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Gute Chancen für neue Rekorde

Gastautor: Daniel Saurenz
20.04.2021, 06:00  |  921   |   |   

Börse_München_SchriftzugRekordjagd dauert an: Die deutschen Aktienbörsen haben in der vergangenen Woche erneut zugelegt. Dabei bewegten sich die Märkte über weite Strecken eher seitwärts, bevor es zu Ende der Handelswoche deutlich nach oben ging. Für Schwung sorgten einerseits starke Vorgaben der US-amerikanischen Pendants sowie positiv ausgefallene US-Konjunkturdaten, andererseits gut aufgenommene Unternehmensnachrichten. So hoben vorläufige Zahlen zum ersten Quartal von Daimler die Stimmung der Anleger ebenso wie beispielsweise der überraschend robuste Jahresstart von HeidelbergCement. Wir stellen die Einschätzung von Robert Ertl, Börse München, vor. 

Dax-Familie mit neuen Höchstständen

Der Deutsche Aktienindex (Dax) markierte am vergangenen Freitag ein neues Rekordhoch und gewann im Wochenvergleich 1,5 Prozent auf 15.459,75 Punkte. Größte Wochengewinner im Index waren wie bereits in der Vorwoche die Titel von Deutsche Wohnen mit einem Kursplus von 7,7 Prozent. Dies hatte die Immobiliengesellschaft mit starkem Fokus auf den Berliner Wohnimmobilienmarkt vor allem der abschlägigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Berliner Mietendeckel zu verdanken. Auf Platz zwei der Wochengewinnerliste stand Delivery Hero mit einem Kursanstieg um knapp 7,3 Prozent. Der MDax legte im Wochenvergleich um 1,6 Prozent auf 33.263,21 Zähler zu, auch hier gab es am vergangenen Freitag einen neuen Höchststand. Der TecDax rückte um 1,2 Prozent auf 3.525,62 Punkte vor. Gegen den Trend büßte der m:access All-Share 3,8 Prozent auf 2.894,80 Zähler ein. Zurückzuführen war dies in hohem Maße auf Kurseinbrüche bei den drei Indexwerten GORE German Office Real EstateHomes & Holiday sowie PREOS Global Office Real Estate & Technology, die übrigen Indexwerte verzeichneten überwiegend Wochengewinne.
Daimler zählte zu den Gewinnern der vergangenen Handelswoche und überholte an Marktkapitalisierung den bisherigen Primus SAP. Im Bild die außerordentliche Marketingkampagne für den rein elektrischen EQS unter dem Motto: This is for you, world”.

Deutsche Anleihen: Kurse haben nachgegeben

Die Kurse an den deutschen Anleihemärkten haben in der vergangenen Woche nachgegeben. Zum einen sorgten anziehende Preis- und Inflationszahlen aus den USA für Druck auf Anleihen dies- wie jenseits des Atlantiks, zum anderen belastete vor allem zu Ende der Handelswoche die gestiegene Risikoneigung der Anleger die Bundespapiere. In der Folge stieg die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe im Wochenvergleich von -0,30 auf -0,27 Prozent. Die Umlaufrendite zog von -0,36 auf -0,32 Prozent an.

USA: Es läuft weiter…

Die US-Aktienbörsen haben in der vergangenen Woche erneut Gewinne verzeichnet. Beobachter führten dies hauptsächlich auf die immer mehr in Fahrt kommende Konjunktur und die Fortschritte bei der Corona-Impfkampagne zurück. Der Dow-Jones-Index verbesserte sich im Wochenvergleich um 1,2 Prozent auf 34.200,67 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 1,4 Prozent auf 4.185,47 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-100-Index legte um ebenfalls 1,4 Prozent auf 14.041,91 Punkte zu. Alle drei genannten Indizes erreichten am vergangenen Freitag neue Rekordstände.

Ausblick: Alles spricht für Aktien

Zwar sind weiterhin Stimmen zu vernehmen, die angesichts der jüngsten deutlichen Gewinne vor einer Korrektur an den deutschen Aktienbörsen warnen, das Gros der Marktbeobachter sieht beim Blick auf die aktuelle Woche aber gute Chancen für neue Rekorde. Die Kombination von wirtschaftlicher Erholung vor allem in den USA und einer anhaltend sehr lockeren Geldpolitik spreche unverändert klar für Aktien, heißt es zur Begründung.

In Puncto Geldpolitik stehen dabei in den kommenden Tagen mehrere wichtige Termine an. So geben die kanadische und die chinesische Notenbank ihre Zinssatzentscheidungen bekannt, die hiesigen Anleger dürften aber wohl auf die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) fokussieren. Dabei gilt unter Experten als ausgemacht, dass die EZB ihre sogenannte Politik des billigen Geldes bestätigen wird. Hinsichtlich der Wirtschaftszahlen dürften in der aktuellen Woche vor allem die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone sowie aus den USA der Aktivitätsindex der Chicago Fed, Einkaufsmanagerindizes und Daten vom Immobilienmarkt interessieren.

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