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Mark Elser von iBanFirst: "Fremdwährungsschwankungen als zentrales Problem international agierender KMU"

Gastautor: Seyit Binbir
29.04.2021, 13:38  |  2160   |   |   

Märkte sind immer internationaler verflochten und Lieferketten weiten sich über die Ländergrenzen hinaus aus. Die Corona-Krise hat jedoch auch Schattenseiten der Globalisierung aufgezeigt.

Besonders für KMU sind Fremdwährungsschwankungen zu einem echten Risiko geworden, dass sie jedoch meist eingehen müssen, um ihren Betrieb aufrecht zu halten. Fintechs wie iBanFirst bieten Möglichkeiten Unternehmen zu unterstützen und ihnen Planungssicherheit zu geben. Mark Elser, Country Manager Germany bei iBanFirst, schätzt die aktuelle Wirtschaftslage ein und zeigt auf, wie KMU bei ihren internationalen Transaktionen entlastet werden können.

Herr Elser, die Corona Pandemie hat etablierte Prozesse der globalisierten Weltwirtschaft ins Schwanken gebracht. Wie schätzen Sie die aktuelle Lage ein?

“Aktuell sehen wir starke Auswirkungen auf die globalen Lieferketten. Da sich viele Branchen bereits in einer erneuten Boom-Phase befinden, ist dies für viele deutsche Unternehmen eine der größten Herausforderungen. Oftmals fehlen beispielsweise wichtige Teile, die zur Produktion benötigt werden, oder Lieferzeiten verzögern sich aufgrund verschiedener Corona-Beschränkungen enorm. Darüber hinaus herrscht aktuell eine Containerknappheit, was Lieferzeiten zudem verlängert - Vorfälle wie kürzlich im Suezkanal verstärken dieses Problem. Ein gutes Beispiel ist hier die Automotive Branche. Wir sehen eine hohe Abhängigkeit von Halbleitern aus Fernost, welche Produktionszyklen stark beeinflusst. Außerdem überdenken viele Unternehmen aufgrund dieser Problemstellungen aktuell ihre Lieferketten, um regionale Abhängigkeiten zu reduzieren. Hierzu müssen allerdings andere Regionen entsprechende Angebote zu passenden Preisen bieten. Alles in allem scheint sich die Wirtschaft nach und nach aus den Folgen der Pandemie zu befreien - jedoch ist dies nicht einfach.”

Erst kürzlich hatte Biden mit seinem Corona-Konjunkturprogramm die Wirtschaft angekurbelt. Wie bewerten Sie diesen Schritt und ist davon auszugehen, dass der Dollar durch diese Maßnahme gestärkt wurde?

“Ja, das Stimulus Package wird den Dollar auf jeden Fall stärken und zu weiterer Kraft verhelfen. Auch die hiesige Exportwirtschaft kann durch das Ankurbeln der amerikanischen Kaufkraft profitieren. Tatsächlich ist mittelfristig allerdings auch abzuwarten, wie viel Geld tatsächlich in die Wirtschaft fließt. Unsichere Zeiten sprechen immer für weniger Konsum - ob die Handgelder der US-Regierung auch wirklich in den Wirtschaftskreislauf reinvestiert werden, wird sich zeigen. Auch hier möchte ich nochmal auf die Relevanz funktionierender globaler Lieferketten hinweisen. Gerade im Exportumfeld sind diese essentiell, um bestellte Produkte zu den Käufern zu bringen.”

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Mark Elser von iBanFirst: "Fremdwährungsschwankungen als zentrales Problem international agierender KMU" Märkte sind immer internationaler verflochten und Lieferketten weiten sich über die Ländergrenzen hinaus aus. Die Corona-Krise hat jedoch auch Schattenseiten der Globalisierung aufgezeigt.

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