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„Fußnote“ Paradigmenwechsel – Der Weg vom IPO zum IBO ist keine Einbahnstraße mehr

Nachrichtenquelle: Anleihen Finder
27.04.2021, 15:15  |  235   |   |   


Ein Blick auf den KMU-Anleihen-Markt von Markus Knoss, BankM AG:

Mittelständler befinden sich am Kapitalmarkt aktuell in einer glücklichen Lage. Sowohl der Aktien- als auch der Anleihemarkt sind aufnahmefähig für stabile Geschäftsmodelle und spannende Investmentstorys. Dies ist nicht oft gleichzeitig der Fall und deshalb sollten Emittenten die Gelegenheit nutzen, sich zweigleisig aufzustellen.

Als die Dürr AG im September 2010 mit der ersten Mittelstandsanleihe ein neues Marktsegment begründete, war der Maschinenbauer bereits seit über 20 Jahren an der Börse notiert. Kein Wunder, war der Gang an den Kapitalmarkt doch lange Zeit gleichbedeutend mit einem IPO (Initial Public Offering). Natürlich gab es auch früher schon Unternehmensanleihen, doch die Begebung war  in aller Regel den großen, bereits börsennotierten Gesellschaften vorbehalten.

Seit jener ersten Mittelstandsanleihe der Dürr AG, hat sich das grundlegend geändert. Heute ist es ganz normal, dass auch privat geführte Unternehmen sich über den Anleihemarkt finanzieren. Längst hat die Zahl der IBOs (Initial Bond Offering) die der IPOs in Deutschland weit hinter sich gelassen. Aktuelle Emissionen wie Zeitfracht oder Werder Bremen bestätigen den Trend.

Die meisten Emittenten sind zudem gekommen, um zu bleiben. Die Mittelständler haben gelernt, dass der Kapitalmarkt eine verlässliche Finanzierungsquelle ist. Wer über ein stabiles Geschäftsmodell verfügt, seine Investoren regelmäßig informiert und die Zinsen pünktlich bedient, kann sich über Aufstockungen oder Folgeanleihen immer wieder neue Mittel beschaffen. Durch den zunehmenden Track-Rekord in der Regel zu verbesserten Konditionen.

FCR Immobilien AG hat es vorgemacht

Ein gutes Beispiel für diesen Prozess ist die FCR Immobilien AG. Standen beim IBO 2016 noch 7,1% auf dem Kupon, folgten seitdem drei weitere Bonds mit Zinssätzen von 6%, 5,25% und zuletzt 4,25%. Die FCR Immobilien AG ist aber noch einen Schritt weiter gegangen: Im November 2018 folgte der Börsengang im Premium-Freiverkehrssegment Scale. „Mit unseren Anleihen haben wir bereits eine Erfolgsgeschichte am Kapitalmarkt geschrieben, mit der FCR-Aktie möchten wir ein weiteres Kapitel hinzufügen“ begründete FCR-Gründer und Vorstand Falk Raudies die Notierungsaufnahme.

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