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Sexuelle Belästigung und Geheimnisverrat Skandal um Maskenbeschaffung bringt EY in Bedrängnis

Nachrichtenagentur: news aktuell
19.09.2021, 13:25  |  566   |   |   

Berlin (ots) - Im Zusammenhang mit der Maskenbeschaffung des
Bundesgesundheitsministeriums (BMG) sorgt ein Skandal für Ärger im
Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY). Wie der Tagesspiegel berichtet
(Sonntagsausgabe) soll ein hochrangiger Mitarbeiter von EY eine
Maskenlieferantin der Bundesregierung sexuell bedrängt haben und im Gegenzug
streng vertrauliche Informationen aus dem Ministerium an sie weitergeleitet
haben. Sowohl EY als auch das Bundesgesundheitsministerium erklärten gegenüber
dem Tagesspiegel, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) keinen Kontakt
zu dem jetzt EY-Mitarbeiter gehabt habe.

Wie die Zeitung weiter berichtet ist der Mitarbeiter am Freitag nach einem
Bericht des Fachbriefings Tagesspiegel Background Gesundheit und E-Health "mit
sofortiger Wirkung" freigestellt worden. Zudem werde er das Unternehmen "auf
eigenen Wunsch" Ende September verlassen.

EY war vom Ministerium zu Beginn der Coronakrise mit der Abwicklung eines
sogenannten Open-House-Geschäftes beauftragt worden. Für die Abwicklung der
Verträge ist dabei EY zwischengeschaltet, fast sämtliche Kommunikation mit den
Händlern läuft über das Beratungsunternehmen. Eine Maskenlieferantin wirft dem
freigestellten EY-Mitarbeiter vor, die daraus entstandene Machtposition
ausgenutzt zu haben: So soll er sie bei dutzenden Treffen sexuell bedrängt haben
und ihr im Gegenzug versprochen haben, bei der Lösung ihres Falls zu helfen. Von
F. gespeicherte Chats belegen zudem, wie er ihr vertrauliche Informationen aus
dem Gesundheitsministerium zukommen ließ, Fotos eines Privatdetektivs zeigen,
wie er bei Treffen versucht, sie zu küssen und zu streicheln.

Über seine Anwälte erklärte der Mann gegenüber Tagesspiegel Background, dass der
Kontakt zu F. auf "vollständiger Gegenseitigkeit" beruht habe. EY erklärte, die
Anschuldigungen seien "sehr unspezifisch" gewesen "und nie in prüfbar
konkretisierter Weise erhoben" worden. Schon länger ermittle allerdings eine
externe Anwaltskanzlei im Auftrag von EY zu den Vorgängen.

https://plus.tagesspiegel.de/wirtschaft/sexuelle-avancen-und-geheimnisverrat-ein
-maskendeal-bringt-das-gesundheitsministerium-und-ey-in-bedraengnis-256873.html

Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel, Newsroom, Telefon
030-29021-14909

Pressekontakt:

Der Tagesspiegel
Chefin vom Dienst
Patricia Wolf
Telefon: 030-29021 14013
E-Mail: cvd@tagesspiegel.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/2790/5024127
OTS: Der Tagesspiegel



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