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Berentzen-Vorstand im Interview „Wenn es in Deutschland soweit ist, werden wir da sein“

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
23.04.2021, 10:00  |  274   |   |   

In unserem heutigen Interview haben wir unsere Fragen an Herrn Oliver Schwegmann, Vorstand der Berentzen-Gruppe AG (ISIN: DE0005201602), gestellt.

Ende März haben Sie Ihren Geschäftsbericht 2020 veröffentlicht. Das vergangene Jahr war ja von einem Thema dominiert: Corona. Ein kurzes Resümee: Wie ist die Berentzen-Gruppe im Jahr 2020 durch die Pandemie gekommen?

Oliver Schwegmann: Die Coronavirus-Pandemie hat sich im Jahr 2020, aber natürlich auch in den ersten Monaten dieses Jahres sehr deutlich in der Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe niedergeschlagen. Insgesamt sind die Konzernumsatzerlöse im Geschäftsjahr 2020 um 7,7 Prozent versus Vorjahr zurückgegangen. Das Konzern-EBIT lag nach 9,8 Mio. Euro in 2019 im Corona-Jahr 2020 bei 5,2 Mio. Euro. Dabei waren alle unsere Geschäftsbereiche von negativen Auswirkungen betroffen, allerdings in sehr unterschiedlichem Ausmaß und auch innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche hatten wir sehr heterogene Entwicklungen. Zusammenfassend kann man sagen, dass uns die Coronavirus-Pandemie signifikant getroffen hat, aber sie bedroht uns nicht substanziell und schon gar nicht nachhaltig. Trotz der negativen Effekte ist es uns am Ende gelungen, das Geschäftsjahr 2020 profitabel abzuschließen. Dabei konnte jedes einzelne Quartal trotz teilweiser schwierigsten Lockdown-Situationen zum insgesamt positiven Ergebnis beitragen.

Schmerzhaft ist für uns, dass die Pandemie unseren erfolgreichen Wachstumspfad der Vorjahre unterbrochen hat. Wir waren bereits auf einem sehr guten Weg. So haben wir in den Geschäftsjahren 2017 bis 2019 echtes qualitatives Wachstum erzielen können, das heißt wir konnten nicht nur den Umsatz, sondern auch die Rohertragsquote jedes Jahr kontinuierlich steigern. Die Valorisierungsstrategie haben wir also konsequent umgesetzt und zum Erfolg gebracht

Bleiben wir doch noch einmal kurz bei Ihren Segmenten. Können Sie uns hier die unterschiedlichen Entwicklungen skizzieren?

Oliver Schwegmann: Im Segment Spirituosen konnten wir im Geschäftsjahr 2020 das Umsatzniveau des Vorjahres weitgehend halten. Allerdings haben unsere Marken Berentzen und Puschkin, die ja vor allem für Geselligkeit, für das Feiern in Gemeinschaft stehen, signifikant an Absatzvolumen und Umsatz verloren, einfach weil die üblichen Konsumanlässe wie Schützenfeste, Musikfestivals, aber vor allem auch die privaten Feiern nicht oder kaum stattfinden konnten. Hingegen haben wir im Bereich Handelsmarken deutlich zugelegt und hierbei vor allem mit unseren Premiumkonzepten punkten können. Ein Großteil des Konsums hat sich im vergangenen Jahr nach Hause verlagert. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind durch die Pandemie und die damit verbundenen Unsicherheiten im letzten Jahr preissensitiver geworden, wollten aber dennoch nicht auf hochwertige Genussspirituosen verzichten. Für diesen Spagat sind Premiumhandelsmarkenprodukte prädestiniert. Demzufolge hat sich unsere vor einigen Jahren eingeschlagene Premiumisierungsstrategie bewährt.

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