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Wirtschaft Ökonom für Anpassung des Rentenalters an Lebenserwartung

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
25.09.2021, 18:19  |  758   |   |   

Freiburg (dts Nachrichtenagentur) - Der Freiburger Ökonom und Rentenexperte Bernd Raffelhüschen hat die Pläne der Parteien zur künftigen Rentenpolitik als "hasenfüßig bis absurd" bezeichnet und ein höheres Renteneintrittsalter gefordert. "Wir müssen das Rentenzugangsalter ganz klar an die Lebenserwartung anpassen", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Sonntagausgaben).

"Wir können den Alten nicht sagen, dass sie jeden Tag, den sie länger leben, auch als Tag in Rente verbringen", so der Ökonom. Das könne man nicht finanzieren. "Wir müssen den Älteren sagen: Wenn ihr länger lebt, dann müsst ihr auch zum Teil länger arbeiten." Raffelhüschen verwies auf Engpässe in der Rentenkasse, die sich bereits ab 2025 zeigen würden.

Zur Rentenpolitik der vergangenen 15 Jahre sagte er: "Alle Demografen haben das so vorhergesagt. Doch wir sind immer als Katastrophenspinner bezeichnet worden." Nun hätten diese Demografen recht, und das hätten sie lieber nicht gewollt. Mit der Agenda 2010 sei vieles geschafft worden, man sei fast in einer nachhaltigen Situation gewesen.

"Dann kam über die Arbeitsminister Scholz, Nahles und Heil das absolute Unheil über die Rentenfinanzierung - und wir haben alles wieder auf Start gesetzt."



2 Kommentare

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Kommentare

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26.09.21 13:12:58
was für ein Tüp... 🙈

Wie wäre es mit Rentenzugangsalter an den Spitzensteuersatz koppeln?

Da zieht's den AFDP-Fuzzis gleich die Zehnägel hoch :laugh::laugh::laugh:
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25.09.21 19:17:41
Raffelhüschen kann das gerne persönlich denjenigen vortragen, die z.B. Dächer decken und andere schwere körperliche Arbeiten tagein tagaus verrichten. Mal schauen wie gut das ankommt.
Vielleicht mal ein Rentensystem wie bei unseren Nachbarn in Österreich einführen und vielleicht nicht 20 Jahre irgendwelche Länder aus Vasallentreue besetzen und dort soviel Geld verbrennen was an anderer Stelle von Nöten ist. Oder vielleicht mal einfach klar stellen, dass große Unternehmen mehr als 1€ im Jahr an Steuern zahlen? Oder vielleicht mal genauer hinschauen für was alles Steuergelder ausgegeben werden und sinnvoll korrigieren? Der Bundestag nach dieser Wahl mit 900 Abgeordneten? Könnte man auch mal gegensteuern, oder? Ach nee, lassen wir die Alten noch länger malochen, damit sie möglichst sozial verträglicher zeitnaher ableben...

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