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Abgasskandal Wohnmobile im Dieselskandal: Fiat Ducato-Motoren in Knaus-Reisemobilen

09.06.2021, 10:06  |  511   |   |   

Nach Manipulationen an Diesel-Pkw hat sich der Abgasskandal nun auch auf Wohnmobile ausgeweitet. Betroffen ist auch der Reisemobilhersteller Knaus.

Als 2020 öffentlich wurde, dass auch der Automobilhersteller Fiat die Motoren seines Kleintransporters Fiat Ducato mit illegalen Abschalteinrichtungen versehen hat, sahen sich plötzlich zahlreiche Freizeitfahrzeughersteller im Dieselskandal verstrickt. Betroffen ist auch die Knaus Tabbert AG, die als deutscher Hersteller für Reisemobile einige bekannte Wohnmobilmarken vereint wie etwa Knaus, Morelo oder Weinsberg.

Vor allem der Wohnmobilhersteller Knaus verwendet schon seit vielen Jahren den Fiat Ducato als Basisfahrzeug für einen großen Teil seiner Camping-Busse. Nach jetzigem Erkenntnisstand enthalten alle Fiat Ducato-Dieselmotoren der Schadstoffklasse Euro 5 und Euro 6 aus den Baujahren 2014 bis 2019 illegale Abschalteinrichtungen. Camper mit Fiat-Motoren mit der Abgasnorm Euro 6d oder Euro 6d-Temp sind vermutlich nicht vom Dieselskandal betroffen.

Manipulierte Camper halten die gesetzlich vorgeschriebenen Abgasgrenzwerte nicht ein, weshalb Fahrverbote oder Stilllegungen drohen. Doch das müssen betroffene Reisemobilbesitzer nicht einfach so hinnehmen: Sie haben Anspruch auf Schadensersatz. Wichtig ist jedoch, dass Verbraucher ihren Schadensersatzanspruch so schnell wie möglich geltend machen, denn mit jedem weiteren Tag sinkt die Anspruchshöhe.

Manipulierte Fiat Ducato-Dieselmotoren in Knaus-Wohnmobilen

Verbraucher, die im Besitz eines Knaus-Wohnmobils sind, sollten anhand ihrer Fahrzeugpapiere prüfen, welcher Motor in ihrem Fahrzeug verbaut ist. Die Angabe befindet sich meistens auf der letzten Seite des Serviceheftes. Die Abgasnorm steht in der Zulassungsbescheinigung I.

Folgende Wohnmobil-Motoren im Fiat Ducato mit der Abgasnorm 5 und 6 sind vermutlich mit einer illegalen Abschalteinrichtung versehen und damit vom Dieselskandal betroffen:

  • 2,0 Liter Multijet
  • 2,0 Liter
  • 2,2 Liter Multijet II
  • 2,3 Liter
  • 2,3 Liter Multijet
  • 2,3 Liter Multijet II
  • 3,0 Liter
     

Fiat-Reisemobile der Marke Knaus im Dieselskandal

Die Übersicht zeigt Knaus-Wohnmobile, in denen ein Fiat Ducato-Dieselmotor verbaut ist. Diese Fahrzeugmodelle können vom Dieselskandal betroffen sein, insofern sie zwischen 2014 und 2019 gebaut wurden und über die Abgasnorm Euro 5 oder 6 verfügen:

Knaus-Baureihen mit Fiat-Motor

Knaus-Modellvarianten

Knaus BoxLife

540 MQ, 600 MQ, 600 ME, 600 DQ, 630 ME

Knaus BoxStar

540 Road, 600 Street, 600 Family, 600 Lifetime, 600 Solution, 630 Freeway, 600 Street XL, 600 Lifetime XL

Knaus R05 L!VE TI

590 MF, 650 MF, 650 MEG, 650 MG, 700 MEG, 700 MG, 700 MX

Knaus L!VE Traveller

550 DB, 600 DKG, 650 DG

Knaus R15 L!VE Wave

650 MF, 650 MEG, 650 MG, 650 MX, 700 MX, 700 MEG

Knaus 04 Sky I

650 LEG, 700 LEG, 700 LG, 700 LX

Knaus R16 Sky TI

590 MF, 650 MF, 650 MEG, 650 MG, 700 MEG, 700 MG, 700 MX

Knaus R21 Sky Wave                 

650 MF, 650 MEG, 650 MG, 650 MX, 700 MX, 700 MEG

Knaus 03 Sun I

700 LG, 700 LEG, 700 LX, 900 LEG, 900 LX

Knaus R22 Sun TI

650 MF, 650 MEG, 700 MEG, 700 MX

Knaus R18 Van I

550 MD, 600 MG, 650 MEG

Knaus R11 Van TI

550 MD, 600 ME

 

Diese Rechte haben Besitzer eines manipulierten Knaus-Wohnmobils

Die Gewährleistungsfrist für Neuwagen beträgt ab der Übergabe des Campers zwei Jahre. Wohnmobilbesitzer, bei denen die Gewährleistung noch nicht abgelaufen ist, können beim Händler diese Ansprüche geltend machen:

  • Ersatz: Gibt es ein aktuelleres Modell ohne Abschalteinrichtung, kann dieses gegen den unsauberen Camper eingetauscht werden.
  • Minderung: Ein Teil des Wohnmobil-Kaufpreises kann erstattet werden.
  • Rückgabe: Der Verbraucher kann das Reisemobil auch zurückgeben und eine Entschädigungssumme erhalten.
     

Ist die Gewährleistungsfrist bereits abgelaufen, kann der Fahrzeugbesitzer beim Hersteller Knaus ebenfalls eine Rückabwicklung oder eine Entschädigung geltend machen. Da vermutlich nicht allen Reisemobilherstellern nachgewiesen werden kann, von den unzulässigen Abschalteinrichtungen gewusst zu haben, ist eine Klage gegen Fiat als Hersteller des Basisfahrzeugs und des Motors sinnvoll.

Auch nach dem Kauf eines gebrauchten Knaus-Wohnmobils haben Verbraucher grundsätzlich einen Anspruch auf Schadensersatz. Im Regelfall kann der Schadensersatz dann aber ausschließlich beim Hersteller geltend gemacht werden, wenn es sich um einen Privatkauf gehandelt hat. Hat man das Reisemobil bei einem gewerblichen Gebrauchtwagenhändler erworben, ist die Gewährleistungsfrist auf ein Jahr ab Übergabe des Fahrzeugs begrenzt. Danach muss der Schadensersatz beim Hersteller eingefordert werden.

Kostenlose Erstberatung bei VON RUEDEN nutzen

Bei der Verbraucherrechtskanzlei VON RUEDEN können Knaus-Reisemobilbesitzer von einer kostenlosen Erstberatung profitieren. Ein erfahrener Anwalt prüft unverbindlich, ob das Wohnmobil vom Dieselskandal betroffen ist und welche Schadensersatzansprüche möglich sind. Die Rechtsanwälte der Kanzlei VON RUEDEN haben sich auf den Abgasskandal spezialisiert und im Rahmen dessen bereits mehr als 14.000 Mandanten deutschlandweit vertreten. Rufen Sie uns gerne unter der 030 – 200 590 770 an, um sich über Ihre Rechte im Wohnmobil-Dieselskandal zu informieren.


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