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Gold Fed zieht (vorerst) den Stecker! 

Die abgelaufene Handelswoche brachte für Gold und die anderen Edelmetalle kräftige Verwerfungen mit sich.

Die abgelaufene Handelswoche brachte für Gold und die anderen Edelmetalle kräftige Verwerfungen mit sich. Im Fokus stand hierbei die jüngste US-Notenbanksitzung, die für die Edelmetalle zumindest temporäre Folgen hatte. Die Reaktion der Marktakteure auf die Ergebnisse der Sitzung fielen eindeutig aus und machten eindrucksvoll deutlich, dass man sich am Edelmetallbereich offenkundig etwas anderes erwartet hatte.  

In unserer letzten Kommentierung zu Gold an dieser Stelle hieß unter anderem „[…] Die Rahmenbedingungen haben sich für Gold zuletzt zwar etwas eingetrübt (Stichwort festerer US-Dollar), doch das Edelmetall hält nach wie vor den Kontakt zur eminent wichtigen Zone 1.900 / 1.920 US-Dollar. Für Gold muss es nun zunächst darum gehen, auf der Unterseite nicht in Bedrängnis zu geraten. Vor diesem Hintergrund sollten Rücksetzer idealerweise auf 1.850 US-Dollar inkl. der dort verlaufenden 200-Tage-Linie begrenzt bleiben. Unter die 1.800 US-Dollar sollte es unverändert nicht gehen, anderenfalls müsste eine Neubewertung der Lage erfolgen. Auf der Oberseite gilt es, die Hürde 1.900 / 1.920 US-Dollar zu überwinden…“

Nach der Sitzung erstarkte der Greenback weiter und erhöhte so den Druck auf Gold (und die anderen Edelmetalle). Besonders „schwer im Magen“ dürften den Marktakteuren die Projektionen der Fed bzgl. der weiteren Leitzinsentwicklung gelegen haben. In ihrer aktuellen Juni-Zinsprojektion signalisiert die US-Notenbank für das Jahr 2023 ansteigende Zinsen. Von dem aktuellen Zinsniveau nahe Null aus könnte es dann auf 0,6 Prozent gehen. In der vorherigen Zinsprojektion aus dem März sah das noch anders aus. Damals projizierte die Fed auch für das Jahr 2023 ein Zinsniveau auf dem aktuellen Stand (nahe Null).

Der Goldpreis geriet daraufhin ins Taumeln. Die 1.850 US-Dollar wurden durchschlagen. Die 200-Tage-Linie ging verloren. Auch die 1.800 US-Dollar hielten dem Druck nicht Stand. Das Edelmetall nähert sich nun mit großen Schritten der nächsten relevanten Unterstützungszone; dem Bereich von 1.750 US-Dollar. Sollte es auch darunter gehen, könnte sich die Abwärtsbewegung bis in Richtung 1.675 US-Dollar ausdehnen. Hier liegt der markante Doppelboden aus dem März dieses Jahres. Ob die aktuelle Bewegung jedoch ein derartige Dynamik wird entwickeln können, bleibt aus unserer Sicht abzuwarten. 

Die Befindlichkeiten im Goldsektor sind derzeit recht ambivalent. Während die einen „Reißaus nehmen“ scheinen andere das vermeintlich niedrige Preisniveau durchaus interessant zu finden. So legten die Bestände des weltgrößten, physisch besicherten Gold-ETF, des SPDR Gold Shares, im Anschluss an die US-Notenbanksitzung zu. Hier gilt es, die weitere Entwicklung genau zu verfolgen und zu beobachten…

Kurzum. Der Goldpreis hat Schieflage bekommen. Aktuell steuert das Edelmetall auf die 1.750 US-Dollar zu. Auch ein Test der 1.675 US-Dollar ist durchaus möglich. Die Bewegung ist überverkauft. Gegenbewegungen könnten durchaus initiiert werden. Sie erlangen jedoch erst Relevanz, sollten sie das Edelmetall zurück über die 1.850 US-Dollar führen können…
 


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