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Kommt die EY-Musterklage? Wirecard: Neuigkeiten in Sachen Schadensersatz für Anleger

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Im Skandalfall Wirecard kommt nun Bewegung in die Schadensersatzforderungen von Aktionären. Das müssen geschädigte Anleger beachten.

Rund 14 Monate sind vergangen, seit der Betrugsfall Wirecard aufgeflogen ist. Mehrere zehntausend Anleger wollen ihre Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen. Doch die Mühlen der Justiz mahlen langsam. Weder in die Schadensersatzklage gegen EY, den langjährigen Wirtschaftsprüfer von Wirecard, ist Bewegung gekommen. Noch in das Insolvenzverfahren gegen die Wirecard AG oder die Klage auf Staatshaftung in Sachen Bafin.

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Doch nun dürfte sich in den nächsten Wochen zumindest in der Schadensersatzklage gegen EY etwas tun. Denn die größte deutsche Anlegerkanzlei hat beim Amtsgericht München I die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt für ein Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG). Obwohl vergleichbare Anträge anderer Kanzleien in der Vergangenheit zurückgewiesen wurden, sind wir zuversichtlich, dass das Gericht in diesem Fall ein Musterverfahren einleiten wird.

In diesem Fall würden alle bereits eingereichten Einzelklagen und laufenden Verfahren ausgesetzt. Das bedeutet, dass nicht mehrere hundert Verfahren gleichzeitig geführt werden würden, sondern alle strittigen Fragen zu dem Komplex „Muss EY Schadensersatz an Wirecard-Anleger zahlen?“ im Rahmen des Musterverfahrens geklärt werden würden.

Davon abhängig ist auch die Frage, wie es mit der von der Interessengemeinschaft Widerruf angebotenen Prozessfinanzierung weitergeht. Im Rahmen dieser Prozessfinanzierung können geschädigte Wirecard-Aktionäre ihre Ansprüche auf Basis eines reinen Erfolgshonorars geltend machen – sie müssen also bei den Kosten nicht in Vorleistung gehen. Der Prozessfinanzierer knüpft jedoch sein Angebot an das Zustandekommen eines Musterverfahrens.

Somit werden die nächsten Wochen spannend. Anleger, die mit Wirecard-Wertpapieren (Aktien und Derivaten) Geld verloren haben, sollten die Zeit auf jeden Fall nutzen, um sich hier für konkrete Informationen zum weiteren Vorgehen zu kostenlos und unverbindlich zu registrieren.

Unabhängig davon, ob ein Musterverfahren gegen EY zustande kommt, ist es auf jeden Fall ratsam, auch die Ansprüche im Rahmen des Insolvenzverfahrens gegen die Wirecard AG prüfen zu lassen. Hier bestehen nach unserer Ansicht für Aktionäre und Derivate-Anleger die gleichen Ansprüche wie für andere Gläubiger des Unternehmens. Für Verluste mit Wirecard-Papieren hätten die Anleger somit Anspruch auf eine Insolvenzquote. Auch hier unterstützt die IG Widerruf dabei, diese Ansprüche richtig geltend zu machen.



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Gastautor: Roland Klaus
23.08.2021, 12:11  |  8335   |   

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