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Pressemeldung: ARGENTUM: Prognosen für den chinesischen Markt positiv
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Pressemeldung ARGENTUM: Prognosen für den chinesischen Markt positiv

In China hat die Wirtschaftsentwicklung etwas nachgelassen, die positiven Aussichten bleiben aber intakt.

24.09.2021 - In China hat in den vergangenen Monaten die Wirtschaftsentwicklung etwas nachgelassen, und der Aktienmarkt zeigte im internationalen Vergleich eine auffallende Underperformance. Ein Grund ist scharfe Regulierung und die Eingriffe bei den Tech-Konzernen wie Alibaba, Tencent und Didi. Langfristig sind die Prognosen für den chinesischen Markt positiv. Viele Aktien, vor allem aus dem Technologiesektor, weisen ein wesentliches größeres Wachstumspotenzial auf als westliche Growth-Titel.

China macht 30 Prozent des globalen BIP Wachstums aus

Im Gegensatz zu vielen westlichen Volkswirtschaften hat China – die Quelle des wirtschaftlich und gesellschaftlich höchst schädlichen Corona-Virus – die Pandemie durch ein kompromissloses Management und rigorose Ausgangssperren recht schnell überwunden.

Insgesamt hatte Chinas Wirtschaft im ersten Halbjahr wegen der niedrigen Vergleichsbasis im Vorjahr kräftig um 12,7 Prozent zugelegt. Aber: Selbst 2020 war die chinesische Wirtschaft noch mit 2,3 Prozent gewachsen, während Europa und die USA schwere Wunden lecken mussten.

Das weist deutlich in die Zukunft: Laut der internationalen Großbank UBS macht China heute etwa 20 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der Welt und 30 Prozent des jährlichen globalen BIP-Wachstums aus und ist jetzt, gemessen an der Kaufkraftparität, größer als die US-Wirtschaft. Und generell bleiben die positiven Aussichten für Asien bestehen. Die Ökonomen der Schweizer Bank Pictet rechnen für Asien (ohne Japan) mit einem realen Wirtschaftswachstum von 8,5 Prozent in diesem Jahr.

Forschung an der Mobilfunktechnologie 6G

Langfristige Trends wie die Urbanisierung und der Aufstieg der Mittelklasse wurden durch die Pandemie nicht beendet. Eine Schlüsselrolle spielen dabei innovative Technologien. Digitalisierung, Cloud Computing und E-Commerce stehen dabei besonders im Fokus. Laut Statista werden beispielsweise bis 2024 Umsätze von 1,8 Billionen Euro im asiatischen Online-Handel erwartet.

China verfügt über eine digitale Infrastruktur, die rund 60 Prozent der Bevölkerung (knapp 830 Millionen Menschen) flächendeckend schnelles Internet anbietet. Und die asiatischen Länder machen sich auf den Weg zur Technologieführerschaft in bestimmten Bereichen. So forschen Samsung Electronics und Huawei Technologies bereits intensiv an der Mobilfunktechnologie 6G. Der Mobilfunkstandard soll zukünftig der Nachfolger von 5G sein und Datentransferraten von bis zu 400 Gbit/s zu erreichen.

Unternehmer Jack Ma war mehrere Monate verschwunden

Nun hat in China in den vergangenen Monaten die Wirtschaftsentwicklung etwas nachgelassen, und der Aktienmarkt zeigte im internationalen Vergleich eine auffallende Underperformance. Ein Grund sind scharfe regulatorische Eingriffe in verschiedene Wirtschaftsbereiche. Zunächst hatte die Regierung die Ant Financial Group, den Finanzzweig von Alibaba, kurz vor dem geplanten gigantischen Börsengang ins Visier genommen.

Der weltbekannte Unternehmer Jack Ma, Gründer von Alibaba und Ant Financial, verschwand nach Äußerungen über die Langsamkeit und den Mangel an Innovation des chinesischen Bankensektors und insbesondere der staatlichen Banken für mehrere Monate, der Börsengang wurde abgesagt. Damit hat die Kommunistische Partei die Muskeln spielen lassen.

Übrigens: Schon 2017 wollte die Kommunistische Partei angesichts des unaufhaltsamen Aufstiegs der chinesischen Technologiewerte-Unternehmen Baidu, Alibaba und Tencent jeweils ein Prozent dieser Unternehmen erwerben und forderte laut dem Investmenthaus La Financière de l’Echiquier (LFDE) einen Sitz im Vorstand, um bei der strategischen Ausrichtung dieser Unternehmen mitreden zu können.

Ein anderes Beispiel: E-Learning wird in China inzwischen mit rund 100 Milliarden US-Dollar bewertet. Eine Bildungsreform entzieht den Firmen die Geschäftsgrundlage. Unternehmen, die Schullehrprogramme unterrichten, dürfen demnach keine Gewinne mehr erzielen oder an die Börse gehen. Laut anderer Berichte arbeiten die chinesischen Behörden bereits aktiv an Gesetzen für strengere Kontrollen in den Gebieten nationale Sicherheit, Technologie und Monopole. Weiterhin sollen die Regulierungen in einer Anzahl von Sektoren wie etwa Nahrung, Gesundheit, Technologie, Finanzen und Versicherungen verschärft werden.

Starinvestorin Cathie Wood hat ihr Engagement im Reich der Mitte wieder aufgestockt

Dementsprechend haben sich Anleger aus dem Markt zurückgezogen beziehungsweise haben ihr Engagement in China reduziert. Bekannte Marktakteure wie Masayoshi Son von Softbank oder auch George Soros haben sich von ihren China-Beteiligungen getrennt. Auf der anderen Seite hat Starinvestorin Cathie Wood ihr Engagement im Reich der Mitte wieder aufgestockt. Sie sagt dazu: „Nach dem letzten Blutbad haben wir versucht durchzublicken, welche Unternehmen die Regierung mag.“ Das seien einem Medienbericht vermutlich Unternehmen, die zur Entwicklung der kleineren Millionen-Städte in China einen Beitrag leisten, sich in den Bereichen Logistik und Lebensmittel engagieren.

Auch wir bei Argentum Asset Management stehen langfristig zu China. Die positiven Aussichten für China bleiben intakt, und nach Auswertung aller Analysen- und Fundamentaldaten glauben wir weiterhin an einen starken Binnenmarkt. Der Konsumsektor erfährt besonderes Wachstum, gerade unter Jüngeren. 79 Prozent der Ausgaben für Luxusgüter und Dienstleistungen in China werden von Menschen unter 40 getätigt. Darüber hinaus wird China laut McKinsey und Bain bis 2025 etwa die Hälfte aller weltweiten Luxusausgaben ausmachen. Der große Vorteil für Anleger ist, dass asiatische Aktien in weiten Teilen noch unterbewertet sind und damit ein wesentliches größeres Wachstumspotenzial aufweisen als westliche Growth-Titel. Insbesondere bis Jahresende sind in Asien deutlich überdurchschnittliche Renditen zu erwarten.


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Gastautor: Asset Standard
05.10.2021, 09:15  |  151   |   |   

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