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Revolution in der Forschung? Alzheimer, Covid, Krebs: Diese Pharma-Aktien sind jetzt interessant

Die Zulassung eines Alzheimer-Medikaments bringt Hoffnung für Millionen Patienten und beflügelt die Fantasie der Börsianer. Überhaupt ist und bleibt der Gesundheitsmarkt spannend und bietet enormes Potenzial.

„Aducanumab“: Hinter diesem etwas schwergängigen Namen verbirgt sich eine der ganz großen Hoffnungen in der Medizin. Der vom US-Konzern Biogen (WKN: 789617) entwickelte Wirkstoff könnte endlich den Durchbruch in der Behandlung von Alzheimer-Patienten versprechen und zumindest das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Aducanumab soll direkt gegen sogenannte Amyloid-Ablagerungen im Gehirn wirken, welche – so der aktuelle Ansatz – verantwortlich für die neurodegenerative Erkrankung sein könnten.

Zwar muss Biogen noch eine Wirksamkeitsstudie nachliefern, die US-Gesundheitsbehörde FDA hat die Zulassung des Mittels allerdings bereits erteilt. Die Zulassungen in anderen Ländern sind beantragt, wobei die Europäische Arzneimittelagentur EMA als strenger im Vergleich zur FDA gilt. Eine Zulassung in der EU bleibt nach einem Bericht in der Pharmazeutischen Zeitung daher zumindest „fraglich“.

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Trotz aller Bedenken und dem noch ausstehenden Nachweis: Die Nachricht über die US- Zulassung katapultierte die Aktie des in Cambridge (Massachusetts) ansässigen Biotech-Unternehmens direkt nach oben. Denn, so die Hoffnung der Aktionäre, wenn die klinische Wirksamkeit des Präparats bewiesen werden kann, dürfte Biogen Milliardengewinne einnehmen. Schließlich stehen echte Behandlungsmethoden bei dieser weit verbreiteten Alterserkrankung bislang aus. Das unter dem Namen „Aduhelm“ vermarktete Medikament ist die erste neu zugelassene Alzheimer-Therapie seit rund 20 Jahren.

Weitere Aktien konnten von den Kurssprüngen profitieren

Doch nicht nur Biogen setzte jüngst zu einem euphorischen Kurssprung an. Auch Mitbewerber, die auf dem Gebiet der Alzheimerbehandlung forschen, konnten von diesem Aufwärtstrend profitieren. Pharma-Konzerne wie Eli Lilly (WKN: 858560), Athira Pharma (WKN: A2QCFW) oder Roche (WKN: 855167) legten ebenfalls zu, als die Nachrichten über die Zulassung über die Ticker gingen.

Denn dahinter steht ein gigantischer Markt: Allein in Deutschland leben nach jüngsten Schätzungen rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz, die meisten davon leiden unter Alzheimer. Pro Tag, so die Deutsche Gesellschaft für Alzheimer e.V., kommen etwa 900 Erkrankungen hinzu. „Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt, wird sich nach unterschiedlichen Vorausberechnungen der Bevölkerungsentwicklung die Krankenzahl bis zum Jahr 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen erhöhen“, schreibt der Verein in einem Informationsblatt. Weltweit, so Statista unter Bezugnahme auf Schätzungen von Alzheimer’s Disease International, leiden 46,8 Millionen Menschen unter Demenz. Im Jahr 2050 dürfte die Patientenzahl nach diesen Prognosen auf 131,5 Millionen weltweit ansteigen.

Gesundheitssektor als Megamarkt

Überhaupt gilt der Bereich Healthcare als absoluter Wachstumsmarkt. In Deutschland, so ist den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums zu entnehmen, lag die Bruttowertschöpfung im Kernbereich der Gesundheitswirtschaft im Jahr 2018 bei knapp 370 Milliarden Euro (Prognose). Dies entspreche mehr als zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. "Die Gesundheitswirtschaft ist damit weiterhin eine Wachstumsbranche auf Expansionskurs. Mit einem Wachstum von jährlich 4,1 Prozent wuchs der Sektor in den vergangenen zehn Jahren deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt", so das Ministerium weiter. Die Investmentgesellschaft Apo Asset sieht in der Entwicklung ebenfalls einen deutlichen Wachstumstrend: Laut einer Studie von Roland Berger aus 2008, die nach wie vor Bestand hat, wird die Gesundheitsbranche bis 2030 global betrachtet um 5,9 Prozent pro Jahr zulegen, heißt es auf der Homepage.

Hintergründe für die diese Entwicklung sind das weltweite Bevölkerungswachstum, die statistische Zunahme des Lebensalters und der Trend hin zu einem bewussteren und gesünderen Lebensstil.

Innovationen regen Kursfantasien an

Besonders wenn die Faktoren „Innovation“ und „große Patientenzahl“ zusammenkommen, weckt dies Kurspotenzial. Dies gilt beispielsweise für die Alzheimer-Forschung und in einem noch größeren Rahmen für die Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Entwicklung der neuartigen mRNA-Impfstoffe verhalfen Biontech (WKN: A2PSR2) und Moderna (WKN: A2N9D9) zum absoluten Durchbruch.

Die Tübinger Curevac (WKN: A2P71U) hingegen müssen mit herben Rückschlägen kämpfen. Erst enttäuschte die Meldung, dass mit der Zulassung des Impfstoffs nicht vor August zu rechnen sei, und in der Nacht vom 16. Juni musste das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung bekannt geben, dass die vorläufige Wirksamkeit bei nur 47 Prozent liegt und somit die vorgegebenen statistischen Ziele verfehlt wurden. Zwar soll die Studie fortgesetzt werden, es ist aber möglich, dass die Meldung der Aktie stark zusetzen wird.

Denn es zeichnet sich ab: Die Impfstrategie dürfte der einzige Ausweg aus der Pandemie sein, der weltweite Bedarf an Impfstoffen ist immens und aufgrund der derzeit diskutierten Notwendigkeit von regelmäßigen Auffrischungsimpfungen sollte das Interesse an den Präparaten hoch bleiben. Die mRNA-Technik gilt übrigens in der Onkologie schon lange als Hoffnungsträger und könnte hier einen Meilenstein setzen.

Ziel ist die Entwicklung von Impfstoffen gegen bestimmte Krebsarten. Wie etwa Biontech kürzlich bekannt gab, laufen aktuell verschiedene Studien zu möglichen Produktarten in diesem Bereich. „Drei unserer onkologischen Entwicklungsprogramme werden zeitnah die fortgeschrittene klinische Testphase erreichen. Hier planen wir die Markteinführung für mehrere neue Produkte in den kommenden fünf Jahren“, erklärt Professor Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von Biontech.

Da solche Innovationen allerdings auch immer gewisse Risiken bergen – erst Langzeitstudien können Aufschluss über erwünschte und unerwünschte Wirkungen liefern und somit die Zulassung und Akzeptanz beeinflussen – sollten Anleger nicht alles auf eine Karte setzen. Im Verbund mit anderen Branchen, Geschäftsmodellen und Assetklassen, können Gesundheits-Aktien ihre Chancen im Depot jedoch voll ausspielen.

Autorin: KS, Redaktion Fondsdiscount.de




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