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Interview mit Taimur Rashid Finanz- und Technologielösungen für Autohändler - Wie Auto1 FinTech den Markt revolutionieren möchte

Vollständige Digitalisierung der Finanzprozesse für Autohändler und ein automatisches Risikomanagement in Echtzeit.

Das Gebrauchtwagengeschäft gewinnt immer mehr an Bedeutung. Welche größten Herausforderungen sehen Sie mit Blick auf Fragen der Finanzierung?

Zwischen dem Ankauf und dem Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen entsteht für Händler stets eine finanzielle Lücke, die es zu überbrücken gilt. Die Herausforderung für Finanzierungsgeber besteht ganz klar darin, dass jeder Kreditnehmer spezielle und individuelle Risiken aufweist, die von mehreren Faktoren abhängen. Dies gilt es zu analysieren, zu beherrschen und in den Finanzierungskonditionen fair abzubilden. Gefragt sind somit Kreativität, Dynamik und Flexibilität - alles Attribute, die im konservativen Finanzwesen bisher keine Kernthemen waren und mit traditionellen Finanzierungslösungen nur schwer zu fokussieren sind.

Die Kreditfinanzierung für Autohändler liegt in der Regel bei den unabhängigen Finanzdienstleistern. Mit welchen Prozessen und Dienstleistungen möchten Sie Händler von sich überzeugen?

Mehrere Aspekte sprechen dafür, unserer Finanzierungslösung den Vorzug zu geben. Unser großer Vorteil liegt darin, dass wir den Finanzierungsprozess mithilfe eines eigenen Web-Portals vollständig digitalisiert haben. Dies umfasst die Anforderung eines individuellen, bedarfsgerechten und dynamischen Finanzierungsrahmens ebenso wie die Abwicklung der einzelnen Fahrzeugfinanzierungen. Dank einer Partnerschaft mit der Wirtschaftsauskunftei CRIFBÜRGEL sind wir sogar in der Lage, ein vollautomatisches Echtzeit-Risikomanagement durchzuführen. Hierdurch können wir Bewertungen und Finanzierungsangebote deutlich schneller bereitstellen und fairer ausgestalten, als dies bei klassischen Finanzdienstleistern der Fall ist.

Zudem verstehen wir uns als 360-Grad-Dienstleister rund um die Zwischenfinanzierung von Gebrauchtwagengeschäften. Hierfür haben wir in unserem digitalen Portal nicht nur alle relevanten Features für die papierlose Abwicklung von Finanzierungsprozessen geschaffen. Wir bieten Händlern auf der Plattform auch die Möglichkeit, sich jederzeit über laufende Finanzierungen, Verfügbarkeiten, aktive Ankäufe, abgeschlossene Vorgänge und auch mögliche Liquiditätsengpässe zu informieren.

Unsere Vision skizzieren wir gerne auch mit der Beschreibung, der „Würth für den Mobility-Markt“ werden zu wollen. Das beschreibt unseren Anspruch, ein hoch digitalisierter, flexibler Full-Service-Dienstleister rund um alle Finanzierungsfragen zu sein, sehr gut.

Welche Rolle wird Ihrer Meinung nach in Zukunft künstliche Intelligenz bei der Prozessabwicklung spielen?

In unseren automatisierten End-to-End-Prozessen ist künstliche Intelligenz schon heute fester Bestandteil - beispielsweise im Scoring und im Risikomanagement. Denn ohne KI ist es nicht möglich, in einem volatilen und komplexen Umfeld wie dem Fahrzeughandel flexibel und individuell auf Kundenbedürfnisse zu reagieren - zumindest nicht in einer angemessenen Zeit und zu vertretbaren Kosten. Mit Blick auf die Zukunft sind wir dank künstlicher Intelligenz zudem in der Lage, unser Geschäftsmodell hervorragend zu skalieren.

Ihr Fokus liegt derzeit vor allem im B2B-Geschäft. Soll dies so bleiben?

B2B ist heute und auch in Zukunft unser Kernthema. Mit und durch die Fahrzeughändler werden wir im Sommer 2021 jedoch auch den Endkundenmarkt erreichen. Wir bauen darüber hinaus einen B2B2C-Prozess auf, über den wir dann beispielsweise Zielgruppen wie Kleingewerbetreibenden und Freiberuflern ebenfalls risikogerechte Finanzierungen anbieten können. Mithilfe automatisierter End-to-End-Strecken sind wir in der Lage, diese neuen Märkte schnell und gleichzeitig kosteneffizient zu bedienen.

Plattformtechnologien sind oft branchenübergreifend einsetzbar. Gibt es bei Auto1 FT bereits Überlegungen auch andere Branchen zu bedienen?

Wir haben die klare Strategie, als Mobility-Finanzierer weitere Branchen zu bedienen. Gerade für Nischen, die Banken nicht abdecken können oder wollen, sind unsere digitalen Lösungen prädestiniert. Nur ein Beispiel ist die Finanzierung von Bau- und Gartenmaschinen.

Welche Pläne verfolgen Sie mit Auto1 FT in den nächsten Jahren mit Blick auf die Internationalisierung?

Derzeit sind wir in Deutschland, Österreich und Frankreich aktiv. In den spanischen Markt werden wir im 4. Quartal 2021 starten. Darüber hinaus werden wird dank neuer Endmärkte schon vor diesem Zeitpunkt Branchen in zahlreichen anderen Ländern erreichen. Unser langfristiges Ziel ist es, die gesamte Mobility-Branche weltweit zu finanzieren und sie in puncto Digitalisierung gleichzeitig einen großen Schritt voranzubringen.



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Gastautor: Seyit Binbir
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