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EON IM FOKUS Mit neuem Chef optimistisch in die Zukunft

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
07.05.2021, 08:35  |  283   |   |   

ESSEN (dpa-AFX) - Seit Anfang April hat der Essener Energiekonzern Eon einen neuen Chef. In der kommenden Woche stellt er zum ersten Mal die Quartalsergebnisse vor. Experten rechnen mit einem soliden Jahresstart. Was bei Eon los ist, was die Analysten sagen und was die Aktie macht.

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Das Tauschgeschäft mit dem früheren Konkurrenten RWE hat in den letzten Jahren für viel Aufsehen gesorgt. Zuletzt lief in dieser Hinsicht für Eon aber alles nach Plan, das Thema dürfte also langsam erledigt sein. Ein guter Zeitpunkt für einen Schlussstrich. Den hat der frühere Konzernchef Johannes Teyssen auch gezogen und das Ruder zum 1. April übergeben. In der kommenden Woche stellt das erste Mal der neue Vorstandschef Leonhard Birnbaum die Quartalsergebnisse vor. Birnbaum ist bereits seit 2013 Mitglied des Eon-Vorstands.

Sein erster Coup dürfte auch ein angenehmer werden, sein Vorgänger hat alles gut vorbereitet: Im März hatte der Energiekonzern bereits einen optimistischen Ausblick für das laufende Jahr 2021 gegeben. Ausgehend von den Fortschritten bei der Integration von Innogy und den positiven Entwicklungen in der Kernenergie und im Großbritannien-Geschäft erwartet der Konzern ein steigendes Ergebnis für 2021. Und auch in den Folgejahren soll es aufwärts gehen. In Großbritannien hatte Eon 2020 den Umschwung geschafft: Schneller als erwartet werde das Ergebnis in dieser Sparte in diesem Jahr mit mehr als 100 Millionen britischen Pfund wieder positiv zum Ergebnis beitragen, kündigte der Dax-Konzern an.

Für 2021 erwartet Eon konzernweit ein Plus beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebit) auf 3,8 bis 4,0 Milliarden Euro, der bereinigte Konzernüberschuss soll zwischen 1,7 und 1,9 Milliarden Euro herauskommen. Der Konzern betont, dass in dieser Prognose auch bereits alle abschätzbaren Corona-Risiken enthalten seien. Zwischen 2021 und 2023 rechnet Finanzvorstand Marc Spieker auf Ebit-Ebene mit einem Zuwachs von 8 bis 10 Prozent pro Jahr.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Von den 13 im dpa-AFX-Analyser seit Ende März gelisteten Experten rät mehr als die Hälfte zum Kauf von Eon-Anteilsscheine. Fünf Analysten würden die Aktie "halten", Verkaufsempfehlungen gibt es keine. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 10,22 Euro.

Zu den Optimisten gehört mittlerweile auch das Bankhaus Metzler. Analyst Guido Hoymann stellte zuletzt in Aussicht, dass die Impulse durch die Integration von Innogy den Gegenwind steigender Zinsen bei hoher Schuldenlast mehr als kompensieren könnten. Er gehe davon aus, dass der Konzern seine Jahresziele auf das obere Ende der Prognosespanne einengen werde. Auch James Brand von der Deutschen Bank schätzt, dass bei Eon mit steigenden Gewinnen zu rechnen ist.


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