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ROUNDUP Grüne schicken Baerbock ins Rennen ums Kanzleramt

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
19.04.2021, 16:02  |  126   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Erstmals in ihrer Geschichte haben die Grünen eine Kanzlerkandidatin: Parteichefin Annalena Baerbock. Die 40-Jährige kündigte nach der Nominierung durch den Parteivorstand am Montag in Berlin an, Deutschland grundlegend verändern zu wollen. "Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass dieses Land einen Neuanfang braucht." Für die Bundestagswahl am 26. September formulierte sie einen klaren Machtanspruch: "Verändern statt zu versprechen: Jetzt ist die Zeit, in diesem Sinne eine gute Regierung anzuführen", sagte sie. "Ich trete an für Erneuerung. Für den Status quo stehen andere."

Mit der Entscheidung für Baerbock gingen monatelange Spekulationen zu Ende. Die Grünen-Chefin muss zwar noch auf einem Parteitag vom 11. bis 13. Juni bestätigt werden. Das gilt aber als Formsache. Die Partei hatte die Klärung der Kandidatenfrage ihren beiden Vorsitzenden Baerbock und Robert Habeck (51) überlassen. Die beiden verständigten sich untereinander geräuschlos - nach eigenen Angaben schon vor Ostern. Die Bundestagswahl ist am 26. September.

Habeck sagte: "In dieser Situation führt der gemeinsame Erfolg dazu, dass einer einen Schritt zurücktreten muss." Trotzdem will er die Grünen zusammen mit Baerbock als Spitzenduo in den Wahlkampf führen. Er würdigte seine Co-Vorsitzende als "kämpferische, fokussierte, willensstarke Frau". Baerbock hatte schon seit einiger Zeit als Favoritin für die Kandidatur geholten. Von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der ersten Frau im Kanzleramt, kamen Glückwünsche.

WAHLKAMPF GEGEN ZWEI MÄNNER

Die Grünen hatten sich angesichts der seit 2018 hohen Umfragewerte erstmals für eine Kanzlerkandidatur entschieden. Derzeit sind sie mit mehr als 20 Prozent zweitstärkste Kraft hinter der CDU/CSU und vor der SPD.

Baerbock ist bei der 20. Bundestagswahl seit 1949 erst die zweite Frau nach Merkel, die sich ums höchste Regierungsamt bewirbt. Sie wird bei der Wahl gegen zwei Männer antreten: Die SPD hat Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz nominiert. Die Union schwankte bis Montag noch zwischen den Vorsitzenden von CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder.

Die anderen drei im Bundestagsparteien stellen Spitzenkandidaten auf, die sie aber nicht Kanzlerkandidaten nennen wollen. Für die FDP wird das Partei- und Fraktionschef Christian Lindner sein. Bei AfD und Linken gibt es noch keine Entscheidung.

KEINE KOALITIONSPRÄFERENZ - "WIR TROTTEN NICHT ANDEREN HINTERHER"

Anders als bei CDU und CSU gab bei den Grünen weder Streit noch größere öffentliche Diskussionen über die Kandidatenkür. Deswegen wird auch auf dem Parteitag große Zustimmung erwartet.


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