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Netflix und die (zu) hohen Erwartungen

Nachrichtenquelle: marktEINBLICKE
20.04.2021, 06:14  |  203   |   |   

Die Corona-Sonderkonjunktur dürfte bald abflachen, und der Wettbewerb im Streaming-Markt wird immer stärker. Bleibt Netflix trotzdem auf dem Wachstumspfad?

Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Lockdowns hatten im vergangenen Jahr bei den sogenannten „Stay-at-Home“-Titeln beeindruckende Kursfeuerwerke entfacht. Dazu gehörte auch die Aktie von Netflix (WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061).

Corona-Sonderkonjunktur vor dem Ende?

Nachdem die Papiere im März 2020 im Zuge des Börsen-Crashs kurzzeitig auf 265 Euro absackten, legte der Kurs bis zum Juli zurückliegenden Jahres um rund 90 Prozent zu und markierte ein Rekordhoch bei 505 Euro. Doch im Anschluss war aus der Netflix-Aktie irgendwie die Luft raus, denn die Notierungen gingen in einen Seitwärtslauf über, der bis heute andauert.

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Grund für das nachgelassene Interesse an der Aktie dürfte die Befürchtung sein, dass die Corona-Sonderkonjunktur für Netflix früher oder später beendet sein könnte. Es herrscht die Sorge, dass sich dies schon bald in nachlassenden Kundenzuwächsen niederschlagen wird.

Der Wettbewerb wird immer härter

Auch der steigende Konkurrenzdruck wird von vielen Anlegern kritisch beäugt. So kamen neben den etablierten Konkurrenten wie vor allem Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) mit Apple TV+, WarnerMedias HBO Max, Comcasts Peacock und Disney+ weitere Services hinzu, die um die Gunst der Film- und Serienfans kämpfen.

Besonders Walt Disneys (WKN: 855686 / ISIN: US2546871060) Streaming-Dienst Disney+ hat sich innerhalb kürzester Zeit zum mächtigen Mittwettbewerber aufgeschwungen. Disney+ startete im November 2019 und verbucht inzwischen schon über 90 Millionen Abonnenten.

Dem entgegen halten kann Netflix eine Exklusivvereinbarung mit Sony Pictures. Ab 2022 kann Netflix als erster Streaminganbieter die Produktionen des Hollywoodstudios zeigen – Sony Pictures verzichtet damit auf einen eigenen Streaming-Dienst und nimmt lieber das Cash von Netflix – vorerst. Sonys Streamingangebot „Bravia Core“ ist bislang nur für Nutzer der gleichnamigen TV-Geräte gedacht und programmtechnisch eingeschränkt.

Bildquelle: Pressefoto Netflix

Wachstumsdynamik vor dem Kippen?

Inwieweit Netflix den bisherigen Wachstumskurs fortsetzen kann, wird deshalb mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Dementsprechend mit Spannung erwartet werden die neuesten Geschäftszahlen zum ersten Quartal, die der US-Konzern am Dienstag, den 20. April, nach US-Börsen-Schluss präsentieren wird.

Auch dank der Corona-Krise konnte Netflix 2020 rund 37 Millionen zusätzliche Abonnenten gewinnen und verzeichnete per Ende Dezember 2020 damit insgesamt 204 Millionen zahlende Kunden. Das Unternehmen gab im Januar dieses Jahres bekannt, für das erste Quartal 2021 nun ein deutlich bescheideneres Wachstum von sechs Millionen neuen Abonnenten zu erwarten.

Das heißt, auch wenn die Dynamik nachlässt, dürfe Netflix den Wachstumskurs fortsetzen. Auch die meisten Branchenexperten bleiben zuversichtlich. Für das erste Quartal 2021 wird mit einem Umsatz von im Schnitt 7,1 Mrd. US-Dollar gerechnet. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 (5,8 Mrd. US-Dollar) würde das einen Anstieg von 22 Prozent bedeuten.

Gewinnsprung im ersten Quartal?

Noch optimistischer fällt die Prognose der Analysten bei der Ergebnisentwicklung aus. Erwartet wird für das erste Quartal ein Gewinn je Aktie von 2,97 US-Dollar. Hier würde das Plus gegenüber dem Vorjahresquartal (1,57 US-Dollar pro Aktie) damit bei 89 Prozent liegen.

Kann Netflix die Erwartungen erfüllen oder sogar übertreffen, steht wieder steigenden Aktiennotierungen nichts im Wege. Das nächste Kursziel ist hier das Juli-2020-Allzeithoch bei 505 Euro.

Anleger, die von einer neuen Kurs-Rallye bei der Netflix-Aktie überzeugt sind, können mit einem Long-Zertifikat (WKN: MA0QPH / ISIN: DE000MA0QPH2) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben dagegen Gelegenheit, mit einem entsprechenden Short-Zertifikat (WKN: MC9VU5 / ISIN: DE000MC9VU55) auf fallende Kurse der Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pixabay / afra32

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