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Verwertung von recycelbarem Material bei Gebäudeabbrüchen steigern / Forschungsprojekt RECBest gestartet (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
19.04.2021, 13:15  |  142   |   |   

Altenberge (ots) - In den nächsten Jahren wird weiter mit einem erhöhten
Abfallaufkommen von Bau- und Abbruchmaterialien zu rechnen sein. Baustoffe in
Gebäuden haben ein hohes Recyclingpotenzial, das aktuell aufgrund fehlender
Verfahren noch nicht optimal ausgeschöpft wird. Das neue, für zwei Jahre durch
das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte
Forschungsprojekt RECBest setzt genau hier an. Die Partner aus Forschung und
Wirtschaft haben sich zum Ziel gesetzt, sichere Verfahren für die genaue
Erfassung von Schadstoffen im Gebäudebestand, deren Sanierung und Abbruch sowie
das Recycling zu einem hochwertigen Recyclingmaterial (RCM) zu entwickeln.

Die Realität zeigt, dass Gefahrstoffe wie Asbest vor dem Abbruch eines Gebäudes
oft nicht oder nur unvollständig erkannt werden und deshalb bei der
Weiterverarbeitung des Materials im Stoffkreislauf auftreten. Auch die
fachgerechte Deponierung des Bauschutts kann dann schwieriger werden. "Zukünftig
kann die Kommunikation in Wertschöpfungsketten mittels verbindlicher Zertifikate
ein wesentlicher Verfahrensweg sein, die optimale Ressourcenverwertung und damit
Sicherung eines etablierten Wirtschaftsgutes zu erreichen. Das ist ein weiterer
wichtiger Schritt in Richtung zu mehr Nachhaltigkeit und optimaler
Ressourcennutzung", erläutert Projektkoordinator Dr. Jens Reiber von der
WESSLING GmbH. Dafür entwickeln die Beteiligten des Forschungsprojektes ein
sicheres Konzept für den Prozessablauf beim Umgang mit schadstoffbelasteten
Gebäuden - von der Erfassung über die Sanierung und den Abbruch bis zum
Recycling und zur Restentsorgung. Außerdem wird ein Prüfsystem konzipiert und
erprobt, das die Recyclingprodukte wirksam absichern soll.

Höhere Sicherheit und mehr Verbindlichkeit bei der Prüfung im Baubestand

In Zukunft soll auf Grundlage einer Prüfung zu Beginn eines Projektes ein
Gutachten erstellt werden, das als Zertifikat für alle Stufen des Prozesses
verfügbar und damit nutzbringend anwendbar gemacht wird. Eine Untersuchung, die
bislang nur für den Fachsanierer von Nutzen war, bildet jetzt auch die Grundlage
für die nachfolgende Behandlung und Verwendung von Recyclingmaterialien. Da die
Baumaterialien vor Abbruch deutlich besser von Störstoffen trennbar sind, kann
das bisherige "Downcycling" zum Straßenbaustoff und zu Restmengen zu einem
"Upcycling" aufgewertet werden.

Verbundpartner und assoziierte Partner im Projekt RECBest

Die Verbundpartner sind: WESSLING GmbH (Koordinator), Technische Universität
Berlin mit dem Fachgebiet Bauphysik und Baukonstruktionen (FGBB) und dem
Fachgebiet Mechanische Verfahrenstechnik und Aufbereitung (FGMVTA), Kluge
Sanierung GmbH, Buhck Umweltservices GmbH & Co. KG, unterstützt durch die
assoziierten Partner REMEX Mineralstoff GmbH, Bundesverband der Deutschen
Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. (BDE), Bundesvereinigung
Recycling-Baustoffe e. V. (BRB), Gesamtverband Schadstoffsanierung e. V. (GVSS)
sowie ContrinoConsulting - Ingenieurbüro Bau und Umwelt.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
unter dem Förderkennzeichen 033R268A gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt
liegt bei den jeweiligen Teilprojektleiter:innen.

Pressekontakt:

Dr. Jens Reiber
Projektkoordinator RECBest
Tel. 02505 89-693
mailto:jens.reiber@wessling.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/136529/4892351
OTS: WESSLING GmbH



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