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Egbert Prior Siemens Healthineers: Schub durch Zukauf

Gastautor: Egbert Prior
05.05.2021, 12:49  |  713   |   |   

Am 15. April begann für Siemens Healthineer eine neue Zeitrechnung. Mit diesem Datum wurde die Übernahme des amerikanischen Krebstherapiespezialisten Varian Medical Systems abgeschlossen.

Am 15. April begann für Siemens Healthineer eine neue Zeitrechnung. Mit diesem Datum wurde die Übernahme des amerikanischen Krebstherapiespezialisten Varian Medical Systems abgeschlossen. Mit 16,4 Milliarden Dollar die größte Übernahme, die es im gesamten Siemens-Imperium je gab. Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört. Die Amerikaner sind führend in der Krebsbehandlung durch Strahlentherapie, während Siemens Healthineers die dazu passende Diagnostik mit bildgebenden Verfahren wie Computertomographen im Angebot hat. Zwar befindet sich in Zeiten der Pandemie die Krebstherapie in der Prioritätenliste nicht an der Spitze, doch werden Krankenhäuser früher oder später zum „Normalbetrieb“ zurückkehren. Die Münchener erwarten sich von dem Zukauf beträchtliche Synergien. Der operative Gewinn soll von 2025 an um mindestens 300 Millionen Euro im Jahr steigen. Schon in der zweiten Jahreshälfte (per 30.9.) soll Varian 1,2 bis 1,4 Milliarden zum Umsatz beitragen. Der Neuerwerb  besitzt im Konzern eine große Aufmerksamkeit, im Herbst soll sich eigens ein Investorentag mit den Perspektiven von Varian beschäftigen. Healthineers erlebt derzeit eine Bonanza mit Corona-Antigentests. Im gesamten Geschäftsjahr soll mit den Tests nunmehr 750 Millionen zusammenkommen, während bislang lediglich 300 bis 350 Millionen prognostiziert waren. Kein Wunder, daß der Medizintechnikkonzern bereits zum zweiten Mal in diesem Geschäftsjahr die Prognosen erhöhte. Danach erwartet der Vorstand nunmehr ein Umsatzwachstum zwischen 14 und 17% (zuvor 8 bis 12%) und das Ergebnis je Aktie zwischen 1,90 und 2,05 (zuvor 1,63 bis 1,82). Dabei ist der Zukauf Varian noch gar nicht berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2020 gingen 14,5 Milliarden durch die Bücher, das Ergebnis je Aktie erreichte 1,59 Euro. Seit November ist der Kurs um etwa 30% gestiegen auf aktuell 49 Euro. Nahezu Allzeithoch (50 Euro). Aktueller Börsenwert 55 Milliarden. Etwa dreifacher Jahresumsatz. Nicht zuviel für ein erstklassiges Medizintechnikunternehmen. Das KGV (2021) schätzungsweise 29. Ok. Spekulationen über einen Verkauf des Geschäfts mit Ultraschallgeräten, könnten den Kurs über die magische 50er Marke hieven. Fazit: Der Zukauf Varian verspricht zusätzliches Wachstum. Die Aktie kaufen und liegenlassen!



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