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Preisentwicklung am Bau /Deutliche Preissteigerungen bei Baumaterialien zum Jahresbeginn 2021

Nachrichtenagentur: news aktuell
22.04.2021, 10:45  |  275   |   |   

Berlin (ots) - "Seit Jahresbeginn sind vereinzelt deutliche Preissteigerungen
bei Baumaterialien zu beobachten. Besonders betroffen sind hiervon Stahlprodukte
und Bitumen. Diese Entwicklung werden wir weiterhin mit Argusaugen beobachten,
da für Bauunternehmen das Problem bei einer unerwarteten Steigerung in der
Weitergabe liegt, wenn keine Preisgleitung vertraglich vereinbart worden ist",
sagt René Hagemann-Miksits, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des
Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie.

Die Preise lagen im März 2021 um 18,5 % bzw. 20,6 % über dem Niveau von Dezember
2020. Es besteht somit die Gefahr, dass die - in den vergangenen Jahren mühsam
aufgebaute - Eigenkapitalausstattung bei sinkenden Margen wieder abschmilzt und
das Insolvenzrisiko im Baugewerbe wieder steigt.

Grund für den deutlichen Anstieg insbesondere der Stahlpreise sind offenbar
begrenzte Lieferkapazitäten der Hersteller wegen der wieder anziehenden
Nachfrage im Automobilsektor und im Maschinenbau. Auch die wieder anziehende
Konjunktur in Asien führte zu steigenden Rohstoffpreisen; so ist der
Erzeugerpreis für Draht aus Kupfer binnen Jahresfrist um 18,6 % gestiegen.
Gleichzeitig wurden aber in Zeiten jahrelang stagnierender Preise
Überkapazitäten abgebaut und Investitionen zurückgefahren. Dazu kommt ein
wachsendes Interesse von Investoren an Rohstoffen, insbesondere Öl und
Industriemetalle, welche als Absicherung gegen Inflation dienen. Auch wurde
vermehrt über "Hamsterkäufe" zur Vorbeugung weiterer Preissteigerungen
berichtet, welche die Nachfrage und somit die Preise erhöhen.

"Die BAUINDUSTRIE erwartet aus den o.g. Gründen - und wegen weiter steigenden
Lohnkosten aufgrund der anstehenden Tariflohnverhandlung für 2021 wieder
stärkere Preissteigerungen bei Bauleistungen. Nach einem moderaten Preisanstieg
2020 für Leistungen des Bauhauptgewerbes von 1,3 % (aufgrund der
Corona-bedingten schwächeren Nachfrage vor allem im Straßen- und
Wirtschaftshochbau sowie der MwSt.-Senkung im zweiten Halbjahr 2020) ist 2021
mit einem Preisanstieg von 2,0 % zu rechnen. Bei weiter steigenden
Baumaterialpreisen wird dieser Preisanstieg aber nicht ausreichen, um die
gestiegenen Kosten abzufedern", so Hagemann-Miksits.

Pressekontakt:

Inga Stein-Barthelmes
Bereichsleiterin Politik und Kommunikation
Tel. 030 21286-229 / E-Mail: inga.steinbarthelmes@bauindustrie.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/24058/4895727
OTS: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
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