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Die neue Bitcoin-Konkurrenz Chia – die Kryptowährung für „normale Leute“ wird zum Spielball der großen Player

07.05.2021, 16:01  |  4470   |   |   

Die selbsternannte nachhaltige Antwort auf den Bitcoin namens Chia hat eine volatile erste Handelswoche hinter sich. Die neue Kryptowährung will mit weniger Energieverbrauch punkten, doch macht es Privat-Anlegern schwer.

Seit fünf Tagen mischt die Kryptowährung aus Kalifornien Chia im Wettbewerb der laut Coingecko rund 7.100 digitalen Währungen mit – und hat bereits eine Kursachterbahnfahrt hinter sich. Das aktuelle 24-Stunden-Tief liegt bei 558,11 US-Dollar, das 24-Stunden-Hoch bei über 900.

Im Gegensatz zum Bitcoin setzen die Macher um den US-amerikanischen Programmierer Bram Cohen auf Speicherplatz und nicht auf hohe Rechenleistungen und den damit einhergehenden enormen Energieverbrauch. Die Universität Cambridge schätzt den Verbrauch des Bitcoin-Netzwerks auf 145.63 Terrawattstunden (TWh) im Jahr. Damit verbraucht die wertvollste aller Kryptowährungen mehr Strom als Länder wie Schweden (131.80 TWh) oder Ukraine (128.81 TWh).

Allerdings setzt Cohens Start-up die Hürde sehr hoch an, um bei der Kryptowährung mitmischen zu können. Und das, obwohl der Miterfinder des Bittorrent Protokolls Cohen im Vorfeld noch betont hatte, Chia sei "die einfachste Kryptowährung für normale Leute". Jeder könne mit seinem nicht gebrauchten Festplattenspeicher von zu Hause aus mitmachen. Das Chia-Netzwerk verfügt bereits jetzt über ein Exabyte an Speicherplatz, also etwa 83.000 Festplatten mit jeweils 12 Terabyte Kapazität. Für eine Parzelle werden momentan 356 Gigabyte (GB) Speicherplatz und 4 GB an Arbeitsspeicher benötigt.

Einigermaßen gute Chancen habe nur, wer Platz für mindestens 100 solcher Parzellen offeriert, berichtet die WiWo. Wer mit seiner Parzelle zur Chia Blockchain beiträgt, werde dann mit Chia-Coins belohnt. Die Chancen des Nutzers steigen mit der Anzahl der Parzellen. Wie bei Bitcoin verknappe sich die Zahl der Chias, je mehr erzeugt werden. Zum Start werden alle zehn Minuten 64 Chias erzeugt. Ab März 2034 soll es Cohen zufolge nur noch vier Chias alle zehn Minuten geben.

Wie die South China Morning Post berichtet, seien bereits seit Wochen die größeren, professionelleren Geräte mit acht oder zwölf Terabyte Speicher auf vielen chinesischen Handelsplattformen ausverkauft. Rick Wilson, Chef des börsennotierten Kryptominers iMD, plane mit seinem Unternehmen noch im Mai mehr als ein Petabyte (1.000 Terabyte) Speicherplatz im Chia-Netzwerk zu stellen. "Die Chinesen verschieben 50 Prozent ihres Bitcoin-Minings auf Chia", behauptet Wilson im ManagerMagazin. Unternehmen, die von der starken Nachfrage nach Hardware profitieren könnten, sind Speicherhersteller wie Western Digital, Seagate oder Samsung.

Autor: Nicolas Ebert, wallstreet:online Zentralredaktion


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