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Börse: Es sieht übel aus - aber nur auf den ersten Blick!

Ja, es sieht wirklich übel aus. Die Inflation nimmt weiter Fahrt auf. Energie wird immer teurer. Der Preis für Gas eilt von Rekord zu Rekord.

Auch die Lebensmittelpreise ziehen weiter an. Und das sogar erheblich. Wie die „Lebensmittelzeitung“ berichtet, wollen Nestlé und Henkel die Preise um mehr als 10 Prozent erhöhen. Und Nudelhersteller wie Birkel und Buitoni gar bis zu 25 Prozent. Begründung: Zucker, Getreide und andere Rohstoffe hätten sich um bis zu 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr verteuert. Die Verbraucher erwartet also eine wahre Preis-Explosion! Doch damit nicht genug: Nach einem kräftigen Auftragsplus in den Vormonaten hat der August für die deutsche Industrie einen Dämpfer gebracht: Beim Auftragseingang verzeichnete das verarbeitende Gewerbe ein Minus von 7,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Und um noch eins draufzusetzen: Der japanische Technologie-Investor Softbank zwingt die Aktie der Deutschen Telekom in den Sinkflug. Facebook stürzt von einer Krise in die nächste. Und die TeamViewer-Aktie kollabiert nach einer Gewinnwarnung um 25 Prozent. Nicht zu vergessen die Sorgen um den chinesischen Immobiliengiganten Evergrande. All das hat zur Folge, dass viele Anleger Angst vor weiter fallenden Kursen haben.

Jammern auf hohem Niveau

Wie gesagt, es sieht ja alles auch nicht gut aus. Aber: Nur auf den ersten Blick. Denn zunächst einmal ist das Jammern auf hohem Niveau. Im historischen Vergleich war der DAX selten so teuer bewertet wie heute. Nach der Aufstockung auf 40 Titel rangieren das Kurs-Buchwert- und das Kurs-Gewinn-Verhältnis inzwischen im 97. beziehungsweise 92. Perzentil der vergangenen 15 Jahre, das heißt, sie lagen nur an drei beziehungsweise acht Prozent der Handelstage höher. Die Dividendenrendite lag nur an einem Prozent der Handelstage niedriger. Auch im Vergleich zur jeweiligen Bewertung des marktbreiten STOXX 600 wird der DAX derzeit recht teuer gehandelt. Vor diesem Hintergrund ist der Index im aktuellen Marktumfeld anziehender Zinsen, Sorgen über Lieferketten und abnehmendes Wachstum sowie hoher Rohstoffkosten sicherlich anfällig für einen Rücksetzer. Und den haben wir ja in den letzten Tagen schon gesehen. Ein DAX unter 15.000 Punkten ist nicht schön. Aber eine Katastrophe ist dies auch nicht.

Zeit, um wieder in den Markt einzusteigen? Ja!

Dies könnten Anleger zum Einstieg nutzen, was zum Teil ja auch schon geschehen ist. Denn für eine mittelfristige Kurserholung spricht, dass es am Anleihemarkt weiterhin kaum Alternativen zu Aktien gibt. Die sogenannte Aktienrisikoprämie, die sich aus der Differenz zwischen der zu erwartenden Gewinnrendite des DAX und der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ergibt, liegt bei 7,2 Prozentpunkten und damit etwa im Mittel der vergangenen 15 Jahre. Also: Ruhig Blut bewahren! Wir erwarten sogar eine ausgeprägte Jahresendrally! Denn es ist Zeit, um antizyklisch zu investieren. Aber bitte - so zumindest aus unserer Sicht - in Qualitätsaktien!

Alphabet, Roche & Co.: Qualitätsaktien bleiben die Favoriten

Was verstehen wir darunter? Wir investieren in Unternehmen, die ein stabiles, langfristig planbares und skalierbares Wachstum und dazu strukturelle Wettbewerbsvorteile aufweisen. Ein Beispiel ist hier etwa die Google-Mutter Alphabet. Aber auch der Schweizer Pharmakonzern Roche gehört dazu. Das Unternehmen ist weltweit in den Bereichen Pharmazeutika und Diagnostik erfolgreich, und hat durch seine gut gefüllte Pipeline an neuen Produkten Preissetzungsmacht in vielen Pharmasektoren. Und nicht zu vergessen: Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz schafft es Roche heute sehr viel günstiger zu Forschen und zu Entwickeln und damit schneller den Markt zu beliefern als die meisten Wettbewerber. Aus unserer Sicht ist Roche ein Unternehmen von höchster Qualität! Eine ähnliche hohe Qualität messen wir aber auch dem Insulin-Spezialisten Novo Nordisk und der Essener IT-Security-Firma secunet Security Networks zu, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Was uns weiter optimistisch stimmt: Klar ist die Inflation ein wichtiger Störfaktor für die Märkte, doch wir rechnen nicht mit einer dauerhaft hohen Inflationsrate, eher mit einer moderaten. Das sollte die Wirtschaft nicht abwürgen, und damit auch der Börse helfen.

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Gastautor: Frank Fischer
11.10.2021, 07:05  |  6472   |   |   

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