zwischen einem Verbrauchs- und einem Bedarfsausweis wählen. Während der
Bedarfsausweis mit 400 bis 500 Euro zu Buche schlägt, kostet der
Verbrauchsausweis bisher nur rund 25 bis 100 Euro. "Ab dem 1. Mai 2021 wird der
Verbrauchsausweis jedoch teurer, daher sollten Immobilienbesitzer jetzt
handeln", sagt Julevic. Der Verbrauchsausweis ist allerdings nur dann zulässig,
wenn das Gebäude mindestens fünf Wohnungen umfasst, der Bauantrag nach dem 1.
November 1977 gestellt wurde und das Gebäude nach der Wärmeschutzordnung von
1977 errichtet oder nachgerüstet wurde. Diese Ausweisvariante war bisher nur
deshalb günstiger, weil sie weniger aussagekräftig war. So wies der
Verbrauchsausweis bisher für Wohngebäude nur die Verbrauchswerte von Heizung und
Warmwasser aus. Ab Mai 2021 soll er aber zudem Treibhausemissionen und damit den
CO2-Fußabdruck nachweisen - etwa durch Vor-Ort-Begehungen oder anhand geeigneter
Fotos.

Umfangreicher Bedarfsausweis

Der Bedarfsausweis dagegen ist laut Remax die umfangreichere Variante des
Energieausweises und bei Bestandsgebäuden Pflicht, wenn sie weniger als fünf
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