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„Wirtschaftsexperte“ Merz soll es noch einmal richten 

Gastautor: Dr. Viktor Heese
16.09.2021, 18:24  |  494   |   |   

Ein Lobbyist und Kontrolleuer als letzte Hoffnung?

Angesichts drohender Niederlage aktiviert die CDU erneut Friedrich Merz als Nachweis ihrer Wirtschaftskompetenz. Der Schuss kann nach aber nach hinten gehen, wenn die Dienste des Hoffnungsträgers beim verrufenen US-Finanzmulti BlackRock thematisiert werden. Auch könnten sich die Fachmedien über die auf Aufsichtsratsmandate, Sanierung- und Controlling-Jobs und Lobbyismus begrenzende „Wirtschaftskompetenz“ des Retters lustig machen.  

Dienste bei Black Rock wohl kein Aushängeschild 

Wer ist der Finanz-Multi für den Merz gearbeitet hatte?  

Zu dessen Kunden zählte die FED, die EZB, Finanzministerien und Staatsfonds. So bekam die EZB Nachhilfe bei Anleihekäufen oder bei den mit EU-Geld geretteten Banken. Auch bei US-Großkrisen war der Gigant auf Kosten der US-Steuerzahler als „Aufkäufer“ und Vermittler bei der Abwicklung fauler Kredite (Schrottanleihen) dabei. Black Rock gehört zu den großen Gewinnern der Rettungsaktion. 

Konkurrent Ican sah ihn als „eine Bedrohung für die globalen Finanzmärkte“ und gefährlicher als Goldman Sachs, immerhin Ex-Arbeitgeber von Draghi & Co.  Das liegt nicht allein an den Beratungen der Mächtigen, sondern auch an seiner globalen Finanzmacht. Als weltgrößter Investor kann BlackRock – besitzt große DAX-Pakete – die Welttrends mit 8 Bill. USD Anlagevolumen massiv beeinflussen. In den Entwicklungsländern sollte der Koloss oft dortige Finanzmärkte, Landeswährungen und die politischen Verhältnisse durcheinandergebracht haben. Dabei bediente er sich oft von Brutalität und Heuchelei - so die Quellen. 
2012 fiel er wegen Spekulationen mit Agrarpreisen und der Mitverantwortung an den temporäre grassierenden Hungersnöten auf. 

Ist Friedrich Merz Unternehmer und Manager oder nur Lobbyist und Kontroller 

Selbstverständlich war Merz als Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Niederlassung von Black Rock für den schlechten Ruf des Multis nicht verantwortlich. Dafür ist der Möchte-Gern-Manager einige Nummern zu klein. Denn der Briloner konnte beim Finanzriese keine operative, sprich messbare, Leistung z.B. als erfolgreicher Fondsmanager nachweisen. Würde Merz für die Anlagerendite (im Neudeutschen Performance) verantworten, wäre es eine andere Sache. Der gute Friedrich musste ebenfalls nicht Rede und Antwort in einer Hauptversammlung einer börsennotierten Aktiengesellschaft stehen. 

Denn die ganze berufliche Vita des Juristen dreht sich in erster Linie um Beratung, Sammlung von Aufsichtsratsmandaten und Controlling https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Merz, primär bei Banken, Versicherungen und Unternehmen mit mehrheitlichen Staatsbesitz oder Staatsnähe (Köln-Bonner Flughafen). Mehr über die Kontrollfunktionen der Ex-Politiker in öffentlichen Unternehmen auf https://lobbypedia.de/wiki/Hauptseite.

Oft präsentiert sich Merz in der Presse als DER erfolgreiche Millionär, wo doch diejenigen die durch marktbezogene Eigenleistung tatsächlich zum großen Geld kamen, eher schweigen.  https://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/friedrich-merz-als- .... Zudem kommt wohl das eher einstellige Millionenvermögen durch glückliche Marktentwicklungen (Aktien-Incentives wie bei Stadler Rail). 

So gesehen ist jedoch auch ein durch den Immobilienboom reichgewordene Vorstadt-Bauer von München, Köln oder Frankfurt) als ein erfolgreicher Unternehmer zu sehen, wenn sein Agrarland zum begehrten Bauland wurde. 

Merz, der Ex- und Wieder-Politiker nutzte zweifelslose seine alten Verbindungen. Wer diese besitzt, kann auch schon mal als „Berater“ einen Tagessatz von 5.000 €, wie beim Verkauf der öffentlich-rechtlichen WestLB, wie es peinlicherweise aus dem Bericht des parlamentarischen Untersuchungsausschusses des NRW-Landtages hervorgeht. 

Fazit: 

Die fehlende Kompetenz in den Politikreihen macht selbst aus einer Person wie Merz einen Wirtschaftsprofi. Merz ist nicht am Markt, sondern dank des Marktes erfolgreich. „Unter den Blinden ist der Einäugige König“ – besagt ein altes Sprichwort. 

Dr. Viktor Heese – Finanzbuchautor und Analyst www.prawda24.com + www.finanzer.eu



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