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Sojabohnen Knackiger Preisanstieg

30.04.2021, 15:16  |  347   |   |   

Unsere letzte Kommentierung zu Sojabohnen an dieser Stelle überschrieben wir Ende März mit „Konsolidierung läuft (immer noch)“.

Unsere letzte Kommentierung zu Sojabohnen an dieser Stelle überschrieben wir Ende März mit „Konsolidierung läuft (immer noch)“. Damals befand sich der Preis noch in einem ausgeprägten Konsolidierungsszenario.

Während dieser Verschnaufpause hat der Sojabohnenpreis offenkundig frische Kräfte sammeln können, denn in den letzten Handelstagen war ein fulminanter Preisanstieg zu beobachten. 

Rückblick. In der betreffenden Kommentierung hieß es unter anderem „[…] Der neutral bis leicht negativ ausgefallene WASDE-Bericht hatte allerdings nur geringen Einfluss auf die Preisentwicklung bei Soja. Auf der Oberseite erwies sich der Bereich um 14,5 US-Dollar als unüberwindlich. Auf der Unterseite hielten bereits die 14,0 US-Dollar im Großen und Ganzen dem Abgabedruck Stand. Aus bullischer Sicht macht eine ansteigende Dreiecksformation in Bezug auf eine Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung Hoffnung. Nicht selten werden diese Formationen über die Oberseite aufgelöst. In diesem Fall müsste es also signifikant über die 14,5 US-Dollar gehen, um ein frisches Kaufsignal zu installieren. Sollte es hierzu kommen, könnten die Preisbereiche um 14,9 US-Dollar und 15,3 US-Dollar in den Fokus rücken. Rücksetzer bleiben nun idealerweise auf 13,4 US-Dollar begrenzt. Sollte es hingegen unter die 13,0 US-Dollar gehen, muss die Lage insgesamt noch einmal neu bewertet werden.“    

Schauen wir zunächst auf den aktuellen am 09.04. vom US-Agrarministerium (USDA) veröffentlichten WASDE-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates) für April. Für das Erntejahr 2020 / 2021 wurden die Projektionen in Bezug für die globalen Lagerendbestände für Sojabohnen weiter nach oben angepasst. Ging man im März-Report in den Projektionen noch von globalen Lagerendbeständen für Sojabohnen in Höhe von 83,74 Mio. Tonnen für 2020 / 2021 aus, so wurde dieser Wert im aktuellen April-Report auf 86,87 Mio. Tonnen nach oben korrigiert. Maßgeblichen Anteil an dieser Anpassung hatten die neuen Projektionen bezüglich der für 2020 / 2021 erwarteten Projektionsmenge. Diese wurde im Vergleich zum März-Bulletin (mit 361,82 Mio. Tonnen) auf nun 363,19 Mio. Tonnen im April-Report nach oben angepasst. Gleichzeitig wurde die projizierte Nachfrage leicht nach unten korrigiert. 

Während der WASDE-Bericht für April für Sojabohnen allenfalls als neutral bis leicht negativ zu bewerten ist, scheint sich im aktuellen Preisanstieg eine andere, spekulative Erwartungshaltung der Marktakteure zu manifestieren. 

Unsere zuletzt thematisierten Bewegungsziele von 14,9 US-Dollar und 15,3 US-Dollar wurden mittlerweile erreicht. Das Widerstandscluster um 16 US-Dollar kommt in Reichweite. Selbst eine Ausdehnung der Bewegung in Richtung 17+ US-Dollar (Hoch aus dem Jahr 2012) ist nicht auszuschließen. 

Kurzum: Der Preisanstieg hat ein beachtliches Ausmaß angenommen. Die hohe Bewegungsdynamik könnte den Preis noch in Richtung 16 US-Dollar oder gar auf das Niveau aus dem Jahr 2012 bei 17+ US-Dollar treiben. Mit (temporären) Gewinnmitnahmen ist jedoch zu rechnen. Unter die 14,5 US-Dollar (Oberseite der ehemaligen Dreiecksformation) sollte es nicht gehen, anderenfalls müsste eine Neubewertung erfolgen. 
 

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