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Gutachten im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe zeigt Verheizung von namibischem Buschholz in Hamburger Kohlekraftwerk ist nicht nachhaltig

Nachrichtenagentur: news aktuell
30.04.2021, 11:45  |  245   |   |   

Berlin (ots) -

- Umrüstung von Großkraftwerken von Kohle auf Biomasse verschärft weltweite
Klima- und Biodiversitätskrise
- Import von namibischem Buschholz für das Heizkraftwerk Tiefstack wird von der
Hamburger Umweltbehörde mit fragwürdigen Quellen begründet
- Für eine nachhaltige Wärmewende müssen zuerst heimische Potenziale an
erneuerbaren Energien genutzt werden
- DUH startet Petition gegen Holzverbrennung im Großkraftwerken

Buschholz aus Namibia ist keine umwelt- und klimafreundlichere Alternative zu
Kohle für die Verbrennung im Hamburger Heizkraftwerk Tiefstack. Dies geht aus
einem von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Auftrag gegebenen Gutachten hervor.
Darin werden die ökologischen Auswirkungen von "Verbuschung" in Namibia sowie
die Folgen einer industriellen Abholzung und eines Imports nach Hamburg
untersucht. Das Gutachten stellt fest, dass die Hamburger Behörde für Umwelt,
Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) die Nutzung von namibischer Biomasse
im Kohlekraftwerk Tiefstack mit falschen Annahmen begründet, die die
Nachhaltigkeit und Klimabilanz des Vorhabens beschönigen. Vor diesem Hintergrund
fordert die DUH die Hamburger Umweltbehörde auf, die Pläne für einen Import von
Buschholz aus Namibia zu stoppen und stattdessen auf heimische Alternativen bei
erneuerbarer Fernwärme zu setzen.

Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer: " Das Gutachten zeigt, dass
Biomasse kein umweltfreundlicher Ersatz für Kohle ist. Wenn wir anstatt Kohle
tonnenweise Holzpellets in Heizkraftwerke kippen, übt das einen gigantischen
Druck auf die globalen Ökosysteme aus und verschärft somit die Klima- und
Biodiversitätskrise. Umrüstungsvorhaben wie in Hamburg sind grundsätzlich der
falsche Ansatz, um die Energiewende voranzubringen - sie ersetzen lediglich ein
Übel durch ein anderes. Wir fordern die Hamburger Umweltbehörde auf, das
Vorhaben zu stoppen und nicht auf Buschholz aus Namibia zu setzen ."

Hintergrund für die Umstellung des Kohlekraftwerks Tiefstack auf namibische
Holzbiomasse ist die Biomasse-Partnerschaft Hamburg-Namibia der Hamburger
Umweltbehörde. Das Projekt prüft den Import von Buschholz, um das ökologische
Problem der 'Verbuschung' in Namibia zu mindern und den Hamburger Kohleausstieg
zu beschleunigen. Die Idee dazu entstand im Rahmen eines Projektes der
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das die Buschzunahme in
Namibia eindämmen möchte und Studien zur 'Verbuschung' in Auftrag gab.

In ihrem Gutachten kritisieren die Klima- und Ökosystemexperten Prof. Dr. Pierre
Ibisch und Dr. Axel Schick von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in
Eberswalde (HNEE) die industrielle Nutzung von Buschholz aus Namibia. Demnach
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