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ROUNDUP 2 Biden sieht im Kampf gegen Klimakrise große wirtschaftliche Chancen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
23.04.2021, 19:03  |  115   |   |   

(neu: Abschluss des Gipfels, weitere Zitate ergänzt)

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Joe Biden sieht im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe auch große wirtschaftliche Chancen. Bei dem von ihm ausgerichteten zweitägigen Online-Klimagipfel mit Dutzenden Staats- und Regierungschefs sagte Biden am Freitag, der Kampf gegen die Erderhitzung biete die Gelegenheit, Millionen gut bezahlter Jobs rund um die Welt zu schaffen - etwa durch den Ausbau von Elektromobilität oder erneuerbaren Energien. Der US-Klimabeauftragte John Kerry sprach von einer wirtschaftlichen "Goldgrube". Beide mahnten jedoch, die Zeit dränge. Die Bekämpfung der Klimakrise sei eine "moralische Verpflichtung", betonte Biden.

Er hatte den Klimagipfel einberufen, um die Dringlichkeit der Lage zu unterstreichen, aber auch um zu zeigen, dass die USA nach vier Jahren Donald Trump beim Klimaschutz wieder auf der globalen Bühne vertreten sind und eine Führungsrolle übernehmen wollen. Biden rief zu einem internationalen Kraftakt auf, um die Klimakrise einzudämmen. "Ich weiß, dass wir das schaffen können", sagte er zum Abschluss der Beratungen. "Lasst uns an die Arbeit gehen."

Biden dankte den Staats- und Regierungschefs beim Gipfel für ihre Klimaschutz-Zusagen. Er hatte am Vortag selbst ein neues Klimaziel der US-Regierung verkündet: Die USA wollen bis zum Ende des Jahrzehnts ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2005 mindestens halbieren. Mit dem neuen Ziel erfüllen sie eine Vorgabe des Pariser Klimavertrags, in den Biden das Land am ersten Tag im Amt zurückgeführt hatte. Sein Vorgänger Trump war aus dem Abkommen ausgestiegen. Dieses sieht vor, dass die Vertragsstaaten ihre Klimaziele alle fünf Jahre nachbessern. Bei der Weltklimakonferenz im November in Glasgow sollen dies alle Partner offiziell tun.

Der von Biden ausgerichtete Gipfel gilt als wichtige Vorbereitung für Glasgow. Der US-Präsident betonte, es handele sich um eine Zwischenstation auf dem Weg dorthin: "Dieser Gipfel ist ein Anfang."

Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhitzt. Am ersten Gipfel-Tag hatten die Teilnehmer eindringlich auf die existenzielle Bedrohung durch die Klimakrise hingewiesen und ihre schon sichtbaren fatalen Folgen: Je nach Region gibt es mehr Hitzewellen und Dürren sowie Starkregen, Stürme, Unwetter und Überschwemmungen. Den zweiten Tag nutzten sie vor allem dafür, die Chancen zu unterstreichen, die der Kampf gegen die Krise birgt.


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