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ROUNDUP 3 USA melden sich bei Klimaschutz zurück - mit Gipfel und neuen Zusagen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
22.04.2021, 18:46  |  114   |   |   

(neu: mehr Details, Merkel)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Mit einem neuen Klimaschutzziel für 2030 und einem internationalen Gipfel haben sich die USA im Kampf gegen die Erderwärmung auf der globalen Bühne zurückgemeldet. Bei einem Online-Treffen mit 40 Staats- und Regierungschefs im Weißen Haus rief US-Präsident Joe Biden zu schnellem Handeln auf, um die Klimakrise einzudämmen. Er kündigte selbst neue Schritte an: Die USA wollen bis zum Ende des Jahrzehnts ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2005 mindestens halbieren. Das genaue Ziel lautet, die Emissionen auf gesamtwirtschaftlicher Ebene um 50 bis 52 Prozent zu verringern. Inmitten großer internationaler Spannungen holte Biden bei dem Thema auch die Regierungschefs von Russland und China an den Tisch.

Mit dem neuen Klimaziel erfüllen die USA eine Vorgabe des Pariser Klimavertrags, in den Biden das Land am ersten Tag im Amt zurückgeführt hatte. Sein Vorgänger Donald Trump war aus dem Abkommen ausgestiegen. Es sieht vor, dass die Vertragsstaaten ihre Klimaziele alle fünf Jahre nachbessern. Bei der Weltklimakonferenz in Glasgow im November sollen dies alle Partner offiziell tun.

Der von Biden ausgerichtete zweitägige Online-Klimagipfel gilt als wichtige Vorbereitung für Glasgow. Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad erhitzt, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit.

Biden rief zu einem gemeinsamen Kraftakt auf und sieht insbesondere die größten Volkswirtschaften in der Pflicht. "Die Zeichen sind unübersehbar. Die Wissenschaft ist nicht zu leugnen. Die Kosten des Nichtstuns werden immer höher", mahnte er. Biden appellierte an die Industriestaaten, Geld für den Klimaschutz zu mobilisieren, und kündigte selbst mehr US-Hilfen für Entwicklungsländer an.

UN-Generalsekretär António Guterres forderte eine globale Koalition für Treibhausgas-Neutralität. Teilnehmen müsse "jedes Land, jede Region, jede Stadt, jedes Unternehmen und jede Branche". Es brauche Steuern auf den Ausstoß von CO2, Kohle und Öl dürften nicht mehr subventioniert werden, das Verbrennen von Kohle müsse in den Industrieländern bis 2030 auslaufen. "Wir sehen ständig steigende Meeresspiegel, sengende Temperaturen, verheerende tropische Wirbelstürme und epische Waldbrände", mahnte Guterres. "Wir stehen am Rande des Abgrunds."


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