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Weizen Ambivalente Lage

17.09.2021, 16:30  |  249   |   |   

Unsere letzte Kommentierung zu Weizen überschrieben wir Ende August mit „Entscheidung vertagt“.

Unsere letzte Kommentierung zu Weizen überschrieben wir Ende August mit „Entscheidung vertagt“. Nach einem zuvor gescheiterten Versuch, deutlich über das Mai-Hoch bei 7,7+ US-Dollar vorzustoßen, befand sich der Preis zum damaligen Zeitpunkt auf dem Rückzug. Mittlerweile sind einige Handelstage ins Land gegangen…

Rückblick. In der betreffenden Kommentierung hieß es unter anderem „[…] Die Erholung des Weizenpreises erreichte kürzlich ein wichtiges Niveau, hatte er doch das markante Mai-Hoch bei 7,7+ US-Dollar vor Augen. Ein deutlicher Ausbruch über das Mai-Hoch hätte der Erholungsbewegung womöglich noch einmal frische Impulse geben können, doch dazu kam es zunächst nicht. Weizen verpasste die Weichenstellung und drehte erst einmal wieder nach unten ab. Um das Erholungsszenario nicht zu gefährden, sollte es im besten Fall nicht unter die 7,0 US-Dollar gehen. Werden hingegen die 6,7 US-Dollar durchbrochen, ist Vorsicht geboten. Die zentrale Unterstützung verorten wir unverändert in den Bereich von 6,3 / 6,0 US-Dollar.“


Bleiben wir gleich bei den charttechnischen Aspekten. Die bereits damals zu beobachtende Rückzugsbewegung dehnte sich zunächst noch weiter aus. Weizen tauchte noch einmal unter die 7,0 US-Dollar ab und nahm rasch Kurs in Richtung der zuletzt thematisierten Unterstützung von 6,7 US-Dollar. Ein Rücksetzer unter die 6,7 US-Dollar hätte Weizen aus technischer Sicht weiter in Bedrängnis gebracht. Doch die Attacke auf der Unterseite konnte noch einmal pariert werden. Weizen lancierte einen ersten Erholungsversuch. 

Die charttechnische Lage bleibt weiter ambivalent. Auf der Unterseite steht weiterhin der Bereich um 6,7 US-Dollar im Fokus. Die Gefahr einer Doppeltopformation (markante Hochs aus dem Mai und August) ist weiterhin latent vorhanden. Erst ein signifikanter Vorstoß über die 7,7+ US-Dollar würde dieses „Gespenst“ vertreiben. Neben der Zone um 6,7 US-Dollar billigen wir dem Bereich 6,3 / 6,0 US-Dollar eine hohe Relevanz als Unterstützung zu. 

Begleitet wurde der jüngste Erholungsversuch vom kürzlich veröffentlichten WASDE-Bericht, wenngleich dieser in Bezug auf Weizen leicht negativ ausfiel. Durch den vorherigen Rücksetzer wurde aber bereits einiges vorweggenommen. Schauen wir auf einige Eckdaten im aktuellen WASDE-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates), der vom US-Agrarministerium (USDA) am 10.09. veröffentlicht wurde. Im aktuellen September-Bulletin wurden die Prognosen in Bezug auf die globalen Lagerendbestände für das Erntejahr 2021 / 2022 leicht nach oben angepasst. Ging man im August-Report für das Erntejahr 2021 / 2022 noch von globalen Lagerendbeständen in Höhe von 279,06 Mio. Tonnen aus, sind es im aktuellen September-Report nunmehr 283,22 Mio. Tonnen.

Kurzum. Weizen durchläuft aktuell eine herausfordernde Phase. Das Thema Korrektur ist aus unserer Sicht noch nicht vom Tisch. Erst, wenn es Weizen gelingen sollte, das Doppeltop auszuhebeln, würde sich das Chartbild klären. Sollte es hingegen zum Bruch der 6,7 US-Dollar kommen, würde die Zone 6,3 / 6,0 US-Dollar in den Fokus rücken. 
 

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