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ROUNDUP Ryanair hofft nach Milliardenverlust auf Jahr ohne Miese - Aktie steigt

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.05.2021, 12:17  |  137   |   |   

DUBLIN (dpa-AFX) - Europas größter Billigflieger Ryanair baut nach einem tiefroten Jahr auf einen Aufschwung ab der wichtigen Sommersaison. In diesem Fall hält die Konzernspitze um Ryanair-Chef Michael O'Leary im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März 2022 ein Ergebnis nahe der Gewinnschwelle für wahrscheinlich. Dafür müssten die Impfkampagnen gegen das Coronavirus greifen und Europas Regierungen die Reisebeschränkungen zur Urlaubszeit ab Juli lockern, teilte das Unternehmen am Montag in Dublin mit. Bis dahin hofft die Gesellschaft auch ein erstes Exemplar von Boeings Krisenjet 737 Max einsetzen zu können - und verhandelt über eine Großbestellung der Langversion 737 Max 10.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die Ryanair-Aktie gewann am Vormittag in London rund 0,5 Prozent auf 16,93 Euro. Seit dem Jahreswechsel hat sie um rund vier Prozent zugelegt und wird damit etwa so teuer gehandelt wie im Januar 2020 - bevor die Corona-Pandemie die Finanzmärkte und die Luftfahrtbranche erfasst hatte. Insgesamt wird Ryanair an der Börse derzeit mit mehr als 19 Milliarden Euro bewertet - und damit rund dreimal so hoch wie die Lufthansa, die zuletzt auf eine Marktkapitalisierung von rund 6,4 Milliarden Euro kam.

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Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März 2021 hinterließen die Pandemie und deswegen erlassenen Reisebeschränkungen bei Ryanair wie bei anderen Airlines tiefe Spuren. Die Zahl der Passagiere brach im Vergleich zum Vorjahr um 81 Prozent auf 27,5 Millionen ein. Der Umsatz sackte im gleichen Maß auf gut 1,6 Milliarden Euro nach unten.

Unter dem Strich verbuchte Ryanair einen Verlust von gut einer Milliarde Euro nach einem Gewinn von 649 Millionen ein Jahr zuvor. Rechnet man eine Sonderbelastung wegen letztlich wertloser Treibstoffpreis-Sicherungsgeschäfte heraus, lag das Minus bei 815 Millionen Euro und damit innerhalb der jüngst verbesserten Prognose der Konzernführung.

Eine genaue Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr ist aus Sicht der Iren jedoch weiterhin nicht möglich. So hat die dritte Infektionswelle in vielen Ländern eine Erholung des Luftverkehrs bisher ausgebremst. Auch andere Fluggesellschaften wie die Lufthansa rechnen erst im Sommer mit einem stärkeren Aufschwung und wollen ihr Flugprogramm später hochfahren als zunächst geplant.

O'Leary schob den europäischen Regierungen den Schwarzen Peter zu. Kunden wie Beschäftigte hätten "unter ständig wechselnden Regierungsrichtlinien, Reiseverboten und Einschränkungen" gelitten. Mit Rücklagen von drei Milliarden Euro sieht sich das Unternehmen dennoch gut gerüstet.


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Diskussion: Ryanair - Aktie im Steilflug


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