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ROUNDUP 2 Mehr Bahn in Europa - Branche und Politik diskutieren über Ansätze

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.05.2021, 17:25  |  135   |   |   

(durchgehend aktualisiert)

BERLIN (dpa-AFX) - In fünf Stunden von Berlin nach Wien, mit dem Expresszug sogar in vier - geht es nach den Plänen von Deutschland, Tschechien und Österreich soll das ab den 2030er Jahren auch auf der Schiene zu schaffen sein. Auf einer Online-Fachkonferenz unterzeichneten die drei Länder am Montag eine entsprechende Absichtserklärung. "Brandenburger Tor, Frauenkirche, Karlsbrücke und Stephansdom - sie rücken über die Schiene ganz dicht aneinander", teilte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dazu mit. Das Projekt sei ein "Grundstein für eine leistungsstarke, grenzüberschreitende europäische Achse".

Die EU-Mitgliedstaaten sowie Vertreter von Unternehmen und Branchenverbänden diskutierten auf dem diesjährigen "Schienengipfel" darüber, wie der grenzüberschreitende Bahnverkehr in Europa schneller und attraktiver gestaltet werden kann. Die grundlegenden Konzepte sind bekannt: Ein neu aufgelegter Trans-Europ-Express (TEE 2.0) soll europäische Städte besser miteinander verbinden. Schon in naher Zukunft könnten damit Fahrgäste durchgehend von Paris über Berlin nach Warschau reisen. Auch ein Direktzug von München über Zürich nach Mailand ist geplant.

Neue Nachtzugangebote sollen zudem eine weitere Alternative zum Flugverkehr bieten und schließlich will Scheuer den sogenannten Deutschlandtakt in einen Europatakt integrieren. Interessen- und Branchenverbände begrüßten die Vorhaben, auch wenn das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene davor warnte, den zweiten Schritt vor dem ersten zu tätigen. "Ohne einen funktionierenden Deutschlandtakt als Fundament kann es mit einem Europatakt nichts werden", sagte Geschäftsführer Dirk Flege.

Rückenwind kam am Montag auch von der EU. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte in einer Videobotschaft an die Teilnehmer die Bedeutung des Schienenverkehrs für die europäischen Klimaziele. "Unsere Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität sieht eine Reduzierung der verkehrsbedingten Emissionen um 90 Prozent bis 2050 vor", sagte sie. Dazu brauche es unter anderem eine Verdopplung des Hochgeschwindigkeitszugverkehrs bis 2030 sowie eine Verdreifachung bis 2050. Auch der Schienengüterverkehr müsse bis 2030 um mindestens 50 Prozent wachsen und sich bis 2050 verdoppeln.


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