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Rainer Schorr Der Brexit bringt Impulse für deutschen Immobilienmarkt - Teil 1

Rainer Schorr DLE
Foto: Rainer Schorr Immobilien-Experte

Zahlungskräftige Briten zieht es in die Rheinmetropole Frankfurt

Es liegt mit Sicherheit nicht allein am Brexit. Doch der Austritt Großbritanniens beschleunigt eine Wanderungsbewegung, die sich schon seit gut einem Jahrzehnt beobachten lässt. Für diesen Zeitraum liegt der Wanderungsüberschuss von Großbritannien nach Deutschland bei 27.000 Personen. Das ist nicht dramatisch, hat aber inzwischen signifikante Auswirkungen auf einige regionale Immobilienmärkte.   

Vor allem Frankfurt ist das Ziel von Deutschen, welche zuvor in London gelebt haben und häufig im Finanzsektor tätig sind. Sie kommen mit ihren Arbeitgebern, die mit dem Brexit verstärkt Kapazitäten auf dem Kontinent aufbauen. Etwa 3.500 Arbeitsplätze werden bis 2022 von der Themse an den Main verlagert. „Diese Rückkehrer und Neuankömmlinge aus London sind ein deutlich höheres Preisniveau gewohnt, als wir es in Deutschland kennen“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH. Mit ihrer vergleichsweise hohen Preistoleranz erfreuen sie die Makler in und um Frankfurt.

„Wenn Sie jetzt ein freistehendes Haus in Frankfurt in guter Lage für zwei bis zweieinhalb Millionen Euro verkaufen wollen, werden Sie schnell einen Käufer dafür finden“, berichtet Olivier Peters von Peters & Peters Sotheby’s International Realty. Peters verkauft seit Jahren in und rund um Frankfurt und Wiesbaden Wohnungen, Villen und auch Teile von Mehrfamilienhäusern zu Summen, die nicht viele Menschen in Deutschland stemmen können: „In der Regel kosten die Objekte ab zwei Millionen Euro aufwärts“, erzählt Peters.

Käufer seien häufig Familien mit zwei gut verdienenden Eheleuten im Alter ab 40, die aber auch oft Unterstützung von ihren Eltern bekommen. Die Finanzierung sei damit gesichert und die Käufer könnten daher schnell zugreifen, wenn ihnen eine Immobilie zusagt. „Und das tun sie auch.“

Aber nicht nur am Rand, sondern auch in den exklusiven neuen Wohnhochhäusern in der Frankfurter Innenstadt, rechnet man mit einer zahlungskräftigen Käuferschaft von den britischen Inseln. Rund 20 neue Wohnhochhäuser sind dort im Bau oder bereits fertiggestellt. Sie tragen Namen wie "Omni Turm", "Tower 90", "One Forty West" und "Praedium". Manche, wie "Axis" oder das "Onyx", welches 2014 noch mit einem Spitzenquadratmeterpreis von fast 14.000 Euro von sich reden machte, sind bereits bezogen. Und die Nachfrage reißt nicht ab: Von den 242 Eigentumswohnungen des aktuell größten Frankfurter Hochhausprojektes sind schon etwa ein Drittel verkauft. Und das obwohl die Preise im "Four Frankfurt" im Schnitt bei etwa 15.000 Euro pro Quadratmeter liegen.

Lesen Sie im zweiten Teil, wen es - auch bedingt durch den Brexit - nach Berlin zieht und welche Auswirkungen der Zuzug auf den Wohnungsmarkt unserer Hauptstadt hat.




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17.06.2021, 05:00  |  937   |   |   

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