checkAd

Exporte von Rohholz im Jahr 2020 um 42,6 % gestiegen

Nachrichtenagentur: news aktuell
10.05.2021, 10:15  |  259   |   |   

Wiesbaden (ots) - * Gut die Hälfte (50,6 %) der insgesamt ausgeführten 12,7
Millionen Kubikmeter gingen nach China

* Erzeugerpreise für Rohholz weit unter dem Niveau der Vorjahre: -27,3 % im
Februar 2021 im Vergleich zum Jahr 2015

* Holzeinschlag im Jahr 2020 auf Rekordniveau

* Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke mit Umsatzsteigerungen: +18,3 % im Jahr
2020 im Vergleich zum Jahr 2015

Der Bauboom während der Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Holz als Baustoff
im In- und Ausland angekurbelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, exportierte Deutschland im Jahr 2020 insgesamt rund 12,7 Millionen
Kubikmeter Rohholz im Wert von 845 Millionen Euro. Im Vergleich zum Jahr 2019
ist dies eine mengenmäßige Steigerung um mehr als ein Drittel (42,6 %). Der
Exportzuwachs setzt sich zu Beginn des Jahres 2021 nicht fort: Im Januar und
Februar 2021 sank der mengenmäßige Export im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um
12,4 % auf 1,5 Millionen Kubikmeter (Wert: 100 Millionen Euro).

Im langfristigen Vergleich hat sich die Menge von ausgeführtem Rohholz seit dem
Jahr 2015 mehr als verdreifacht (+238 %). 2015 waren es noch 3,8 Millionen
Kubikmeter im Wert von rund 329 Millionen Euro. Die Importmenge ging im gleichen
Zeitraum um ein Drittel (-32,4 %) auf 5,9 Millionen Kubikmeter zurück.

Für den Exportboom sorgte die hohe Nachfrage nach Fichten- und Tannenholz. Im
Jahr 2020 machte dieses Holz 83,8 % des exportierten Rohholzes aus.

Anteil der Exporte nach China deutlich höher als 2015

Wichtigster Absatzmarkt war im Jahr 2020 die Volksrepublik China: Die Hälfte des
Exportes (50,6 %, 6,4 Millionen Kubikmeter) ging nach Fernost. Der Anteil nahm
seit 2015 deutlich zu - damals lag er noch bei 10,1 %. Auf den Plätzen zwei und
drei folgten im Jahr 2020 Österreich (19,2 % / 2,4 Millionen Kubikmeter) und
Belgien (9,2 % / 1,2 Millionen Kubikmeter).

Holzeinschlag im Jahr 2020 auf Rekordniveau

Der wachsenden Nachfrage im Ausland steht ein Rekord beim Holzeinschlag im
Inland gegenüber: Im Jahr 2020 wurden in den deutschen Wäldern 80,4 Millionen
Kubikmeter Holz eingeschlagen - so viel wie nie zuvor seit der deutschen
Vereinigung. Grund dafür sind vermehrte Waldschäden infolge des auch durch
Trockenheit und Hitze begünstigten Insektenbefalls: So machte der
Schadholzeinschlag aufgrund von Insektenschäden mehr als die Hälfte (53,8 %) des
gesamten Holzeinschlags im Jahr 2020 aus.

Nadelhölzer wie Fichten, Kiefern oder Tannen, die auch einen großen Anteil am
exportierten Rohholz hatten, wurden besonders viel geschlagen: Mit 70,2
Millionen Kubikmetern fielen auf diese Gruppe mehr als vier Fünftel (87,3 %) des
gesamten Holzeinschlags. Als Folge dieser Entwicklung ist der Fichteneinschlag
Seite 1 von 3
Bauholz jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de



Wertpapier



0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Exporte von Rohholz im Jahr 2020 um 42,6 % gestiegen * Gut die Hälfte (50,6 %) der insgesamt ausgeführten 12,7 Millionen Kubikmeter gingen nach China * Erzeugerpreise für Rohholz weit unter dem Niveau der Vorjahre: -27,3 % im Februar 2021 im Vergleich zum Jahr 2015 * Holzeinschlag im Jahr 2020 auf …

Community

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel