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Priorisierung bei Corona-Impfungen soll ab 7. Juni enden

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.05.2021, 19:35  |  184   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Bei den Corona-Impfungen sollen sich in knapp drei Wochen alle in Deutschland einen Termin holen können - ohne die noch geltende feste Reihenfolge nach Risikogruppen. Die Priorisierung soll ab dem 7. Juni aufgehoben werden, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin nach einem entsprechenden Beschluss mit den Ressortchefs der Länder mitteilte. Die seit dem Impfstart vor fünf Monaten eingeführten Vorranglisten nach Alter, Erkrankungen und Beruf sollten dann in Praxen und regionalen Impfzentren wegfallen. Ab 7. Juni sollen auch Betriebs- und Privatärzte regulär mitimpfen.

Spahn bat zugleich weiterhin um Geduld. Das Ende der Priorisierung bedeute nicht, dass dann alle unmittelbar in wenigen Tage schon Termine bekommen könnten. Die Impfungen würden wie angekündigt "bis weit in den Sommer hinein" fortgesetzt. Bereits vereinbarte Termine würden nun auch nicht hinfällig, sondern sollten wahrgenommen werden. Zudem seien bis zum 7. Juni noch mindestens 15 Millionen Erst- und Zweitimpfungen vorgesehen - darunter viele gemäß der Priorisierung.

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Mit Blick auf den Zeitplan für die Impfzentren äußerten sich die Länder zurückhaltender. Sie nähmen die Absicht des Bundes zur Kenntnis, auch dort ab 7. Juni die Reihenfolge aufzuheben, heißt es im Beschluss. Den Ländern sei es aber "unbenommen, die Priorisierung im Rahmen der ihnen zugewiesenen Impfstoffdosen aufrechtzuerhalten".

AUFHEBUNG DER PRIORISIERUNG IN ERSTEN LÄNDERN: Einige Länder sind mit der Freigabe in Arztpraxen schon vorgeprescht. So dürfen sich in Baden-Württemberg seit Montag die Menschen ohne Eingruppierung impfen lassen. Nur der Impfstoff von Moderna bietet sich laut Landesapothekerkammer wegen des Transports nicht für Praxen an. In den Impfzentren bleibt die Priorisierung aber erhalten, damit dort Menschen mit hohem Risiko auf jeden Fall zuerst geimpft werden. In Bayern soll die Priorisierung bei den Hausärzten im Lauf der Woche fallen. Brandenburg gab nur die Prioritätsgruppe 3 vollständig frei. Hessen will von Juni an die Impf-Registrierung für alle öffnen.

AUFHEBUNG DER PRIORISIERUNG NACH IMPFSTOFFEN: Mit den Impfstoffen von Astrazeneca und Johnson & Johnson kann sich schon jetzt jeder impfen lassen. Sie können aber in seltenen Fällen schwere Nebenwirkungen haben und sind daher in der Regel bei Menschen ab 60 vorgesehen. Bei Jüngeren sind vorher ärztliche Aufklärung und eine individuelle Risikoanalyse vorgeschrieben. Die Aufhebung der Priorisierung solle es erlauben, die Impfkampagne voranzutreiben, hatte Spahn gesagt.


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